Ausgabe 
20.4.1916 Erstes Blatt
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HsereSdienst etttgegiorpcii. ln ir

Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt

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VL L,C . 1 ^Men MunitionsSolomre der 1. Abteilung ' lo-artulerre-Regrments Nr. 6,1, während Kanonier Reinhard Arterie desselben Rrgintettts mit der Ve >1 liehen ^apferkettvmedarlle ausgezeichnet wurde.

Frankfurt a. M.. 20. April. Im Grundstück Hanauer ^.anvstraße Nr. 209 schlachteten Diebe den

dor^ vorhandenen V i e h b e st a n d an Ziegen, Hühnern und und ließen nur die abgeschnittenen Köpfe zu- ruck. ^lUj die Ermittlung der Rohlinge setzte der Bestohlene, ein großer Tierfreund, eine hohe Bewhnung aus.

.. ^-.Frankfurt a. M.. 2». April. Durch Neuerwerbungen ist -re t-sasanensanunlung des Zoologischen Gartens aus 10 Arten ge- . wo'den, so daß- ihre Betrnchiung ein gutes Bild dieser fchmUten Htibnervögel bietet. Ältii der Steftvogelwiese wurden b L-chwanengänsch.en erbrütet, als erstes Zuchtresultat dieser ^t tm Wartet, ^lußer den jungeit Haidschuuckeu des Schaf- berges sind nun auch zwei zierliche glhnzendschwarze K a in e r u ti­sch at che >t geboren worden, die besonders der Kmderwell viel Freude bereiten. Von der vorzüglich besetzten Zierfischntlsstelliinn des Aquarnuns tnteressiert besonders die Brutpflege der Roten Chronnden (Hemtebromi8). Die in herrlichsten saitroteil Farben- tonen strahleitdeu Elterntiere führen und verteidigen stolz eine grobe Fuugfischcheit. Ein ähiilich schönes Bild bietcit die wer bic-her noct) nicht gesehetteii Aeara portnle^rensis mit ihren Ztntgeit. Besondere Beachtung verdient das heizbare Becken für gri -u' trovische Prachlsische im unteren Raunte des Aquariums. Seine Besetzung mit ausgewachseiien E i ch l i d e n tlud W e l s e tt ist zurzeit reichhaltiger als je zuvor.

e. Frankfurt a. M., 20. Avril. Geheimer Hoftat Dr. Zeth, dar, wie dreFrankfurter Zeitung" schreibt, die oberste ^^mrg der städtischen Theater mit Vorbehalt der Zustimmung des ^Aagrsttats und der Stadtveroedneten -Versammlung überneh- me-r > oll, wft>d sein Autt am 1. November 1917 an treten. Sein Vertrag läuft bis 31. Oktober 1927. Die eventuelle Kündigung hat spätes^ns am 31. Oktober 1926 zu erfolgen, ohne eine folcf^e ^on Jahr zu Jahr werter. Das Gehalt ist auf 30 000 Mark lährlich festgesetzt. Bei dauernder Dienstunfähigkeit usw. ist ein lebenslängliches Ruhegehalt vorgesehen, daneben Wit­wenversorgung. In bezug auf Engagements wird Tr. Zeitz bis zu einem bestimmten Betrag fteie Hand gelassen, bei grötzeren Gagen bedarf es des Anhörens und eventuell der Zustimmung Auffichtsrats der Neuert Theater-Aktiengesellschaft. Wenn möglich, soll Dr. Zeitz bereits am 1. Oktober 1916 seine jetzige Stellung «rrrsgeben und Hier seinen Wohnsitz nehmen, zu dem Zwecke, sich eingehender mit den Thecrterangelegenheiten zu be­fassen. Dafür erhält er entspreck-ende Entschädigung. Auel) vor dem letztgenannten Termin steht er, wenn möglich, für Auskunfts- erteilungen zur Verfügung^ .Hand in Hand mit der Anstellung! eines Genevailirrtendarrten steht der Absckstutz eines neuen Ver­trags mit der Neuen Theater-Aktiengesellschaft. Dieser Vertrag soll nach dem vorliegenden Entwurf bis 31. Juli 1927 lausen und an diesem Tage ohne jede Kündigung endigen., weim nicht bis zum 31. Juli 1925 eine Verlängerung zustande ge­kommen ist. Die Gesellschaft hat allj-ahrlich innerhalb sechs Wochen nach Ablauf des Geschüftchahrs das Vorhrurdensein bereiter Mittel in Höhe von 120 000 ALank nachMiweisen. Das Fehl-en dieses Nachweises, ferner der Verlust des halben Aktienkapitals berechtigen die Stadt zur vorzeitigen .Kündigung des Vertrages. Ter Auf­sichtsrat bestimntt die auf fünf Wochen festgesetzten Ferien. Die Ueberlassung des Orchesters an Vereine usw. bleibt besonderer Ver­einbarung Vorbehalten. Die Jahressubvention wird auf 502 500 Mk. festgesetzt, sie Reibt davon abhängig, datz die Hälfte der Mitglieder des Auffichtsrats aus von der Stadt Vvrgeschla- genen Personen besteht. Der Zufchutz ist nur bis zur Deckung des Fehlbetrags in Anspruch zu nehnnen.

---- Höchst a. M., 20. April. Tie Stadtverordnetenversamm­lung nahm heute unter dein Ausdruck lebhaften Dankes eine Schenkung der Farbwerke von 100 000 Mart für den Neubau des Krankenhauses an.

----Rumpenheim, 20. April. Ein Dieb schlachtete im Schweinestall eines hiesigen Landmftts ein Schwein ab und stahl eS unbemerkt, gleichzeitig entwendete der Dieb auch noch 20 Brote.

ra. 91 u § Nassau, 19. April. Die Taubstummen-- A n st a l t des Bezirksverbandes Wiesbaden zu Nassau war im ab­gelaufenen Schuljahr von 106 taubstummen Kindern (67 Knaben und 39 Mädchen) besucht.

Aus der Rhön, 19. April. Die letzten Tage brachten dem Gebirge noch erhebliche S ch n e e m a s s e n, die die höchsten Kuppen bis 15 em Höhe bedecken.

ArvehLsche Nachrichten.

Israelitische Ueiigionsgefelljchcrsr.

Gottesdienst.

SabbaNeier am 2 2. April 1916' Freitag abend 7.05 Uhr.

Samstag ntorgcns 8.00 llhr.

Samstag nachmittag 4.0» Uhr.

Sabbatausgaug 8.2<> Uhr.

Wochengoltesoienst inorgens 6.30, abends 8.20 Uhr.

Briefkasten Nedaktron.

iAnonvuie Tlnsragen bleiben nnverüttiichttgt.h

R. X. Die Angehörigen in Geiaitgeuichasl geratener Kriegs- teiluehmer erhalten im Falle der Bedürftigkeit die Löhnung des betreffenden Heeresanqehörigen Aitträge wegen Auszahlung der Löhnung sind an den Xruppenteil zu richten, welchem der bctr. Kriegsteilnehmer vor serner Gelangenttahnte augehört hat. Dem 'Anträge rst eme ortSpolizeiluhe Bescheinigung über die Bedürftigkeit beizu fügen.

Höhere Tochter Ch. 5t.

Ostern.

Im sturmdurchwehten Erden'kreis Steigt sanft empor das Osterlamm Und singt im bangen Harren leis:

Den so ersehnten Friedensklang.

Die Augen auf, das Herze weich.

So steht es da im Zorneskawpf Und entfernet sich soforte gleich,

Als es gehüllt in Pulverdampf.

.Ihr poetisches Osterlämmlein steige hiermit sanft in die Oeffentlichkeit. Die Leser werden es Ihnen danken, daß Sie nach kurzem Zorneskampf Ihr Lamm aus dem unsympathi­schen Pulverdampf wieder gerettet haben.

Märkte.

ko. Frankfurt a. M., 19. April. S ch w e i n e m a r k t. Zrmt verkauf standen 242 städtische Schrvetne. die zu dem festgesetzten Höchnpreisen schnellen 9lbsatz sanden. Frucht- und Flitter- mittel markt fand der Feiertage halber nicht statt.

Witterungsbericht.

(Oeffcntlicher Wetterdienst.)

Gießen, 18. April 1916.

Schon am Ende der vorigen Berichtswoche hatte ein im Nord­westen anftcruchendes Tiefdruckgebiet aus seinem Zuge nach Südosten den über Mittel- nnd Süddeutschland lagernden hohen Druck etwas nach Südwesten verdrängt. Am Anfang dieser Berichtswoche 12. April bis 18. April reicht dieses Tiefdruckgebiet mit einem Ausläufer über Mitteldeutschland und Oesterreich bis cm die Adria Wir lagen auf der Grenze zwischen dem südwestlichen Hochdruckge­biet und der sich über Mitteldeutschland hinziehendetr Tiefdrück- fnvche. Das heitere Wetter hielt daher trur kurze Zeit au, schon am Mittwoch- nachmittag nahm die Bewölkung zu und Regenfälle in Schauern gingen nieder. Auch noch am Donnerstag hatten wir oieses unbeständige Wetter, bei dem Regenfälle und zeitweises Aufklären mit einander abweckffelten. Allmählich breitete sich der südwestliche hohe Druck wieder nordwärts aus, doch, blieb das Weiter bei west­lichen Winden noch trüb nnd nur zeitweise aufklärend, im all­meinen aber trocken. Das nordwestliche Tiefdruckgebiet war in­zwischen nach Osten abgezogen; nur ein Teil tief lagerte am Sams­tag noch über Südfkandinavien, das aber auf seinem Zug nach Osten auch in unserem Bezirk an einigen Orten Regenfälle verursachte Ans der Rückseite des nach, Osten abgezogenen Tiefdruckgebiets breitete sich von südwesten her der hohe Druck noch weiter ostwärts ans. Auf der Ostseite dieses Hochdruckgebiets herrschten bei uns Nordwinde vor, die bei «dem k aren Himmel in der Nacht vom Sonn­tag zum Montag die Temperaturen stark sinken ließen, vielerorts sogar unter Null. Doch schon am Sonntag erschien im hohen Nord- weften ein neues Tiefdruckgebiet, das sich sehr schnell verstärkte nnd südostwärts vordrang, sodaß es uns mit seinen Ausläufern bereits am Montag beeinflußte. Schon am Montag gegen Mittag nahen die Bewölkung stark zu, im es gingen geringe Niederschläge nieder. Auch heute, Dienstag, hält das trübe, regnerische, unfreund­liche Wetter an.

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Amtlicher Wetterbericht.

Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 23. April 1916 - Aufklärend, zertweise leichte Niederschläge, tagsüber wärmer, nachts kalt. In höheren Lagen Nachtfrostgefahr.

Franzofncher Dank.

Berlin, 20. April. Einem Feldpostbrief aus einem Schützengraben der Westfront entnehmen verschiedene Mor­genblätter folgendes: Ein deutscher Leutnant, der einen schwerverwundeten französischen Soldaten im feind­lichen Drahtverhau liegen sah und ihn ans der mißlichen Lage befreite, erhielt von französischen ScharffchüHen einen Kopfschuß nnd wurde sofort getötet. Nachher bekam der Leutnant noch einen Hals- und Brustschuß. Die deutsche Infanterie hatte sich mit den: von serneir Landsleuten schmckhlich im Stiche gelassenen Franzoserr in Verbindung gesetzt. Da sich von den Franzosen keiner des Verwundeten erbarmte, vollzog der deutsche Leutnant das Werk der Barmherzigkeit, worauf solche Schurkerei an ihm begangen wurde.

Vom letzten italienischen Ministerrat.

Bern, 20. April. Die Mailänder Blätter enthalten eine offiziöse Note, wonach sich der Mini st er rat anr Dienstag weder mit der Erneirnung italienischer Vertreter bei der Pariser ^Wirtschafts-Konferenz, noch mit der Londoner Reise des Minister­präsidenten oder eines anderen Regierungsmitgliedes befaßt habe

Rumänische Ausfuhr nach Deutschland.

Graz, 20. Aprll. DieTagespost" meldet aus Bukareft: Die Regierung gestattet der rumänischen Exportkommission die Ausfuh-r von 110 Waggons Spiritus nach Oester- r e i ch. Die deutsche Regierung schickte einen Inspektor nach Rumänien, der die Ausfuhr von Wein aus Rnmäirien nach' Deutschland organisieren soll, um damit den Weinimport ans Frankreich zu ersetzen.

Zenäet

(Kohlmunds:£ Liefe)

Salem

Willkommenste Liebesgabe!

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Trusifnei!

AniverfitSts-Nachkichte«.

Hk. Marburg, 20. April. Dem Vernehmen nach ist der Breslatur Privatdozent Professor vr. weä. Georg Wetze! beauf­tragt ivorde.r, auch während des bevorstehenden Sommersemesters in Vertretung des Geh. Med.-Rats Gasser die Leitung des ana­tomischen Instituts und die Erteilung des anatomischen Unterrichts an der hiesigen Universität wahrzunehmen.

Hk. Frankfurt a. M., 20. Avril. Wie wir erfahren, hat der Zahnarzt Hans Seidel in Müustcr i. W. einen Ruf auf die durch den Rücktritt des Professors Schaeffer-Stuckert freigewordene Dozentur ffir konservierende Zahnheilkunde an der hiesigen Uni­versität erhalten.

vermischtes.

"EinOsterkuchen für dieWarschauerGarnison. August der Starke ließ einst der Garnison seiner polnischen Haupt- und Residenzstadt Warschau zum Osterieiertage einen Kuchen aus­tragen, ivie er gewiß so leicht nicht wieder gebacken werden wird. Dieser Osterkuchen ragte nämlich, wie August der Starke unter feinen Zeitgenossen, durch seine ungewöhnliche Größe hervor. Er mar vierzehn Ellen lang, sechs Ellen brett und üder eine halbe Elle dick. Man hatte 150 Scbeffel Weizenmehl, 80 Schock Eier, zwei Tonnen Milch, eine Tonne Hefe und ebenso viel Butter dazu gebraucht. Urn diesen Riesenkuchen zu backen, ntußte eigens ein Ofen gebaut werden« Der Köu'b mit seinem ganzen Ho'staat wohnte dem Schauspiel bei, als die 6;arnison mit diesein Kuchen gespeist ivurde. Als der Kuchen zerschnikteit werdeit sollte, er­schienen auf einen Wink des Königs ein 9lrchitekt und ein Zintmer mann. Letzterer rvar mit einem drei Ellen langen Messer versehen nnd nach der 9ln,veisung des Architekten schnitt er zunächst mitten in den Kuchen ein Loch, in das er sich hineinstellte, um so die un­geheure Dtasse ztr zerlegen. Mit so etwas amüsierte sich der viel­geliebte Vionarch.

*Die netteste Kriegseittschrättktrttg der Lon° doiter Post. Die geringe Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte und der aroße llllenschenvcrbrauch der Munitionsiverkstätteit in Englaitd nötigen die britische Postleittntg, die ihren Betrieb ohne­dies schon in maitniqfacher Weise verringern tnnßte. abermals zu einer Einschränkung, die sich m ziemlich einschneidender Weise gellend macheit tvrrd. Diesmal ist es hauptsächlich bie Hauptstadt London, die sich eine Verrinc;erung des täglicheit Postverkehrs, vor allem der Postansgabe, wird gesallen lasseit tnüsseit. Wie die Daily News^ berichtet, soll in Kürze das Londoner Postatlsliese- rungSwesen den slriegsverhältnissen eitlsprechend neu gestaltet werden. Tie inneren Stadtteile Londons, in denen es vor deiii Kriege zwölf Postanslieferiingen täglich gab, werdeit sich darein findeit inüssert, daß in Zukuitft die Post fünf- oder auch vierntal deu Tag atisgetragerx ivird. Das gleiche trifft die City, deren reger Postverkehr früher berühmt war. Die letzte Post soll tun 6 Uhr abeitds ausgetrageit werden, während die erste Frühbestellung be­stehen bleiben wird. Jit den übrigen, iticht so zentral gelegeite» Uitd nicht so sehr dcnt Geschästweseit gewidmeteit Teilelt Loitdons wiro die Post nur drei- oder ziveiutal am Tage abgeliefen werden.

Letzte Nachrichten.

Wilsonsletztes Wort" über die U-Bootfrage.

Rollerd^m, 19. Aprll. Reuter meldet heute crus Wishing- tou: Heute nachmittag um 1 Uhr wird Wllsvn vor einer vereinig­ten Versammlung des Senats und dem Repräsentanten hause eine Note verlesen, die Amerikas letztes Wort über die U-Bootftage an Deutschland dcrrstellt. Weder Inhalt itoch Tendenz der Note sind bekannt, aber man erwartet Mitteilungen von hohent In­teresse. Die Bvarnrten des Außendepartements und der Außen­deputationen berieten heute morgen um 10 Uhr im Weißen Hause mll dem Präsidenten.

Aus dem englischen Unterhaus.

Lvndvn, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Unterhaus. Asquith>s Er­klärung, daß der Zusammenbruch der Regierung ein nationales Unglück schwerster Art sein würde, wurde mit lauten Beifallsrufen der Liberalen und vieler Unionisten ausgenommen. Aber es waren einig-e Anzeichen v>on Atei- nungsverschiedenheiten auf unionistischer Seite bemerkbar. Carsvn, v>on dem man erwartete, daß er einen Antrag auf Einführung der allgemeinen Dienstpflicht einbringen würde, falls Asguith nicht die Annahme dieser Politik mit- teilte, sagte, er wäre der letzte, v-or^uschlagen, daß für die Bemühungen, durch Verständigung eine Rekrutierungs- Politik z-u sichern, nicht genügend Zeit gelassen tverden solle und er habe an dem von Asguith vor geschlagenen Auswege nichts ausKusetzen. Diese Erklärung fand die laute Zustim­mung des Hauses und idre Mitglieder gingen rasch auseinan­der.

Englische Furcht vor der deutschen Flotte.

Von der russj scheu Grenze, 20. Aprll.Russkoje Slovo" meldet aus London, daß die Anzeichen sich mehren, daß die deutsche Flotte einen H and streich gegen die englische Ostküste plane. In ernsten politischen Kreisen Londons will man Kenntnis haben, daß die Deutschen möglicheriveisc an der Ostküste beträchtliche Truppenmengen landen wollen. Die eng­lische Admiralität habe alle entsprechenden Maßualuneit getroffen um biefeu deutschen Plan zu vereiteln. Deutsche Postenschiffe und Patvouillenfahrzeuge entfalteten zurzeit eine sehr umfangreiche Tätigkeit. In den letzten Tagen wurden int Süden' der Nordsee zwei neue feindliche Minenfelder festgestellt.

Neuer Kronrat unter König Konstantiu.

Budapest, 20. April.A Vilag" berichtet aus Athen: Ende dieser Woche wird ein Kronrat unter dein Vopitz König Kionstantrns abgehalten. .An dem Kronrat iverden außer den Mitgliedern der Regierung die Hohe Generalität und Führer der politischen Parteien der Kammer tellnehmen. Venizelos erhielt keine Einladimg zu dem Kronrat, auch keiner seiner Llnhänger. Von dem Kronrat erwarten die polittschen Kreise eine endgültige Entscheidung.

wenn ein Artikel fich

39 Zähre bewährt hat, [2896s '

darf man getrost Zutrauen zu ihm haben. Fays ächte Lodener Mineral-Pastillen, seit *886 auf dem Markte, haben Millionen und aber Millionen Linderung bei allen Ertrankungen der Lust- und Atemwege gebracht. Linen besseren Seweis gibt es nicht. Nur müssen Sie beim Einkauf stets aus den eingetragenen Namen ,.§aq" achten.

Flmtlichev Teil.

B e t r. : Ermittelung der für die Versorgung der immobilen Trup^ Pen usw. erforderlichen Schlachttiere.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Um eine gerechte Verteilung der Schlachttiere für die Ber- orgung der Zivilbevölkerung innerhalb der einzelnen Koinmunal- bezirke vornehmen zu können, bedarf es einer Ermitteluitg der­jenigen Fleischmengen, die von den zuständigen Mllitärbehördeu zur Versorgung der innerhalb der einzclrren Kommunalbezftke vor­handenen immobilen Truppenteile, Gefangencn-Lager und Laza­rette (Militär- nnd Vereins-Lazarette), Betriebe mit Kriegsge­angenen bestimmt sind. Wir sehen daher einer baldigsten Fest- stelUtng der Anzähl 'Schlachttiere, die für die Flcischlieferungeir an die genannten Truppenteile und Anstalten innerliälb Ihrer Gemeinde in der Zeit vom 1. April bis 30. Juni Ifb. Js. er» forderlich sind, entgegen, und zwar des Bedarfs an:

Rindern, Kälbern, Schafen, Schtveinen.

Es ist dabei der Name des Lieferers, des belieferten Truppenteils oder dergl. und die Aöenge, übersichtlich geordnet, anzugeben Die Lieferanten haben die Verträge, ans denen das Nähere zu ersehen t. Ihnen vorzulegen. Da auch air militärische Formationen, An- alten usw. außerhalb des Kreises geliefert ivird, sind atlch diese aufzunehmen.

Wir fordern Sie zu allergrößter Beschleunigung der Verichterftattung auf.

Gießen, deti 19. April 1916.

Großherzoglichcs Kreisamt Gießen.

I. V.: L a n g e r m a n n.