Ausgabe 
17.4.1916 Erstes Blatt
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General und seine Heldensöffne stets aeaen- wartig bleiben werden als leuchtende Vorbilder der Pflicht- treue bis zmn Tode. Was Ihnen genommen worden ist, gehört der Geschichte an und lebt weiter im Herzen der Angechorrgen Meiner Marine und des ganzen deutschen «olkes, das sei auch bei der heutigen Feier Ihr stolzer Trost.

~ r . Wilhelm I. R.

. r ^* 15. April. (WTB.) Eine Bekanntmachung des Magistrats ordnet an, daß ab 17. April Zucker uu Kleinverkauf mir bei Vorlegung der Groß-Berliner Brotkarte der laufenden Woche abgegeben werden darf, auf )e nur ein halbes Pfund; das Mittelstück der Brotkarte rst vom Verkäufer zu entwerten.

..Berlin, 15. April. (WTB. Nichtamtlich.) Der öster­reichisch-ungarische Minister des Aeustern, Baron Bu- rt 2 tt «^ öt heute abeud 7 Uhr 15 Min. die Rückreise nach Wien angetreten.

Posen, 16 Avril. (WTB.'! Fijx das zu errichtende H r n d e n b u r g - M u s e u m sind außier den von der Provinz und der Stadt Posen bewilligten 100 000 Mk. bis fetzt schon 150000 Mk. durch Speriden eingegangen, so daß be­reits eine Viertelmillion Mark zur Verfügung steht.

Aus Stadt und Lund.

Gießen, 17. Avril 1916.

Für Angehörige von Gefallenen und Vermißten.

Mr die Angehörigen der Kriegsteilnehmer, die als vermißt geführt werdchi und die reichsgesetzlich gegen Alter und Invalidität wie zugunsten der Hint erb liebeneu versichert waren, ist es von größter Wichtigkeit, daß sie ihre Ansprüche auf Grund der Reichsversicheruugsordnung (Witwengeld, Witwen- und Waisenrente usw.) rechtzeitig anmelden.

Nach §§ 1253, 1300 ReichsversichernngsordnUng verjährt nämlich der Anspruch aus Witwengeld, wenn er nicht inner­halb eines Jahres nach dem Tode des Versicherten ange­meldet wird, Witwen- und Waisenrente aber werden für die Zeit, welche länger als ein Jahr vor der Anmeldung zurückliegt, nicht gezahlt.

Ist zum Beispiel ein .Kriegsteilnehmer am 1. Sep- ternber 1014 vermißt worben und wird später festgestellt, daß er an diesem Lage tatsächlich gefallen ist, so ist, wenn die Anmeldung der Hinterbliebenenbezüge erst am 1. März 1916 erfolgt ist, der Anspruch auf Witwengeld ganz, der Anspruch auf Witwen- und Waisenrente aber für die Zeit vor dem 1. März verjährt.

Ob die Tatsache, daß die Angehörigen erst später von dem Tode des Versicherten Kenntnis erhielten, genügt, um die Verjährung nicht eintreten zu lassen, ist nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht zweifellos.

Da nun mit der Möglichkeit des Todes bei jedem Ver­mißten zu rechnen ist, so empfiehlt es sich daher dringend, spätestens vor Ablauf eines Jahres seit dem Zeitpunkte, an welchem der Vermißte sicheren Nachrichten zufolge noch gelebt hat, die Ansprüche auf die Hinterbliebenenbezüge anzmnelden. Mit der Anmeldung sind die Ansprüche der Hinterbliebenen gewahrt.

Die Anmeldung erfolgt bei dem Versicherungsamt des letzten Wohn- bezw. Bvschäftigungsortes des Vermißten.

Sofern ein Bersicherungsamt nicht am Platze ist, kann die Anmeldung auch bei der Gemeindebehörde des letzten Wohn- bezw. Beschäftigungsortes erfolgen.

Zur Auszahlung der Hinterbliebenenbezüge ist im übrigen nicht der Nachweis des Todes erforderlrch.

Nach A 1265 RVQ sollen die Bezüge schon dann aus- gezahlt werden, wenn der Versicherte verschollen ist. Er gilt als verschollen, wenn während eines Jahres keim glaubhaften Nachrichten von ihm eingegangen sind und die Umstände seinen Tod wahrscheinlich machen. Zum Beweis hierfür legen die Angehörigen dem Bersicherungsamt am einfachsten eine sogenannte Verschollenheltsbescheiniguna vor, die bezüglich der an der Westfront Vermißten nach Jahresfrist, wenn alle Nachforschungen ergebnislos gewesen sind, ausgestellt werden kann.

Die Anträge auf Ausstellung dieser Bescheinigung sind für den Bezirk Gießen (für die Kreise Gießen, Alsfeld, Lauterbach und Schotten) von den Angehörigen des Ver­mißten an den Bezirksausschuß für vermißte und kriegs- gefangene Deutsche, Gießen, Alte Klinik, Liebigstraße, zu richten, der dann das Weitere veranlassen wird.

Auch wenn eine solche Bescheinigung noch, nicht vor­gelegt werben kann, ist aber jedenfalls die Anmeldung innerhalb Jahresfrist bei dem Versicherungsamt oder der Gemeindebehörde zur Vermeidung von Verlusten dringend notwendig.

*

L. U. Von der Land es Universität. An die Stelle des nach Leipzig berufenen ordentlichen Professors der Physiologie Dr. Garten ist der ordentliche Professor an der Universität in Innsbruck Dr. Trendelenburg ge­treten. Der ordentliche Professor in der juristischen Fa­kultät Dr. i s ch e r hat einen Ru.f an die Universität in Halle als Nachfolger Stammlers erhalten.

** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß­herzog hat am 15. April 1916 dem Vorsitzenden der Abteilung sttr Landwirtschaft, Handel und Gewerbe des Ministeriums des Innern, Großherzoglichen Ministerialrat Schliephake, in An­erkennung feiner ganz hervorragenden Leistungen während der Kriegszeit, namentlrch aus dem Gebiete der Volksernährung und der Förderung von Handel .und Gewerbe, die Goldene Verdienst- Medaille für Landwirtschaft und Gewerbe verliehen. Der

Großherzog hat am 15. Llpril den Rektor der höheren Bür­gerschule zu Bingen Oberlehrer Professor Friedrich Wenzel zum Oberlehrer an der Oberrealfchiule zu Gießen und den Ober­lehrer an.der Oberrealschnle am Stadthaus zu Offenbach Hans Will zum Oberlehrer an dem Wolfgang-Ernst-Gymnasium zu Büdingen, beide nrit Wirkung vom 1. Mai ds. Js., ernannt. Der Großherzog hat am 15. April den Heinrich K a b e y in Alzey zum Werknreister an der Landes-Heil- und Pflegeansta.lt bei Alzey ernannt. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung der Großherzogin Ludwig Volkmann VII. zu Heuchelhoim.

** Anszei ch n u n g. Dem Leutnant Karl E i d m a n » von Gießen, der bereits früher mit dem Eisernen Kre z a lsliezeicbuel wurde, wurde die Hess. T a p i e r k e i t S m e b a i (l c verliehen. Dem Wachtmeister Ist R o s e n b a u m von Gießen im 3. Bat. oft. Jnf.-Regt. 116, wurde das Eiserne K r e u z 2. Klasse ver­liehen. - Dem 17jähr. Kriegs fr ei m. Karl Glenz ans Bad- Nauheim von: Regiment Kaiser Wilhelm wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. - Lehrer Kling, der als Unter­offizier bei eiiiem Landsiurm-Regimeut im Osten steht, wlirde ziim Dizefeldwehel befördert.

** Gießener Hansfranen-Verein. Der Vor­stand des Gießener Hausfranen-Veveins hat Frl. Oh aus, Frankfurt a.. M. für einen Vortrag überzeitgemäßes Kochen" gewonnen. Der Vortrag, sowie praktische Vor­führungen mit anschließender Kostprobe soll Dienstag abend 8 Uhr stattfinden. Bauunternehmer Rinn hat wieder in dankenswerter Weise die Räume des Metropol zur Ver­fügung gestellt. Da voraussichtlich die Räumlichkeiten nicht ausreichen, um alle Teilnehmer ccuf einmal zu fassen, so ist ein zweiter Vortrag für Mittwoch, den 19. April, nachmit­tags 5 Uhr, vorgesehen. Karten, die zu der Teilnahme be­rechtigen, werden Montag von 68 Uhr nachmittags und Dienstag von 35 Uhr nachmittags in der Geschäfts­stelle des Vereins, Mäusburg 5, nur an Mitglieder abge­geben. Es empfiehlt sich, für die Kostproben Dellerchen und Löffel mitz'übringen.

Landkreis Gießen.

e. G r ü n b e r g , 17. April. Die hiesige Realschule wurde im vergangenen Schuljahre von 128 Schülern besucht, unter denen 25 Mädchen waren. Gegen Schliiß des Jahres unterzogen sich 17 Schüler mit Erfolg der Einjährigenprüfung. Voli ben sechs Lehrern, die zu Beginn des Krieges zu den Fahnen eilten, blieben zwei aus dein Felde der Ehre. Dein bisherigen Rektor, Professor Angelberger, wurde der Titel eines Direktors verliehen, Auch in diesein Jahre stand das Schnlleben in hohem Maße unter dem Einfluß des Krieges. Grob war die Begeisterung und Teilnahme der Schüler an allen vaterländischen Bestrebungen und Fürsorge- tätlgkeiten. An der zweiteri und vierten Kriegsanleihe beteiliglen sie sich jedesmal mit 4000 Mark. Die Goldsammlung brachte die für die Schiile recht bedeutende Sunime von 16 000 Mark. Sieges­feiern und andere festliche Gelegenheiten wurde,i in hergebrachter, doch zeitgemäßer Weise begangen.

6 Allendorf (Lähm), 17. April. Unweit der Sorge r Mühlen wurde gestern morgen in dem flur etwa 40 Zentimeter tiefen Mühl­bache, der hier dicht an der Kreisstraße entlang fließt, die L ei ch e eines älteren Mannes aus dem benachbarten Dutenhofen gefunden. Es handelt sich anscheinend um 1 einen Unfall, da eine ziemlich große Summe Geldes, die der Mjann vorher hier einkassiert hatte, noch bei ihm-gefunden wurde.

e. Holzheiin, 16. April. Der Gefreite der Landwehr Georg Jung in dem Landwehr-Jnfanterie-Reqiment Nr. 116, seit Mobil­machung ununterbrochen im Felde, wurde im September 1915 mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet und am 1. April 1916 zum Unteroffizier befördert.

tt. Treis a. b. Lda., 17 April. Dem Unteroffizier Heinrich Erb von hier, der bereits im Besitze der Hess. Tapferkeftsmedaille ist, wurde vor Verdun auch das Eiserne Kreuz verliehen. Das Ehren Zeichen wurde ihm vom Kaiser im Beisein des Großherzogs eigenhändig an geheftet. Bis jetzt haben 11 Krieger unserer Ge­meinde das Eiserne Kreuz.

Kreis Alsfeld.

6. G leimen heim, 16. April. Bei einem hiesigen Land­wirt wurde vor einigen Tagen ein frecher D i e b st a h l verübt. Den Dieben gelang es, in der Nacht durch das Fenster in die Wurstkammer zu kommen. Sie ließen eine große Anzahl Würste, Speck, sowie Butter Und Eier mitgehen. Trotz sofortiger Nach­forschung durch die Gendarmerie fehlt von den Tätern jede Spur.

Kreis Lmtterbach.

ri. Sickendorf, 1b. April. Gestern fand hier die Bei­setzung des infolge eines Schlaqanfalls aus einer Reise in Frank­furt plötzlich verschiedenen Freiherrn Albrecht Ried­esel zu E i s e n b a ch auf Schloß Sickendorf statt. Die Traueneier im Schloß wurde von Pfarrer Schorlemmer von Frischborn abgehalten, die Einsegnung am Grabe vollzog Ober­pfarrer und Dekan Müller von Lanterbach. Der Verstorbene, der im 59. Lebensjahre stand, war Oberleutnant der Kavallerie a. D. und Rechtsritter des Johanniterordens. Bei Kriegsausbrilch hatte er ein Lazarett in der Reithalle seines Schlosses errichtet, in dem er mit warmer Liebe an den Verwundeten tätig war. Um ihn trauert seine Gattin mit drei Söhnen, die alle noch un­mündig sind.

Kreis Friedberg.

LI. Friedberg, 16. April. Das Kreisamt teilt mit, daß wegen der vorgeschrittenen Jahreszeit und der wärmeren Witterung von nächster Woche ab Genehmigungen zu Hausschlachtungen nicht mehr erteilt werden.

Q. Bad-Nauheim, 17. April. Der vor einigen Tagen aus dem hiesigen Amtsgerichts gefängnis entsprun­gene Kupferschmied Berg wurde am Samstag in seiner Behausung die als vollständige Räuberhöhle eingerichtet war aufgegriffen und verhaftet. Der Sicherheit halber wurde Berg gestern in das Untersuchungsgefängnis in Gießen überführt. Reservist Iah. Fleischhauer wurde mit. der hessischen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Unter starkör Beteiligung der Kurgäste und Einheimischen fand gestern die Eröffnung der Sommerkur zeit statt.

LI- Griedel, 16. April. Dem Gefreiten August Dörr von

hier, Landwehrmann im Laudwehr-Jufauterte-Negiment Nr. 116, wurde die Hessische Tapferkeitsinedaille verliehcu.

LI. D o r h e i m , 16. April. Dem Unteroffizier Adam S ch h b t von hier, der bei einer Futzarlillerie-Muuitiouskoloime in Rußland steht, wlirde die Hessische Tapferkeitsinedaille verliehen. Das Eiserne Kreuz hat er bereits früher in Frankreich erhalten.

LI. O b e r - W ö l l st a d t, 16. April. Dem Gefreiten im In­fanterie-Regiment Nr. 98 Hermann O d e n lv ä l l e r, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.

LI. Bauernheim, 16. April. Heinrich G i e b l e r von hier, Landivehrmann beim Landwehr-Jnfanterie-Regiment Nr. 116, der scholl seit Kriegsbeginn im Felde steht, erhielt die Hessische Tapfer- keitsnledaille.

Hessen-Nassau.

Wm. Kirchhain, 17. April. Der hiesige Zweigverein des Vaterländischen Frauenvereins hat im Bahnhofshotel einen Holzblock in Form einer Granate zur Nagelung auf­gestellt? Die Na-gelung des städtischen Wahrzeichens brachte der Kriegsfürsorge mehr als 800 Mk. ein. Zum Königl. Kreistierarzt für den hiesigen Kreis wurde Stabsveterinär Wenderhold ernannt.

W e i l b u r a a. d. Lahn, 15. April (WTB.) Aus dem hiesigen Osfiziersgefangeneulager sind die beiden englischen Offiziere Hauptmann Stewart und Leutiiaiit Medlicott ent- sprangen. Sie trage,, wahrscheinlich englische Uniformen, von denen die militärischen Abzeichen entfernt sind, und haben ver- mutltch falsche Pässe als A in er i kan er. Stewart spricht deutsch; beide sind mittelgroß. Stewart hat auffällig aufgeworfene Lippen.

W. Frankfurt a. M., 16. April. (Privatmeldung.) Die.Direktoren der deutschen meteorologischen Zen­tralstellen hielten gestern in Frankfurt a. M. eine Be­ratung ab, in der sie sich mit den durch die bevorstehende (Anführung der osteuropäischen Zeit in diesem Sommer entstehenden Verhältnissen befaßten. Da die meteo­rologischen Vorgänge sich nach der wahren Sonnenzeit rich­ten, so wird die Zeitverschiebung hier sehr bemerkbar. Es wurde beschlossen, im inneren wissenschaftlichen Dienst die bisherigen Beobachtungstermine, 7 Uhr vor­mittags und 2 und 9 Uhr nachmittags nach mittlerer Orts­zeit, beizubehalten, also nach öffentlicher Zeit eine Stunde später als bisher zu beobachten. Die Beobachtungen für den praktischen Wetterdienst werden jedoch mit der öffentlichen Zeit um eine Stunde früher als bisher erfolgen, also wie bisher um 8 Uhr vormittags, 2 und 7 Uhr nachmittags (nunmehr osteuropäische Zeit), damit die Prognosen und die Wetterkarten möglichst zu denselben Tageszeiten herauskommen können. Die Notierung außer­gewöhnlicher Wettervorkommnisse, z. B. der Gewitter, soll ebenfalls nach der neuen öffentlichen Zeit erfolgen.

Wächtersbach, 16 April. Aus dem hiesigen Schloß fand die Kriegstrauung der' Prinzessin Jda zu Psen - burg-Büdingen mit dem Regierungsassessor beim Gouverne­ment Warschau, Thilo von Trotha-Scopau, im engsten Familienkretse statt.

O b e r l a h n st e i n, 16. April. Der Rangierer August Schmidt wurde von einem Rangierzug überfahren und getötet.

Universitäts-Nuchrichten.

][ Marburg, 16. April. Hier wurde einVerein d erblinden Akademiker Deutschlands" gegrün­det. Er will die wichtigste Vorbedingung für das Hochschul­studium Blinder durch Schaffung seiner Bibliothek für wissen­schaftliche Fachliteratur in Blindeirschrist erfüllen. Vor­sitzender des Vereins ist eanä. pbil. Earl Strehl in Mar­burg. Dem Ehrenausschuß gehören die Spitzere der verschie­denen Behörden, sowie der Direktor der Kgl. Blindenau- - mrstalt in Berlin-Steglitz, Schulrat Matthies, an.

= Frankfurt a. M., 16. April. Der Privatdozent für Zoologie an der Frankfurter Universftät, Dr. Otto Steche, ist für das Sonrmerhalbjahr 1916 mit der Vertretung des Ordi­narius dieses Faches, Professor Dr. zur Straßen beauftragt worden.

Wetteraussichten in Hessen am Dienstags den' 18TApril^1916 : Bedeckt, Nidersctzläw, etwas warmer. _

Letzte Nachrichten.

Die französische Hauptverteidigungslinie vor Verdun.

Genf, 17. Llpril. Eine eigentümliche Somrtagsüberraschung brachte dem französischen Publikum die heutige Havas-Note. Danach betrachtet die ftanzöfische Heeresleitung fortan als Verteidigungs­linie das durch folgende Punkte gekennzeichnete Gelände: Hesse­wald, Esnes, Höhe 304, Bouroswald, Fort Marne. Alle fran­zösischen Stellungen nördlich dieser Lüne ausschließlich der Höhe 304 seien als Vorstellungen der genannten Verteidigungsorganisatidn zu betrachten. Entgegen der Darstellung des deutschen Hauptquartier­berichtes, der General Petain Offensivabsichiten zuschickt, versichert die Havasnote nachdrücklich, daß der genannte General sich nicht zu 3Ärstößen drängen lasse, solange er das für unangebracht halte.

Bemerkenswert ist, daß vor Bekanntwerden dieser offiziösen Erklärung General Berthaul imPetit Journal" den Verteidi- gungsmöglichkeften der Front Höhe 304 bis Cumiöres folgende Würdigung widmet: Tie heftige Artillerievorbereitung der Deut­schen auf die Front Höhe 304 bis Cumieres scheint einen neuen vom Malancourtwalde ausgehenden Angriff gegen die genannte

t öhe vorzubereiten. Der Feind versucht deshalb, unsere ersten inien zwischen Höhe 304 urrd Malanaourtwald aus der Fllinke zu bedrohen. Tie Höhe 304 ist immer einer der Hauptangriffs- pnnkte der Deutschen gewesen, denen eine artilleristische Bestückung dieser Stellung gestatten würde, die Höhe 395, die bereits von Nordwesten mid Nvrdosten von feindlichem Feuer flankiert wird, im Rücken zu fassen.

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