Der Leeüieg.
(Sisjc amerikarrifchc 2l»frage an Oesterreich-Ungarn.
Washington, 18. Mull. (ZITA.) Meldung des Rwitm fls.en Birreaus. Du rnneriLmische Botschafter m Wien, Pe:i f t e I S>, ist de ans trugt worden, die österreich-ungarische 3tegic rint g z u fragen, db der kürzliche u.nterseebootsan-' griff <nff die russische Bark „Imperator" ohne vorherige Warnung erfolgt sei.
Die englische Zwangsherrfchaft zur See.
Stockholm, 19. April. (WTB.) Die Erklärung Eng larods, daß cs auf neutralen Scmfftn oft deutschen Kohlen be schlagnahmen rvlll, hat in der hiesigen Presse eine starke Auf regung hervorgerufen. „Nha Dagligt Allehanda" findet, daß diese 'Maßregel von imgewähnlicher Rücksichtslosigkeit zeuge. „Svenska Dagbladct" meint, sie richte sich scheinbar nur gegen Deutschland, E-'gen dessen Widerstandskraft sie nur wenig ansrichten könne. In Wirklichkeit sei sie eine neue Erweiterung der eng l ch ch e n 3 w angs T;*e rrschaft über die neutralen Nationen. „Stockholms Dagblad" schreibt: England must seine Unfähig keit, uns mit Kohle zu versehen, eingestehen. Wenn es uns dann glückte, anderweitig Kohle?: zu bekommen, erklärt England, es werde diese beschlagnahmen. Das ist wahrlich der Staat, der die kleinen Nationen beschuht.
Kopenhagen, 19. April. (WTB.) Zu dem englischen Verbot der Benutzung deutscher Bunker kohle bemerkt „Politiken" unter anderen:: Zweck der englischen Bestim mungen ist offenbar, die neutralen Schiffe Zu zwingen, englische Häfen mit Ware:: zu versorgen. England wünscht seine eigene Tonnage zu entlasten und soviel wie möglich die neutrale Ton- icage zur Versorgung Englands auszunutzen. Das jetzige Kohlenoerbot 'ermangelt aber jeder Berechtigung. Es findet sich kein :wlkervec!i.tticher Grund, fremdes Eigentum zu beschlagnahmen, nur weil es deutschen Ursprungs ist. Jeder Versuch, im Einklang mit der Ausdehru'Ng der Banntvarenbestimmnngen, solches Eigentum als Bannware zu erklären, must scheiten:; das eigene Brenne material des Sllr.ffes hat nichts mit Banwvare zu tun.
Kristiania, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) „Mor- genbladet" veröffentlicht gn leitender Stelle einen Aufsatz ümter der Ueberschrift „Tie ersten Blutgdlder". Das Blatt wendet sich dagegen, daß England die Prisengelder wieder einff'ihrt. Diese wurden den: „Spectator" zufolge zum ersten Male wieder von dem englischen Prisenhof den Offizieren und der Mannschaft des bewaffneten Handelsschiffes „Kap Trafalgar" für die Versenkung der „Carmama" ansbezahlt. Tie Gesamtsumme betrug 37 000 Kromn, wobei man den Wert eines getöteten deutscher: -Matrosen mit 100 Schilling berechnete. Auch in den neutralen Ländern, sagt das „Mvrgenbladet", müsse mar: das Recht haben, zu fragen, was der Grund zu der Rückkehr zur Barbarei aus den Ta gen des Kaperkriegcs sei, Ivodnrcb, die mächtige britische Motte in eine andere Stellung kommt, als die anderen Krieg- führenden, ob sie Feinde oder Freunde sind. Hat cs sich vielleicht >als nötig erwiesen, die britischen Seeleute auf diese Weise auf- Nummtcrn, ihre Pflicht gegen has Land und das Reich zu erfüllend Die neutralen Regierungen sollten sich veranlaßt fühlen, diese Sache von den gnmdiätzlicher: wie praktischen Gc'sichts Punkt an was ^ zu erwägen. Ein gemeinsames Ersuchen an die britische Regierung, sie nwge zu der Praxis tu den ersten Kriegswochen ^-nrückkchrcn, könnte nicht folgenlos bleiben.
Kopenhagen, 19. April. -'WTB. Nichtamtlich.) „Ber- lingske Tidende' meldet, dast die dänischen Reedereien auf Veranlassung der-eng'.isckrn: Regierung ein neues Rundschreiben erhelle?: fti dem von englisck-er <o.nte d-m freier: V c r f ü g u n g s r e ch t der neutralen Schiffahrt w e i t g,e h e n d e Be s ch r ä n - kun. g en anfcrleat werde::. Den Schiffen wird nicht mehr gestattet, Frachten ftir Ocft, Petroleun: oder ähnliches abzuschliesten. falls Merzu nicht iw voraus die Genehmigung der englischen Behörden eingeholt ist. Wem? diese Vorschrift nicht befolgt wird, sollen die betreffercken Schiffe io behandelt werden» als wenn sie einen Bruch des Uebereinkommens über die- Lieferung von B u n k e r k o h l c n begangen hätten. Ausgcschlasse?: sind Frachten nach Groß-
bfftannien und den Ländern der Alliierte?:. Ursprungszeugnisse müssen von dem englischen Konsul ausgestellt werden, llr- .sprui^szeugnisse, die von ^Erwerbsgesellschäften oder Körperschaften ausgestellt sind, iverden als nicht gültig betrachtet. Ferner ^verla?rgt England, dast die Vervflichtungen, die eine Reederei betreffend BunkrrkoWen übernommen hat, auch dann befolgt werden, .wenn ein Schiff zellweise verchartert oder verkauft wird, so
der frühere Eigentü.ner für diese Verpflichtung haftbar ist.
Sstwech- nrät deshalb den Reedereie?:, vor einem Verkauf dre englischen Behörden um Rat zu frage::. „Berlingske Tidende" («uverlchreibt diese Meldung, zu der sie kein Wort der Kritik äußert, Mrt den Worten „Starke Forderung an die dänische Schiffahrt".
estim-
gesellfchaft m. b. H. Berlin zu liefern. Die Näherei: mungen erläßt der Reichskanzler.
Berlin, 20. April. Der „Vorwärts" bringt eine Erklärung des Parteivorstandes gegen die Versuche, die Organisationen zur Sperrung der Parteibeitrüge aufzufordern. Das müsse zur Sprengung der Partei führen.
Aus Stadt
und Land.
Gießen, 20. April 1916.
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Zum Plane der Errichtung neuer Heilstätten. Am Dienstag fand unter Vorsitz des Geheimrat D: etz - Darmstadt in unserer Stadt eine Beratung statt, d:e d:e Erbauunb neuer Heilstätten in unserer Universitätsstadt betraf. Dieser Besprechung wohnten unter andern be:: der Präsident des Reichsversicherungsamts Exzellenz *? n n * ^ €r '^ n ' der Chef der Sanitätsverwaltung für Belgien, Geheimrat P an n e wi tz - Brüssel, Geheimer Obermedizinalrat Bal ser-Darn:stadt, Geyeimer Ober- Regierungsrat Pracht-Berlin, Regierungsrat v. Bech- t h o l d - Darmftadt) die Gießener Professoren I e s i o n e ck und v. Eicken, Oberbürgermeister Keller als Vertreter der Stadt Gießen, Landtagsabgeordneter Juftizrat Grüne- sowie Architekt Hans Meyer. Nach eingehender Besichtigung der Lupnsheilstätte mit all ihren Einrichtungen und einem kurzen Besuch der Universitäts-Haut- tlmtt fand eine Besprechung der Pläne zur Errichtung einer Lichtheilstätte (nach den: Verfahren des Professors Iesioneck), sowie einer Anstalt für Kehlkopstuberknlose- Kranke (nach Professor v. Eicken) statt. Bei dieser Besprechung wurden hochwichtige Probleine erörtert, die sich auf,.>e Bekänipfuna und die weitere Erforschung dieser gefährlichste:: Krankheiten bezogen. Dem Vernehmen nach
e:: d u n g e n an Krieasbe sch. ä
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London, 19. April. (WTB.) Lloyds Agentur meldet aus Lmabon: Der norwegische Dampfer „Tergwike" ist gestern in der Cascaes-Bay gesunken, nachdem an Bord drei (Aplosionen stattgefunden hatten. Die Besatzung wurde gerettet.
Aus dem RelKe.
Die Neuregelung des Verkehrs mit Seife.
t Berlin, 19. April. (WTB. Amtlich.) Das heute ausge- vebei^ Reichsgesetzblatt enthält eine sofortin Krafttreten de Verordnung des Bundesrats nebst Ausführungsbestimmungen über den Verreln mit Seite::, Seifenpulver und anderen fetthaltige:: WaschMitteln. Danach- darf Seife nur in beschränkte?: Mengen an eine Person abgegeben werden, und zwar nur gegen die Vor zeignng der für die vierte Woche des Monats gültigen Brotkarte Ausnahmen sind für die gewerbliche Verwendung von Seife vor- geiehen, Urner für Aerzte und Hebammen; .Krankenpflegern können zum eigenen Gebrauch größere Me?:gen verabfolgt werden. Hier- :mch ist der Verkauf von Seife vor Begi:m der vierten Brotkarten- wockie untersagt. Wer vorher Seift verkauft oder kauft, macht sich strafbar.
Berlin, 19. April. (WTB.) Nach den Ausftihrnngsbe stimmungen zu der gestern vom Bundesrat beschlossenen Ver ordnung über den Verkehr mit Seife ufw. darf die an ei?:e Person in einem Mv?rat abgegebene Vdenge 100 Gramm Feinseift svivie 500 Gramm andere Seife oder Seifen pul ver, oder andere fetthaltige Waschmittel nicht übersteiaen. Tie Abgabe darf nur gegen Vorlegung der für eine volle Monatswoche bestiininten Brotkarte erfolgen. Tie Abgabe ist vom Veräußerer auf dem Stamme der Brotkarte unter Bezeichnung der Art und Menge (0ftwr-cht) nnt Tinte zu vermerken. Tie zuständige Behörde :st befugt, Aerzten, Zahnärzten, Tierärzten, Zahntechnikern, Heb- annnen und Krankenvflcgern einen bis zum doppelten Betrag der oben angegebenen Mengm Seift znkommen zu lassen. Tie'Versorgung der Barbüne mit Rasierseift erfolgt durch Vermittelung des Bundes Deutscher Barbiere-, Friseure und Perücken inacher- Innungen. An technische Betriebe, insbesondere Waschanstalten, dürfen Seifen, Seifenpulver und fetthaltige Waschmittel nur mit Zustimmung des Kriegsausschlusses für pflanzliche und tierische Ocle und Fette in Berlin abgegeben werden.
Die Einfuhr von Eiern und von Milch.
Berlin, 19. April. (WTB.) Die Aussührungsbestim- mungen zu den Verordnungeil über die Einfuhr von Eiern und die Einfuhr von k o n d e n s i e r t e r M i l ch und M : t ch p u l v e r setzen fest, daß aus dem Ausland eiugeführte Eier und aus dem Ausland eingeführte Milch und Milchpulver nur durch die Zentral-Einkaufs-Gesellschaft in Berlin oder mit deren Genehmigung in den Verkehr gebracht iverden dürfen.
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Berlin, 19. April. (WTB. Nichtamtlich.) Laut ^ich§- ge 11 r olatt ist Zigarettenrohtab a. k, der aus dem Ausland eingeführl ttrixb, an die Zigarettentabab-Einkcmfs-
obstohl d:e größte Aussicht, oaß die geplante?: Anstalten, zu deren Erbauung unsere Stadt für 180000 Mk. Gelände tostenfre: zur Verfüguna gestellt hat, in unserer Stadl ver- w:rtl:cht werden, womit der Volkswirtschaft, der leide?:- oen Menschheit und der Wissenschaft im gleichen Maße ged:ent :ft.
Wie S ch m a lz .,g e st r e ck t" w i r d. Die Kölnische Städtische Nahrungsmittel-Untersuchungsanftalt ist, nachdem :e vor kurzer Zeit den Salatölersatzschwindel aufgedeckt hat, wieder einer bisher noch nicht beobachteten Fälschung auf die pur gekonrntey. Es handelt sich um Schrnalz, das durch Zusatz von Wafter und Stärke gestreckt ist. In einem Falle war, der „V. Ztg zufolge, das Gewicht des Sch?nalzersatzes das Doppelte und m einem zweiten auf.das Zweieinhalb- ache, :n einem dritten sogar auf das Fünffache erhöht worden. Die polizeilichen Errnittelungen haben ergeben, daß die
Anzahl Firmen unter der Bezeichnung Speckoja eingefuhrt wurde.
** B e s o u d e r c Z u w d i g t e und :: e h m e r. wuuduug
gebüßt fjxhm, eine Rente, deren Höhe sich nach bem Grad der ^rwerbsbLi-chranruttg, sowie nach dem Dienstgrad des Kriegsbe- w,.Wlgten nchtet. Um nun bei denjenigen Kriegsteilnehmern, die vor dem Eintritt m den Kriegsdienst ein verhältnismäßig D o che s Ar bc t ts e: n Fi> m m en bezog«: haben, einen Ausgleich zu fchiafsem, mnn ihnen e:ne besondere Zuwendung genährt werden, wenn der Schien durch die gesetzliche Versorgung-Militär- rente usw.l nicht mm ahrend ausgeglichen ist. Der Beschädigte muß aber nachwe:>en, r-aß er sich erfolglos bemüht hat, ein Aröeitsein- tommen zu erlangen oder -es zu verbessern. Anträge wegen Gewährung dieser Zuwendung sind- bei den: zuständige:: Bezirl'sftld- webe: zu ittli-en. Auch- an Hinterbliebene gefallener oder gestorbener Kviegsteckwekmer dürfen einmalig e Zuw-endn n gen gewährt wergen wfern die Letzteren vor dem Eintritt in den Kriegsdienst e:n Arbeitseinkommen von 1500 Mark und mehr bezogen haben Mitrage seitens der Hinterbliebene?: sind bei der Ortspoltzeibehörda (Burgern:ei)tever) zu stellen.
Px ..^ ** Hessen und die „O st pren ß cn hiilfc". Die Darm- stadter Zeitung schreibt: Gestern fand im Ministerium des Inneu: zu Darmstadt eine Vvrbesvrechung über eine das ganze Großherzogtun: umfajseiüe „O st p r e u ß e n h: l f e" statt. Ein Vertrete?: des Oberpräsidenten der Provinz Ostpreußen n:rd des Reick>s- ^rba:^ OstpreußeiMlse" legte dar, welche?: Zielen sich die Opserrattgiert Heisens am besten znwe?:de Dar?:ach kommt die Kr : e g s p a t e n s ch a f t für einige hart an der russischen Grenze gelegene besonders stark von den: Rüsseneingall mitgenommene Ortschaften des Krerses Olctzko in ^ragc. Mtttel. die über den Bedars di^er Orffchasten hmaus zusammenkommen, sollen dein er- wähnten Reichsverband für allge?neine ostpreußische Zwecke zuae- werdim Die Gvü^nLnng der Ifesssschrn Bereint-fung wrrd alsbald rmch 9Lbschluß der Vorar bette:: statt finden
Generalfeldmarschall von Hindenburg hat nachstehendes Telegramm an den Ober Präsidenten vo?: Batocki, Bledau, gerichtet' ^Euer Exzellenz sage :ch meinen verbindlichsten Dank für die gütige Mitteilung von dem Zusammenschluß aller ostpreuß:- schen Hilfsvereine zu dem Reicl>sverband Ostvreußenhilft. Ich tun yern bereit, den Ehrenvorsitz zu übernehmen. Möchte es der neuen einheitlichen Organisation unter der mächtigen Förderung und gnädigen Fürsorge Seiner Majestät gelingen, neben den nm- tangreichen Hilfsmaßnahmen des Staates auch im Wege sreitvilliae^ Furiorge aus alle?: Teilen Dcutschla:ws an der Wiederaufrichtmm der schwer geprüften Prov:?u milzuwirken."
^ Strafkammer wird über Ost-ern
bis zum 5. Ma: kerne Sitzungen abhalten.
** Altgummi. Nochmals wird darauf hingewieftn, daß alle Gn mm tab falle, die Nicht mehr int Gebrauch si?:d. oder sich sur den Gebrauch -eignen, als Gummiabfälle der Kaut schukmeldestelle in Berlin W., Potsdam-erstraße 10/11 ge meldet werden rMsen. Tlie Abfälle dürfen :rur den beaut ^^.Zten Aufkäufern, deren Namen im Käufbezirk bereits ver eff entricht sind, zum 5öauf unter Beachtung der durch die Be- kannttnachung vom 5. 1. 235/1. 16 K. R. A. festgesetzten H ö ch st- preise angeboten werden. Tie becn:ftragten Aufkäufer sind berechtigt , :n den ihnen zugeivresenen Bezirken nach Bedarf Sam - ^ 5 ,!'tollen einzurichten und Unterkäufer anzustelle:: Letztere müssen ihre Berechtigung zum Aufkauf von Altgummi und Regene- raten durch einen vom Kriegsministerium ausgestellten Ausweis Nachweisen.
Landkreis Gießen.
o. Heuchel beim, 19. 'tlpril. Ihre Silberne Hoch- z e l t feierten heute fllurschntz Heinrich R e n s ch l i n q I. und seine Frau Margarethe, geb. Lindeifftrnth.
8. Hansen (.Kreis Gießen), 20. April. Dem Weh?nnann Geft. Lndw. H>appel von hier im Landwehr-^ffif.-Rgt 116 7. Komp-, wurde dre Hessische Tapferkeitsmedaille vertrel-en und vom Großherzog Persönlich überreicht. Happel befindet sich seit Anfang des Krieges im Felde. — Als Osterhase n s p e n d e für kranke und verwundete Soldaten wurde?: von hiesigen Schillern 244 Eier und 2.50 Mark in bar bei Großb Kreisamt Gießen abgeliefert.
^.Geilshausen, 20. April. Unteroffizier Karl M a r a o lf 2. Batterie des Feld-Artillerie-Negiments 61, erhielt das Eiserne Kreuz. '
e. Ho lz h eim, 20. Avril. Lehramtsreferendar Tr. Herinann Buß, der als Viqeseldwebel die Aniangskämpfe in Belgien mitmachte und dabei schwer verwundet wurde, ist jetzt zmn Leutnant der Reserve befördert worden.
a. Göbelnrod, 20. April. Bei den Kämpfen um Verdun wurde auch ein Sohn unserer Gemeinde, Wilhelm Erb, schwer verwundet. - An der O st e r h a s e n s p e n d e zugiinsten der Ver°
Schüler
wurde an das
. lvundetcn beteiligte ncb auch die hiesige Schule. Tie brnchlen 14" Euer und 3,bä Mk. zilsaminen. Beides Kreisamt abgeliefert.
s. Münster, 20. April. Der Kriegsfreiwillige Otto Heß, Lohn des hiesigen Polizeidieners, wurde bei den Käinpsen um Verdun mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Kreis Alsfeld.
^ Up. Ruppertenrod, 20. April. Dem Unteroffizier H. Schmidt von hier bei der 48. Reserve-Division wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Schmidt liegt zum zweitenmal verwundet im Feldlazarett.
up. Von dem oberen O h m t a l, 20. April. Viele Ge- r?:einden unserer Gegend hegten anfangs eine Abncigtkng gegen die Einstellung von Gefangenen zrir landwirtschasttichen Hilse- leistung. Nachdem aber die Erfahrungen mit den Eingestellten zur Zufriedenheit ausgefallen, sieht man jetzt öfters Trupps von Gefangenen nach den Dorffchasten gehen.
up. Aus dem V o g e l s b e r g , 20. Aprll. Außergewöhnlich früh beginnt in diesem Frühjahre der Raps zu blühen. Nur könne:: ih?: die Bienen noch nicht befliegen, da das tägliche Regen- wetter sie in die Stöcke baruit. Auch die Kirschblüte hat sich sc» frühe -erschlossen, daß manche Bäume schon ausgeblüht haben. Das nasse Wetter hat ihne?: bis jetzt nicht zu schaden verinocht, die Fruckstknote:: sind voll entwickelt. Hoffentlich bringt Ostern einen Umschwung des Wetters.
Kreis Friedberg.
LI. Fried b erg., 20. April. Um Mißverständnisse zu ver- meiden, teilt das Großherzogl. Kreisan:t mit, daß ein Ausfuhrverbot ü'ir Milch nicht besteht und auch nicht beab>'ichligt ist. D:e Versorgung der benachbarten preußischen Städte, ist also in keiner Weise gefährdet. Der Milchhandel ist lediglich, ebenso wie der Eier- und Käsehandel konzessioniert morden.
Bl. Friedb-erb, 20. April. Nach dem Jahresbericht der Großh. A u g u st: n e r s ch u l e wurden eine ganze Anzahl Lehrkräfte der Anstalt entzogen, so daß sich ein geordneter Betrieb nur durch Uebernahme von weiteren Unterrichtsstunden seitens der der Anstalt verbleibenden Lehrer aufrecht erhalten ließ. Mehr als die Hälfte der Mitglieder des Lehrkörpers der Anstalt stand im ab gelaufenen Schuljahre unter de?: Waffen, ^wei UnteiTprirnarrer der Anstalt, die -als .Kriegsfreiwillige :m Heere startden, sind gefallen: es sin d dies Hugo Stracke und Fritz Lang. Die Gold sammln:: g der (Schiller erreichte bis 1. April die Summe von 64 500 Mark. Die Schülerzahl der Anstalt betrug zu Beginn deö Schuljahres 416 Schüler und 3 Schülerinnen: im Laufe des Schuljahres traten ein 5 Schüler, ans getreten sind 24 Schüler. Von diesen letzteren traten 11 als Kriegsfreiwillige zum Heere ein. Von den 419 Schülern mtb Schülerinnen, bic zu Beginn des Schuljahres die Schule besuchten, waren. 352 evangelisch, 39 römisch-katholisch und 31 israelitisch: 222 stammten von hier, 133 ans andere?: hessischen Orten und 12 aus nichthesslschen Orten.
c Bad-Nauheim, 20. April. Tie im verflossenen Winter erstmals eingeführte W i n t e r c u r z e i t hat sich anßerordenllich günstig und zufriedenstelleiid gestaltet. Sie ist nun zu Ende. Am .16. April hat die S o m me r ku r z e i t begonnen und der Kurbetrieb, der sich den Winter hindurch in etwas kleimrem Rahm-ut bewegte, ist wieder in vollen: Uinfange ausgenonncken rvorden. Jetzt im Frühling, in der Zeit, in der bekanntlich alle Heilknrcw an: wirksamsten sind, ist ein Aufenthalt in Bad-Nauheim, desseii rcizende Umgebung in üppigem Frühlingsschmuck steht, besonders
(agen traf Prinz Friedrich Leo
angenehm. Vor einige::
bald von Preußen zum Kurg-ebrauch hier ein, außerdem weilen Gräftn En:?na zu Sol:n s - Laub ach. Fürst Joses C h r i- st i a n zu Stolberg-Roßla, die Gräfn: zu S t o l b e r g - R o ß l a und Graf ,Ki^nv zu Stolberg-Roßla schon seit längerer Zeit hier.
61. Okarben, 20. April Albert Fauerbach, Sohn des Landwirts Fauerbach von hier, Oiffzier-Stelloertreter bei einem Landstiirm-Bataillon im Osten, wurde zun? Leutnant befördert.
Starkenburg und Rheinhessen.
e. Darm st a dt, 20. April. In der Hofreite der Post- balterei Walther i|t an: Dienstag in einer Wagenhalle Feuer zum Ailsbrnch aekomrnen. Ein in der Halle eingestelltes AiNo, ein Landailerwagen und verschiedenes Zubehör wurden durch das Feuer vernichtet. Die Pferde wurden durch das Personal in Sicherheit gebracht. Ter Jnventarschaden ist höher, wie der Gebäudeschaden. Die Entstehlingsursache des Feuers ist noch nicht festgestellt.
Fc. M a i n z, 20. April. Der Verkehr in: erste?: Vierteljahr 1916. Im Bergverkehr betrug die Zahl der beförbentben Fahrzeuge (leer) 584, (beladen) 144, die beföoderten Güter 19 208 Tonnen und die Einnahmen an Schleppebühre:: 52 844 Mark; im Dalverkehr die Zahl der beförderten Güter 2 822 Tonnen und die Einnalnnen an Schleppgebühreii 452 Mark. Die Gesamteinnahmen an Schleppgebühren belieftn sich auf 53 296 Mark, das ist gegen den entsprecküenden Zeitraum des Vorjahres um 13 963 Marl inehr. — Der Schiffverkehr der Marnschiffahrt war im allgemeinen sehr lebhaft. Zu Berg ging viel leerer Schiffsraum zur Uebernahme des per Bahn kommenden rumänische?: Weizeiis, die beladenen Schiffe chatte:: l>auptsächlich Kohlen, Stammholz, Radsätze uiid Stückgüter, die talwärts fahrenden Schifft waren beladen mit Brettern, Papierholz, Telegraphenstange?:, Trehspänen und anderem mehr.
Kreis Wetzlar.
e Wetzlar, 20. Aprll. Tie Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. wird im Interesse der Zeitkarteninhaber vom 1. Mai ds. Is. cm eine Triebwagenfahrt zwischen Wetzlar u?td Ehr in gs Hausen ernlegen. Der Triebwagen wird 12,20 Uhr mittags von Wetzlar ab fahren und 12,40 in Ehringshausen ein- treffen. Tie Rückfahrt wird 1,25 Uhr nachmtttags Ehringshausen: verlassen uitb 1,42 Uhr nachmittags in Wetzlar a?:ko?nmen. Diese Fahrten werden a?:f allen Unterwegsstatio?:eli Aufenthalte haben.
rr: AnS bem Greife Wetzlar, 19. April Der von verschiedenen Gemeinden gestellte dlntrag ans vermehrte Loh- s ch ä l n n g ist von der Forstbehörde genehmigt worden. Die hohen Lobpreise sind im Interesse der Gemeindekassen ,vohl zu begrüßen, danebei: wird aber auch der ärmeren Bevölkerung Ge^ legenheit geboten, sich ausreichend mit billigem Brennholz a* versorgen.
Hessen-Nassau.
ra. Biedenkopf, 20. April. Pi'arrer Scheidler ist air seinen Wunsch znm 1. Jtini nach Patersberg am Rhein versetzt. - Kreisschulinspektor Prem er (früher 2. Pfarrer in Gladenbach) ist zum 1. Juli zum Stadtschnlinspektor tu Essen ernannt worden.
g. Eschwege a. d. Werra, 19. April. In dem benachbarten Ringgan,valde bei Nentershausen wurde gestern ein Geschäftsreisender aus Witzenhausen, als er Holzarbeiterii beim Arbeiten z:i- sah, voii einem umstürzenden Bautn erschlagen.
[] Fra n kenberg, 20. April. Nachdem bereits vor einiger Zeit die Teilstrecke Brilon-WiUingen der im Bau. begriffenen Bahn von Brilon nach Corbach eröffnet werden konnte, wird am 1. Mai eine weitere Teilstrecke, nämlich die pon der knrhessische?: Enklave! Eimelrod nach Corbach, in Betrieb gesetzt. Es fehlt jetzt nur noch eine kurtz-e Strecke von WUlingen bis Eimelrod, um eine etwa 50 km kürzere Verbindung der Bahn .Hagen-Brilon nrit der Main- Weser-Bahn durch Anschluß an die Bahn, die von Corbach über Wiwnngen nach Wabern fährt, zu schassen. Diese ne?w direkte Verbindung ?nit dem lvestfälischen Ersenbahnneh ist jedenfalls zu begrüßen.
0-0 B i l b e l, 20. Aprll. Hier ereig?wLe sich> der seltene Fall, daß der Gemeinderat den Ausschluß eines Mitgliedes ans feine?: Reihe?: beim .KreisanSschiiß zu benntracjt’it beschloß. Es handelt sich um das linksliberale Gememderatsnntglied Ludwig Eber!, ehemaliger Gärtnereib-ffitzer, das trotz Bestrafungen uiid sonstigen Aufforderungen sell .Mo?:ate?: den Sitzunaen des Gemeinderats fern Bleibt. Fünf Mitglieder des Gememdevvrshmdes sind zaanl


