Ausgabe 
17.5.1916 Erstes Blatt
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

$$g5**?* te . rnt imftm I tvtfnm

«WMüifrttcn freuen nur w:s tneses Erfolges

ausgefülM: In dem ganzen

^^.^u^schbale brs subluh Rovereto, über das Terra gnolo tat, h?e 55? ^^"Onnatales ruarrbcn mit starkem Schlag A Riegel der Sperre der oberitalieni ^ schmettert. Die Zahlen der Gefangenen

re* , ^e B-eute smd für ©jrfnrgs l ämpfe aus-er ordentlich zu nennen. ^^Ü^enaturllch verfricht sein, dem Vorgang in Tirol eine allzu b^mressen, aber das Gesamtbild der Ereignisse vom 15 Mar berechtigt uns zu der Annahme,, daß die Lage für eine Sietet ^ ^ 3'tolicner jedenfalls sehr wenig Aussicht

« 3 n ***Vossischen Zeitung" widmet ein militärischer Mit m !! Opferen Wrndesger: offen einen Artikel, in dem es yerm: Die Rollen 'werden getauscht. Italien ist nicht mehr * ' ln nteifen5e y sondern der. Angegriffene. Am lrratean von Doberdo lugte der Landsturm voii Eger neuen Ruhm zum alten. Den Haupt schlag führten unsere Borbürrdeten in dem vorsprmgenden Teil ihrer Front in Südtirol, südlich und östlich ^nenrs. Der Hochgebirgskrieg schien in den letzter: Monaten mehr und mehr zu emer Art Sport zu werden. In Schnee und Eis auf Vemfenpfaden konnten nur kleine Abteilungen operieren und oemgemäß auch nur kleinere, örtliche Erfolge errungen werden. Umso hoher ist der jetzige, besonders der ausgezeichneten schweren ojterrerchrsch-ungarischen Artillerie zu verdankende Erfolg einzu schätzen.

Der italienische Bericht.

Rv m, 16. Mai. (WTB.) Amtlicher 5driegsbericht: Im Adamellv-Gebiet vervollständigten unsere Älpenttuppen die Besitz- irahme des 5tzcrmmes westlich der Fargottda-Laresgletscher und be­setzten den Teil zwisck-en dem Fargorida- und Laresgrat. Äußer­er ewberteu sie eine gegnerische Stellung am Teufelsgrgt in ^015 Meter Hohe und machten etwa 20 Gefarrgxne. Arrs dem Ledvotal werden weitere Fortschritte bei imserem Vorgehen aus idem Monte Sperone gemeldet, diach einem heftigen Artillerie- feu»er aus alle unsere Stellungen im Norden des Tales versuchte der Feind einer: Angriff gegen den Ci um del Cvste, nördlich von Lenmxmv, ier wurde aber sofort zurückgetviesen. Ans der ganzer: Front vom Lagarina-Tal lns zum oberen Erde des Assa-Talcs ImttcrTnelt die feindliche Artillerie gestern ein lebhaftes Feuer, aus loelches imfecc Batterien wirksam antworteten. Einige Geschosse großen Kalibers fielen auf Asiagv, Uro sie geringen Schaden unter der Bcvoltermrg anrichdcten. Gleich heftig war das Feuer an der Ifonzofront vom Monte Neero bis zum Meere. Ih!M folgten in der Nacht kleine feindliche Angriffe in der Gegend von Plana und San Nöartinv 'und auf dem Karst, die jedoch sofort, abgeschlagen wurden. (gez.) Eadorna.

Der Wiederaufbau Galiziens.

W'rrn, 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Einladung des Ministerpräsidenten Grafen S t ü r g k h fand gestern eine ! K o n fe r e n z in der Angelegenheit des Wiederauf­baues in Galizien statt, an der sämtliche beteiligte ^ Minister, .der galizische Statthalter, Vertreter des Landes I Galizien, sowie der Obmann des Polenklubs mit mehreren l Klubmitgliedern teilnahmen. Anknüpfend an die .Konferenz vom 10. Oktober 1915 wurden die seither eingeleiteten und ausqefilhrten Maßnahmen zum endgültigen Wiederaufbau ^Gasi^iens endgültig besprochen und die Grundsätze fiir das wertere Vorgehen seftgelegt. Die Errichtung einer Landes zentrale für den Wiederaufbau Galiziens steht unmittelbar '-bevor. Die eingehenden Erörterungen ergaben Richtlinien »die ein gedeihliches Zusammenwirken aller Kräfte verbürgen Die Frage eines Waffenstillstandes.

würde. W gehe wicht -an, daß tmm vom Kvmmwrüxrnteu tm Felde verlange, daß er die Beweggründe von Soldaten, die nngehonam feien, imterfuche. Alle Sollten müßten gleich behandelt werden

Hierauf folgte eine Szene, b*e von derDaily fol

gendermaßen geschildert wird: Als es klar war, daß das Leben der 17 Männer mit Gewissensbedenken so gut wie verwirkt sei, sprang der Arbeiterparteiler Snowden auf unb fragte in verärgertem Tone: Werden die jungen Leute erschossen werden oder nicht Die Ättnister L o n g urtb Cave schwiegen. Es war ein Sttllschwei gen, das einer Bejahung gleichkam. Hierauf rief Snowden mit drohender Stimme: Laßt nur den ersten Schuß losgehen. C a v erhob sich nun ebenfalls und sagte, daß Soldaten au der Front er schossen locrden könmm, toem: sie sich der Desertion oder der Feig heit vor dem Feckwe schuldig nhachen. Bor dem Feinde bedeute im ersten Laufgraben. Diese Mäimer mit Gewissensskrupeln seien je­doch niemals vor den Feind gestellt worden. (Beifall.) Sie seien mit Arbeiten usw. beschäftigt worden. Die Regierung habe das Versprechen, das sie dem Hause gegeben liabe, auf den Buchstaben genau emgehalten. Sodann :ourde der Antrag Harvey mit 154 gegen 82 Stimmen abgelehnt.

Die Kohlenförderung in England.

Amsterdam, 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Wie das Reutersche Bureau meldet, fand hellte in London eine wichtige Besprechung zwischen den ausführenden Ausschüssen der Z e che n b e s i tz e r v e r e i n i g u n g und des B e rgarbe i ter v erda u des statt, um Maß­nahmen zur Vermehrung der Kohlenförderung zu ergreifet: Unter den Vorschlägen, die besprochen wurden, befandet: sich: Vermehrte Arbeitsstunden, Herabsetzung der Alters­grenze der beschäftigten Knaben, erweiterte 'Beschäftigung vor: Frauen über Tage und Maftrmhlmen zur Erzielung einer regelmäßigen Tätigkeit der Arbeiter.

Haag, 16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Die Post des ampsersRondo", von Amsterdam nach Batavia unter­wegs, mußte in Englarw ausgeschifft werden.

Die Sommerzeit in England.

London, 16. Mai. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Das Unterhaus hat die Sam merze it b il l in dritter Lesung einstimmig angenoimnen.

* *

16. Mai. (WTB. Nichtamtlich.)Demps" bringt Antworten der kriegführenden Staaten auf den Vor KUag des Roten Kreuzes, 'es möchte jeweils ein Wafsen- sttllstand verabredet werden, während dessei: die Sanitäts- nranrrschtaften die Toten «ufnehinen urrd identtsizieren könn­en. Deutschiland ^antwortete, daß es die Frage von der i^tzritmüve der Gtogener abhängig mache. Derngegenüber stehen die Antworten Rußlands, Frankreichs, Belgiens urtzd Italiens, die sämtlich aus militärischen Gründe::' glatt ab- Lehnen. Trotzdem bringtDemps" es serttg, zu behaupten, idaß offenbar, wernr Deutschlands Antwort günsttg gewesen wäre, die gewünschte Vereinbarung hätte besprochen und Mm gilben Ende geführt werden können.

Unser Abkommen mit Rumänien.

Stockholm, 16. Mai. (WTB. Nichtarntlich.)Svenska Dagbladet" bespricht in einen: Leitartikel das deutsche Han- 'delsabkommen mit Rumänien. Das Blatt nennt es einen bedeutungsvollen friedlichen Sieg und schreibt: Jedermann sieht ein, welch großen Sieg Deittschland hier errilngen hat, auch wenn Rumänien sich nie mit einer militärische:: Mtion den Mittelmächten cmschließt. Mil dieser großer: Zufuhr vor: Getreide und anderen notwendigen Waren aus dem reichen Rumänien wird Deutschlands Aushunge­rung noch mehr vereitelt. Zugleich bekomml'die deutsche Induftrie ein Absatzgebiet für ihre Erzeugnisse. Die englische Blockade gegen Deutschland ist, wie dieNo- woje Wremja" sagt, hiermit durchbrochen.

England und der Luftkrieg.

London, 16. Mai. (WTB. Nichtanttlich.) DieTimes" meldet: Die Regierung hat beschlosien, kern Ministe­rium für den Luftdienst zu errichten. Der Beschluß toird heilte im Unterhanse bekannt gemacht. Die Regierung will einen gemeinsam-en Rat für das marittme und mili- tärrsche Lufttvesen cinsetzen m:ter der Leitung mit einem Munster, der nanrens des Rates im Parlament austreten soll.

Das englische Dienstpflichtgesetz und die Leute mitGewiffenSskrttpeln".

Rotterdam, 16. Mai (WTB. NiäMmtüch.) DerRvt- terdamsche Courant" meldet aus London, daß bei den Berhlmd- lunge:: über das Dienstpflichtgesetz im Unterhause die Frage der Gew issens skr upe l aestem :«-nerlich zur Spraä-e kam. Der Unionist Banbury hat einer: Zusatzantrag. eii:g:bra.cht, daß Männer mit Gewissens skriweb: nur dann best eit werden sollen, wem: sie am 1. Jilli 1914 Mitglied von religiösen Sekten waren, die gegen de:: Militärdienst sind. Der Arbeiterpar­teiler Thomas schlng vor, daß man Männer mit Oiewisseirs- skrnpeln für irgend welä»e Arbeiter: im nationalen Dienste ver- wendm solle, anstatt sie einznstellen. Lord Hngh Cecil glaubt, daß Menschen mit wirklicher: Gewiffensskrnpeln nur eine sehr kleine Gruppe bildeten, und daß man von ihnen den Beweis ver­langen müsse, daß ihre Bedenke:: tatsächlich auf nrvralische und religiöse Gründe zurnckzNführen seien. Die Entscheidung darüber sei von den Gcriclstslwfe:: zu fällen. Hieraus wurde der Antrag Barrbury Kurückgezogen und Harvey (liberal) beantnrgte, daß Männer mit (!öervisiensskrupeln in der Armee, die sich ioeigern Befehle:: zu gehorchen, vor ein Kriegsgericht gestellt lverden sollen, und daß die Verbnchlung geger: sie, lvem: ihr Vergehen wirtlich eine Folge von Gewissens bedenke:: war, einem bürgerlichen Gerichtshof übertragen werden soll, der zu entscheide:! habe, ob die Angeklagte:: in: nationalen Dienste zu verweudcn oder zu (^efängnisstvasen zu verurteilen feie::. Er verlangte, daß der von ihm bearckragte Gesetzesattikel auf 17 Soldaten mit Gi'wiffens- skrupeln angewendet werden solle, die bereits nach Frankreich ge­schickt ivorden seien, denn es sei die Jfiebe davon gewesen, daß j:e erschossen werden solle::. Der Solicitor tvcneral (Äeorge Eave sagte, daß durch eine solche Bestimmung Männern mit Gervissenslkricpeln eine bevorzugte Stellung cingeramnt werden

Freigabe von Farbstoffen an Amerika.

Nach tierfd)iebenen Mitteilungen ans englischen und amerikanischen Blättern hat die deutsche Regierung sich nun­mehr bereit ^erklärt, 15 000 Tonnen Farbstoffe an )ie Bereinigte:: Staaten abzug-eben. Bedingung ist, baß die Farben in Amerika verbraucht und nicht nach England ausgeführt werden. Bisher waren nur ganz kleine Mengen von De::tschland für den Gebrauch der amtlichen Druckerei in Washington frei-gegeben worden. DasFimrncial Chro- nicle" schätzt den Wert der 15 000 Tonnen auf über 12 Mill. Dollar.

Die Schweiz und der Krieg

Bern, 16. Mai. (WTB.) Der B u n d e s r a t hat heute den dritten Bericht an die Bundes Versammlung über die von ihm aus Grund von Vollmachten getroffenen Maßnahmen poli­tischer und wirtschaftlicher Natur fettig ge stellt. Der Bericht erinnert vorerst an den Aufruf des.Bundesrats vom Ok­tober 1914, in dem die Bürger aDs ge fordert werden, in der Be­urteilung der Ereignisse und 'in der Äeußerung von Sympathien für die einzelnen Nationen Mrückhältend zn 'sein, sowie alles zn Unterlasten, was die rn den Krieg venvickelten Staaten und 'Böller verletzt. Was die Achtung! der Schweizer Neutralität durch die 'Kriegführenden betrifft, stellt der Bnndesrat fest, daß z-war

eme Reihe^ vyn 'GrenzMnschensällen stattgestmde:: haben, daß diese aber, a'gesellen von emz-elneu FIiegerangtt?sen, keineswegs' ernster

Natur waren.

Bezitglich der Post- und Telegrammz'-ensirr bemerkt der Bericht, daß Frm:kreich und spattr auch England dem völker­rechtlichen Grm:dsatz der Transitfreiheit tzum gvoßen Schaden der Neuttalen entgegenhandelten. Wie die franz-öfische Regierung aus diese:: Einspruch geantwortet habe, sei dies im Hinblick ans die Vermittlung von KvrrespvrchenM: der Mittelmächte durch die Schweiz geschehen. Der Bmü>esrat bemerkt, daß dieser betntfhrrcbelc Bermittlungsverkehr heute so gut wie verschwunden sei, und daß die Folgen der von den fremden Zensurbehörden gettvfse::en Sperr-- maßnahmen in keinem Verhältnis stehen zn dent dcrmit verfolgten Zwecke.

Der Bericht erörtert sodann die Tätigkeit der Schweiz in Bezug ans den An stau sch von schwer v er wnndeten Kriegs­gefangenen, die Heimschafsnng Zivil-Inbermerter imd die Unterbringung kranker Kriegsgefangener. Bis Ende März 1916 si::d in 50 Zügen 8166 ftanzösische und 2201 deutsche Schwer vett nun de te durch die Schweiz befürdett wvrden. Mit dem Anstausch österreichisch-nngattscher und italieirischer SäMerverwun- deter werde twranssichtlich in nächster Zeit begönne:: »verden. Der Bnndesrat stellte auf Gn:nd der zwischen der französischen und der deutschen Regiettrng erzielten Verständigung über die Nnterbringnng« in der Schweiz sich anch der belgisck)en, brittschen, österreichisch- ungarischen mW italienischen Regierung zur Verfügung.

Die vorlä 2 :ffg znm Llhschlnß gelangten Beförderungen von. Gefangenen und Ansgesiedelten umfaßten in den: Zeitramne vom 24. Oktober 1914 bis 31. März 1916 111499 Personen, wovon 97 753 Franziostn, 10581 Deutsche und 3105 Oesterreicher und Ungarn waren.

lieber die finanztielke^ge der Schweizerischen Eid­genossenschaft hebt der Bericht im Hrnblick ans die innere Anleihe hervor, daß stÄher niemand geglcrubt habe, daß die Schweiz kapital­kräftig genug sei, so große Summen (280 Millionen innere Mob:- lisationsanleihen :cnd 82 200 000 Franken Valutaanleihe in '-lme- rika) ans eigener Kraft mifzubringen. Diese Tatsache beweise, daß die Schhoeiz an dem wittschaftlicben Auffchwtung der letzten Jahr­zehnte einen girten Anteil gehabt habe, :md daß es möglich sein lverde, noch weitere Anleihe:: im Jnlande anfzarnehmen.

Ter Bericht wird im Lm^e des Döonats von der NeuttalitätÄ- kommisswn beider eidgenössischen Räte und dann rm Sitznngs- ab schnitt im Juni von der Vollsitzung der Räte behandelt werden.

Ein AnschlnKSvcrsnch gegen den König von Schweden.

Güstrow (Mecklenbirrg), 16. Mai. (Privattelegramm.) Wie dieGnsttoiver Zeitung" auV zuverlässiger Quelle erfährt, war gegen den König von Schweden in den letzten Tagen ein Attentat geplant. Der König wollte sich gelegentlich des ConcourÄ Hippigne in den Zirkus im 'Körriglichen Djurgarten in Stockholm begeben. Wenige Tage vorher waren sowohl an den König, wie an den Polizeinrörisber Warnungen ergangen, welche dahin lauteten, der König mäge die Pferdeschan niäst besuchen: es sei gegen sein Leben ein Attentat geplant, das bei Gelegenheit dieses Besuches zur AusftWmng komnren sollte. ES gelang, den Wnig von seinem Borhaben abzubringen, und die mit der Ange­legenheit betrauten Behörden entdeckten tatsächlich eine Ber- chrv-örnng, die nach den bisherigen 'Feststellungen mif eine von englischen und russischen Agenten v-orb^rei tete Da t Mute. Mehrere Berhaftunae» Nnrwen vongenommen. Die in das Komplott Verwickelten versuchen jetzt, den Attentats^ersuch den Anarchisten in die Schulz zu scküeben. Da die schwedische Presse über diesen Vorfall nichts- veröfseittlickien sollte, und nurAftm:bladet" des Komplotts mit wenigen Worten Erwähnung tat, so gelang es, infolge der Nnkenntnis der Oesfenllichkeit weitere Ei7t-ebungen an- ,u stellen.

Unsere Kameruner in Spanien.

Berlin, 16 . Mai. (WTB.) Die gesamte spanische $ reffe widmet den Kameruner Truppen Worte der Begrü- zuu-g. Die deutschfreundliche Presse gibt lange Schilde- runMl üher den herzlichen Empfmtg, den die Truppen

geftcttden haben und begttttttEnscht Spattven, deffen Neu--

tralität gestatte, diesen Helden Aufnahme intb Gastfrermd- sch-aft zu gewähren Besoitters eiudrucksvoll war der Emp­fang in Pamplona, wo die Bevölkerung zu Txuisende:: die Kameruner erwartete. Der Staatssekretär des Reichskolo­nialamts Dr. Solf, der die Kameruner schon telegraphisch zu der Ankunst auf spanischem Boden begrüßt hatte, har an den Go:wemeur Ebermaier folgenden E^laß ge­richtet :

Nachdem Euere Exzellenz nunmehr nach lveldenhafteni harren in Kamerun während 17 Monate::, auf neutralem paischem Boden an gelangt sind, ist es mir ein auftichttges Beoürf> nis, zunächst der lebhaften Hoffnung Lllisdruck zu gebe::, daß Ihr GesuntHeilszustand nach den großen körperlichen und seetischen An streng unge:: der letzte:: Monate erttäglich ist. I-ch hoffe, daß das aua. bei allen denen der Fall ist, die in treuer Pflichterfüllung m Kamerun durchgehalten haben und nun mit Euerer Exzellenz ,:n Spanier eingetrvffe:: find. Ich habe die volle Ueberzeugung, daß es lediglich die äußerste Not gewesen ist, die Sie bewoger: hat, von roeiterem Widerstand gegen die Uebermacht der Feinde Abstand zu nehmen. Ich möchte oesl>alb diese ^Gelegenheit bemitzte::, um Ihnen, sowie dem Kommandeur der Schutztrichpe meine volle Anerkennung ausznsprechen. Anerkennung gebührt aber auch Ihren Mitarbeitern, den Offizieren der Schutzrruppe und nicht zuletzt den braven Unteroffizieren und den zahlreick^en zur Schutz- ttuppe Einberufmen aller Kreise, Bearnten aller Klassen, die in treuester Pflichterfüllung auf den: Posten ausharrten. Der zähe, durch eine Reihe glcn:zender Erfolge aiwgezeichnete Widerstand wird in der deutschen Kolonialgeschichte stets ein ruhnrverches Kapitel bilden. Die deutsche Presse feiert das lange Ausharren der Kame­runer anläßlich des glücklichen U-ebertttttes Eurer Exzellenz aus spanisches Gebiet in Worten hohen Lobes und rückhaltloser Be- wutcherung.

ver Seekrieg.

Berlin, 16. Mai. (Priv.-Del.) DieB. Z. er. M." meldet aus Kristiania: Die aus Bergen eingettosfene ManTrschaft des norwegischen DampfersTerzeviken" berichtet, daß der Dampfer mck einer vollen Ladung Weizen von Galveston für Por­tugal am 17. April vor Lissabon auf drei Minen gestoßen und g e- s u n k e n sei. Tie frühere Meldimg, daß das Schiff oly'.e Warnung von einem deutschen Tauchboot versentt worden sei, ist also :mwahr.

Aus dem Reiche.

Deutsch-spanische Vereinigung.

Aus Frankfurt wird uns geschtteben:

Die zahlreichen und uneigennützigen Fremrdschaftsbeweise, die Deutschland während dieses Krieges aus Spanien erfahren hat und insbesondere die unvergleichliche Kundgebung von über 15 000 spa­nischen Persönlichkeiten aus allen Ständen imd Berufen für Deutschland haben in verschiedenen deutschen Städten den Wnnsch wach werden lassen, durch die Gründung deuftck>-span:scher Vereini­gungen eine Grundlage für späteres engeres Zusammenarbeitei: der beiden^Nationen aus geistigem nnd :virtsck>aftlichem Gebiete zu bil­den. Solche Bereinigungen sind bisher in Nttinchen und Stuttgatt ms Loben getreten. In F r a n k f u r t war die Grundlage für eine solche Verbindung der beiden ^Nationen schon seit Kriegsbeginn durch den dort bestellenden ,,Nachttchtendienft für die Länder fpani- )er und portugiesischer Zunge" vorhanden, dem auch bereits eine große Anzahl Persönttchkeiten der Wissenschaft, des Handels und der Industrie als Mitglieder <n:gehören. Mau gl-arUKe zunächst mck der Gründung einer besonderen Vereinig:ing bis zum Kriegsende Watten zu können, weil erst dann ein wirllicl^s .Hand in Hairdarbeite:: der beiden Völker möglich ist. Inzwischen ist aber der Wunsch, mit einer solchen Gründung schon setzt herm^zutrete,:, infolge verschiedener Umstände so nachdrücklichst:, und zwar ans weiten Kreisen heraus, gelt eich gema cht worden, daß man auch in Frankftrtt 6. M. die Gründung nicht u:ehr länger aufschieben kann. Die wesentlichsten Vorarbeiten hierzu sind bereits in einem engeren KveLfe besprochen worden imb uran wird in kürzester Zeit mit derDeutfch-Spani- "chen Vereinigung Frankfurt a. M.", die ihr Wirkun^gebiet mo- mentlich auf Mittel und SüdwestdentfchLcmd erstrecken wird, her­aus trtton. dluskünste werden von dem oben erwährrten Nach­richtendienst, Biebergafse 6, etteilt..

Berlin, 16. Mai. (WTB.) lieber die Reckchsbe.k1 ei- dun gs stelle und ihre voraus sichtliche Tätigkeft waren in den letzten Tagen Nachrichten im Umlauf, welche z«um T-eil auch den Weg in die Presse gefirnden haben. Diese Rackwichten beruhen zum großen Teil m:s falschen Voraussetzungen und :mrichttgen Informationen. Schon jetzt kann mitgetellt werden, daß :ncht beabsichtigt ist, den Handel bei der Versorgung der bürgerlichen Bevölkerung mit Web-, Wirk- und Strickgarnen ausMschalten. Die Erwäg:mgen über eine endgültige Regelung sind im einzelnen jedock) noch nicht abgeschlossea:. Es ist daher verfrüht, Verrmrttcngen über die künftige Aaisgestalttmg der Reichsbelleidnrvgsstelle auf- xustellen.

Köln, 16. Mai. (WTB. ) Die bulgarischen Bolks^ Vertreter, #u deren Ehren die Stadt heute reichen Flag-. genschnruck anftveist, besichttgten an: Vormittag zunächst i>en Dom, und unter Führung des greifen Domprobstes Dr. Berlage die Sehensw'ürdigkeiten des Gotteshänfes. Darm irhren sie, lebhaft von der Bevölkerung begrüßt, zunr Rathmrse. Nachdem sich die Gäste in das Goldene B:ich der Stadt Wln eingetragen hatten, verbreitete sich Geheimer Bmrrat Heckwann über die Geschichte des Kölner Rathauses. Darauf folgte eine Besichttgung der städttschen Gemüsedörr- und Küchenab falk-Berwertungsanlagen rm Klingelpütz, woran sich eine Rundfahrt durch die Stadt schloß.

Essen (Ruhr), 16. Mai. (WTB.) Wie wir erfahren, hat die Firma Friedrich Krupp A-G. in der Nähe vmr München umfangreiche Grundstückserwer­bungen vorgeTwmmen.

Aus Stadt und Land.

Silben, 17. Mai 141«.

** Am tliche Per so na lnachrichten. 'Xex Gro ß- Herzog hat am 29. April dem Bürgermeister Winkel zu Dreittchenhain das Silberne Krery. des Verdienstordens Philipps des Gvosmrütigen verliehen. Der .G rv ßherz.o g hat am 29. Apiül den Seminarlehrer an dem Lehrerseminar zu Fttedberg, Adolf Muth, aus sein Nachfuchen unter dlnerkennung feiner lang, ähttgen tmven Dienste mck Wirkung vom 1. Mai 1916 an in den Rulwstand versetzt ,mb ihm anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand die .Krone zum Ritterkreuz, 2. Klasse des Verdienst­ordens PWippS des Großmütigen verliehen. llebertragen wurde am 10. M>ai dxr Schulamtsaspirantin MaMde Naumann aus Tarmstadt eine Lehrerinstette an der höheren Bürger s chu l e zu Groß- Bieberau, Kreis D ieburg. Ueberttagen wurde am 13. Mai dem Lehrer Peter Heiser ans Haßloch wm 1. April 1916 ab eine Lehrerstelle an der Vvlksschnle zu Bndenheim, Kreis Mainz.

** A :: 8 z e i ch n u n g. Dem früheren Lehramts-s)lffefior am hiesigen Gymnasium Dr. N a s s u a tOberlehrer am Evang. Päda­gog: un: zu Godesberg a. Rh.), Leutnant im L.-Inf.-Regt. 349 wurde die Hess. Tapferkeitsmedaille verliehen.

** Der Kriegs^russchu ß für Berbraucherinter- s s e n, Vertretung von 21 wittschafllich tätigen Vereinen tagte am verfbossenen Samstag abend im Hotel Köhler. H.a. wurde be­schlossen, eine Eingabe <m das Generalkomnrm:d:> zu richten, wv- naef) genuinscht wird, flür den ganzen Korpsbetzirk einheitliche! Höchstpreise für Lebensmittel festzusetzen, damit endlich die Gieryz- streitigkecken aushöre::. Das Aichtäufen von Landbutter und Eier sollte nur den mit Aus:oeise:: der Einkaufsgenossenschaft zu Mainz versehenen Händten: gestattet fein. Diese sollten nach Weisung Ser Ernlaufsgenosfenschaft Landbutter nnd Eier ajt drc Konmnw«ckv«>