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17.4.1916 Erstes Blatt
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$*<£ Mk'tWkÄtzeir. Man gelangte zu keiner Entscheidung. Das '\Jr tS3tett : Die Frage der allgemeinen Dienstpflicht

|i J mx&c volltominen in den Schatten gestellt durch das tvich- »tigere Problem Schiffsraum. Die Tatsache kann nicht

I r weggeleugnel werden^. ^ aßindenletztendreiWochen I!» h<ie den tschen U-Boo te un s erer Handelsflotte ernsten Abbruch getan halbem Aber die Haupt- i Ursache für den Mangel an Schiffsraum sind die großen . lNvspvüche, welche die zahlreichen überseeischen Ex­peditionen stellen. Das Heer geht mit den reguirierten I ^Schiffen etwas verschwenderisch um. Das Kabinett verlangt lg /größere Oekonomie auf diesem Gebiete. Aber wenn das s« chuch dazu beitvagen wird, die Lage zu verbessern, so J -brauchen wir doch, um den Verlust durch die Abnützung gut jiijf Zu machen und den sich stets steigernden Ansprüchen zu genügen, ein ausgedehntes Schiffsbauprogramm. An mehr r als hundert Handelsschiffen auf unseren Werften wurde H monatelang nicht gearbeitet, weil keine Arbeitskräfte ver- \ fügbar waren. Das Kabinett ist fest entschlossen, diese Schiffe . fertigMstellen und dafür die notigen Arbeitskräfte aufzu- | üteihen.

London, 16. April. (WTB.) Der F-lottenkorrespondent ' derMorningPostt" bezeichnet die Zerstörung der f Handelsschiffe als die ernsteste Seite des Krie- , «ges, was England selbst betreffe. Die Lage könne ernst ) werden, wenn die Schiffsverlufte in demselben Maße fort- ' gingen. Der Korrefpoirdent bemerkt, daß der Bau neuer Handelsschiffe seit Beginn des Krieges fast ganz auf gehört l habe. Es werde sehr schmier sein, die nötigen Arbeiter zu r bekommen. Aber es sei unumgänglich notwendig, neue ^4, Schiffe zu, bauen.

Der Mottenkorrcspondent derTime s" beschäftigt sich ch ebenfalls mit der Krage des Schiffsraumes. Der Bau neuer Schiffe sei dre einzige wirklick>e Abhilfe gegen die Verluste des U-Boot-Krieges. Mindestens eine Million ! Bruttotonnen sei nötig, itm die Verluste an Schiffsraum zu decken Ende März befanden sich 424 Handelsschiffe mit W einer Gesamttorrnage von 1,4 Millionen Tonnen im Ban Aber der Bau gel^ langsam vonstatten. Die Regierung .habe ihre Hilfe zur Beschleunigung des Baues eines Drittels dieser Schiffe zu gesagt, aber das reiche keineswegs aus.

London, 15. April. (WTB.) DerStar" meldet: Das Kabin eit hat sich gegen die allgemeine Wehr­pflicht entschieden; aber alle jungen Männer sollen, wenn sie des 18. Jahr erreichen, zum Dienst aufgerufen werden.

Englische Ausfuhrverbote.

London, 15. April. (WTB.) Meldung der London Ga­lette : Me Ausfuhr von Seife und verschiedener Stahl- waren ist gänzlich verboten worden. Die Ausfuhr von 'A s phatt und P e 1 r o l e u m nach den europäischen Län- ! dern, lauster nach Krankreich, Rußland, Italien, Spanien und Portugal, ist verboten worden.

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Aus der italienischen klammer.

Rom, 15. April. (WTB.) Meldung der Agenzia Stefani.

» Kammer. Cesare Colon na sagte: Die Erklärungen Son- ninos werden vom Lande mit /Ungeduld erwartet. Dieses wartet ^ besorgt aus die Mitteilung der Ergebnisse der Pariser Kon- f e r e n z, welche das Einvernehmen .zwischen der: Mächten des Vierverbandes -enger knüpßm wird. Unsere ^Alliierten müssen künftig davor: überzeugt sein, daß Italien in den Krieg ohne Einschrän­kungen, ohne Vorbehalt und ohne Zögern eingetreten ist. Es genügt, daran zu erinnern, daß, als wir in den Kamps eintraten, Rußland in den Karpathen sich im Rückzug'befand. Colonna hob das Vorgehen Italiens zur Rettung der serbischen Armee hervor » und betonte, daß Italien Griechenland gegenüber tu der epirotischen Frage Beweise von der Aufrichtigkeit seiner Absichten gegeben habe. Er sagte: Ich wünsche, daß die Politik Italiens und des Vierverbandes im Orient entschlossener vorgehe. Me einzige poli­tische Haltung, die einen dauerhaften Frieden gewährleisten könne, f >sei diejenige, die auf der Achtung der Nationalitäten! j-gegrü!ndet sei. Zum Schlüsse sprach Colonna den Wunsch aus, ?daß das so überreich vergossene Mut die Völker schützen undi l-chnen Unterpfänder für «Wen dmrerhaften Frieden gewähren möge, der sich auf der Achtung der Nationalitäten und der Heiligkeit der Mlkerrechte gründe. (Lebhafter Beifall.)

Gasparvtte erklärte, daß der Vierverband, da er für die Achtung des Nationalitätenprinzips kämpfe, sich schr die Wieder- | /Herstellung Polens intb Armeniens ein setzen müsse, die nsch so langein ^Martern wieder zu natiorraleä Würde erstehen 'Würden. Gasparvtte geißelte die schlechte Behandlung der Kriegs­gefangenen seitens der Mittelmächte urrd die von Oesterreäch- 'Urrgacn an dem Eigentum italienischer Untertanen und an den österreichischen Untertanen italienischer Abstamrnung geübte Er­pressung. Er forderte als Vergeltungsmaßnahme die Beschlag­nahme des feindlichen Eigentums. (Lchhafter Beifall.)

Earvtti begründete eine Tagesordnung, welche eine Me- >ftmrr der Konsulavorganisation fvrdeft.

Rom, 15. April. (WTB.) Bei der weiteren Erörterirng des 'Haushalts für das Auswärtige Amt legte der unabhängige Sozialist L a b r i o l a eine Tagesordnung vor, in der die Notwen­digkeit betont wird, die parlamentarische Aufsicht über die auswärtige Politik sicherzustellen. In der Begründung weist er darauf hin, daß das Parlament von der ganzen, seit 1911 so be­wegten äußeren Politik fcrngehalteir wurde. Der Redner erhebt die Forderung, daß der Vertrag mit Oesterreich-Ungarn im Wort­laut veröffentlicht lverde, wodurch jeglichem Zweifel an der Redlich­keit des italienischen Verhaltens die Grundlage entzogen werde. Der Abgeordnete B o n o m i legte ein Tagesordnung vor, in der gesagt wirb, daß das Pariser Abkommen zwischen den Alliierten die höch­sten Interessen Italiens fördere. Die Pariser Zusammenkunft habe alle gegenteiligen Erörterungen zum Schweigen gebracht und llar 'erkennen lassen, daß der Krieg Italiens der Kfteg der Alliierten sei. f Sie habe außerdem den Eintritt Italiens in die neue politische Ver- 'bindung die feierliche Weihte «gegeben. Der Redner sagte weiter, .der Vierverband habe keineswegs die Absicht, die deutsche Nation zu zerschmettern, wie man ihr einreden wollte, um dem Stimmungs­umschwung in der Oeffentlichkeit, dessen Anzeichen sich schon be­merkbar machen, zu begegnen. Der Redner betont sodann die Not­wendigkeit, daß die Alliierten die natürlichen Ziele der russischen! Politik auf dem Balkan und Italiens auf dem Meere, soweit sie sich mit dem Recht und billigen Ansprüchen der Balkanstaaten vertragen, der Verwirklichung zuführen. Man müsse nicht nnr einen vorteil­haften, sondern einen dauerhaften Frieden Herstellen. Abg. Tavidr Demarco (Radik.) sprach sein Vertrauen darauf aus, daß die nächste wirtschaftliche Beratung in Paris der Frage der Wirtschaft^ lichen Beziehungen zu den anderen Mächten nach denr Kriege nicht vorgreiien werde, denn Italien könne auf die natürlichen Bahnen seines Austaufchvertehrs mit dem Auslcmde nicht ohne vorteilhafte Gegenzugeständ-niffe verzichten. Der Redner wünscht, daß die jetzt wieder zu Tage tretenden englisch-lateinischen und französisch-ita­lienischen Freundschaftsgefühle auch dazu benutzt werden, die Zölle zwischen den Verbandsstaaten herabzusetzen. Abg. Fera (Radik.) drückte seine Freude aus über die vorteilhaften Wirkungen, die die jüngsten internationalen Zusammenkünfte auf die öffentliche Mei­nung in Frankreich und in England zu äußern begimren, indem sie under^Miche Jrrtümer zum Schaden Italiens richtigstellen. Dies werde dazu beitragen, die öffentliche Meinung dieser Länder zu übe^euMn, wie nützlich es sei, daß Italien seine größten An- streiGffnMMt g»qen Oesterreich-Ungarn richte, das viel schwächer sei- als DentsM«»d.

Nach Fera sprach noch deFelice Guiffrida. Dieser er­klärte. daß. obgleich zwischen Italien und Deutschland keine* ans-- drückliche Kriegserklärung bestehe, auch nicht der Schatten eines

Zweifels für die völlige liebere in stimmrsrg zwischen Italien und seinen Bundssgenossen bestehe. Petro l lo brachte eine Tages­ordnung ein, in der er für die Kammer eine gerochiLve und wirk­samere Teüncchme an der auswärtigen Politik verlangte. Der Nationalist F r e s c a r i verlangte eine Propaganda dahin zielend, in den verbündeten und neirtralen Staaten in der öffentlichen! Meinung eine genauere Kenntnis über die! nationalen Ziele Italiens und der herrlichen Taten des italienischer Hsores und der Flotte zu Gunsten des gemeinsamen Zieles zu verbreiten. Tie Sitzung wurde sodann aufgehoben.

Die Erklärung Sonninos.

Rom, 16. AprÜ. (WTB. Nichtamtlich.) In der Kammer­sitzung erklärte Sonn ino : Ich bitte die Kammer, einen raschm Blick auf die Tätigkeit der Regierung in den verschiet^enen inter- nationalen Fragen der letzten Monate werfen zu wollen, um füch besser über die Art klar werden zu können, wie die Regie­rung die Absicht der Kammer bei Ausführung des weitreichen­den Auftrages ausgelegt hat, den die Kammer ihr dazu erteüt hat und, um besser beurteilen zu könneir, ob die Regierung ihr Ver­trauen wirllich verdient. In der Sitzung vom 1. Dezember habeg wir nach einenr Rückblick auf die Bemühungen der Negierung um die Verteidigung der Unabhängigkeit Serbiens schon vor unserer Teilnahme an dem Kriege dem Parlament unsere Msichjt mitgeteilt, alles uns mögliche zur U n t e r st ü tz - ung der Armee Königs Peter zu tun, indem wir im Einverständnis mit unseren Alliierten ihre Versorgung mit Lebens­mitteln und Munition sicherten und ihre Konzentration erleichterten. In Erwarttrng der Zeit für die Revanck)>ö war es damals nicht angebracht, die Einzelheiten mrserer Mtion zu erörtern, weil diese auch von dem Ausgang der Operationen aus dem Balkan abhängen mußten. Bekanntlich^ ist seitdein 'be­schlossen worden, die serbischen Truppen nach Korfu zu brmgen und dort zu sammeln. Nachdem sie sich nach einem Kampfe gegen zwei an Zahl sehr überlegene Arnchen uachj Montenegro und Albanien zurückgezogen hatten und ein Widerstand der serbischer« Armee in Skutari oder Albanien als unmöglich erkannt wurde, war es durchaus nötig und richtig, ihre Eirrschließung und Ueber- gabe zu verhindern. Me erste schwere Aufgabe >var die Weiter- Verslvvgung dieser Armee mit Kriegsmaterial und Lebensmitteln. Hiermit wurde die italienische Marine nebst einigen Schiffen der verbündeten Flotten beauftragt. Zunächst wählte man einen 23^, der allerdings von Schwierigkeiten starrte^ den­jenigen über Sarr Giovanni di Medua, und die Lan­dung an Material dauerte dort an, bis der König von Mon­tenegro mit seiner Regierung und das diplomatische Korps jene Gegend infolge des Vormarsches des Feindes verließen. Tie weiteren Transporte und Landungen von Material gingen über D u r a z z o. Das gesamte verschifste und gelandete Material be­trug 6900 Tonnen in Sarr Giovamri di Medua und 30 000 Ton­nen in den andeverr albanischen Häfen, wofür ungefähr 100 Damp­fer verwendet wurden. Ern rroch schwierigeres Unternehmen war die Einschiffung und der Transport der serbischen Armee, die ein neues ruhmreichies Blatt aus der Ruhmestafel mrserer Marine bilden. Äußevdem wurden viele Tausende von Flüchtlingen, Frauen und Kinder, unterstützt und neben der serbischen Ar­mee von San Giovanni di ALedua, Durazzo und Balona fortgeführt und Tausende von Kranken und- Verwundeten auf Lazarettschiffen untergebracht. Ferner brachte nmn die ganze Masse der von der serbischen Ltrmee mitgebrachten öfter- reichrsch-ungarischen Gefangenen nach Italien Daneben darf man nicht vergessen, daß wir zu gleicher Zeit zur Ent­sendung Eer italienischen Truppenexpeditimr auf das an­dere Moeresuser schritten, um dadurch alle diese Einschiffungen unmöglich zu machen. Im ganzen sind so über 350 0 00 Personen nnd 10 000 Pferde über das Adriatische Meer transportiert worden. Diese so an­sehnliche Bewegung vou Menscherr und Material ist trotz der schlech­ten Jahreszeit, den ungünstigem. Vorbedingungerr in den ll ei neu al­banischen Häfen, die dein Feinde nahe und von unserem einzigen Ausgangshafen Brindisi verhältnismäßig weit ablagen, ohne ernst-r lichen Schaden verlaufen. Die Gefahren durch die feindlichen Unterseeboote waren groß. Außerdem zeigte sich der Feind beständig mit Flugzeugen und unterseeffchem Minen tätig. Dis Versuche des Feindes durch Flottillen von Torpedobootszerstörern, welche durch Spähkreuzer unterstützt wurden, wirksam zu werden­wurden namentlich durch den ununterbrochenen Wachtdienst unserer die Transporte begleitenden Kriegsschiffe vereitelt und die Zahl unserer Verluste hierbei ist rvirklich auffallend gering.

Heute bildet die wiederhevgestellte serbische Arnvee die feier­liche Versicherung, daß Serbien trotz des,'iMißgeschrckes seiner Waffen ungebeugt weiter lebt, trotz der Angriffe und der Unterdrückrrn^ durch den Feürd. Der Besuck)! des Kronprinzen Mexander, der unserem König und urfferer Regierung die Sympathie der serbischen Regierung^ überbringt, zeigt deutlich!, welche arrfrichtigen Inter­essen das italienische Volk arr dem Geschick des tapferen serbischem Volkes nimmt. Bei dieser Gelegenheit haben wir das verehrmrgs- würdige Haupt der serbischen Regierung, Pasisch, begriißen können und hatten mit ihm herzliche Urrterredungen. Der feindliche E i n- marsch in Montenegro n>ar frie unvermeidliche Folge des Rückzuges des serbischen Verbündeterr. Man hat behauptet, daß Italien eine Trupperrexpeditriorr nach Montenegro zu dessen Schutz hätte senden könuen mrd müsscm. Aber diese Angaben halten der allerernfachsterr Kritik nickst Stand, wenn man die taktische und strategische Lage kannte. Mnig Nikiti hat den Weg in die Verbannung der Unterzeichnung eines Sonderfriedens vvrgezogen, da er das Vertrauen hatte, daß der schlieUiche Sieg der Mliierten seinem Vaterlande die Unabhängigkeit mrd seine un­verletzten Gebiete zurückgeben werde. Die montenegrinischm Trrrp- pen, welche rhrem Herrscher folgten, sind nach Korfu gebracht worden, wo sie in Erwartung des Augenblickes der Revanche ncu- vrganrsrert ^oerdeir. In der Absicht, die Erhaltung der serbischen Armee M sichern, hatten wir den Truppenabteilungen rrach Tu- razzo geschickt, um die Tätigkeit unserer Flotte zu unter- stützerr. Folglich hatte die Besetzung von Durazzv einen begrenzten Zweck und nach seiner Erreichung wurden unsere Lmrdstrettkräfte in Valona Msammengezogerr, wo die Regierung alle nötigen Vorkehrungerr gcttoffen hat, um jeder Ueberraschung zu begegnerr. Wir sind der Ansicht, daß durch die Besitznahme von Valona die italienisch!en Interessen auf diesem Teile des jenseitigen Ufers des Adricttischeir Meeres gesick>ert sind, so lange die Ereignisse auf der Balkanhalbinsel im Fluß sind. Essad Pascha hat Duraz^o verlasserr und Jtalierr hat rhin neben den ihn begleitender: Truppen herzliche Gast­freundschaft geboterr. Ihre Einschiffung war schwierig mrd setzte die Leistungen unserer Land- nnd Seestreitkräfte in das glän­zendste Licht. Hohe See behinderte die Einschiffung und ein an Zahl stark überlegener Feind war nahe. Unter diesen Umstän­den scheinen unsere Verluste während der beiden Tage des Kampfes zur Dleckung der Einschiffung mit 807 Mann an Toten, Verwun­deten und Vermißter: leicht, während wir dem' Feinde viel schwerere Verluste beigebrackst haben.

Der türkische Bericht.

Konftantino pcl, 15. April. (WTB.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Irak-Front und an der Kaukasus- Front keine wesentliche Aenderung der Kriegslage.

In der 9^cht vom 14. zum 15. April überflogen zwei fe i ülich e F l u g z e u g e, die vor den Dardanellen aufgestiegerr waren, in großer Höhe Konstantinopel und ivarfen einige Brand­bomben auf zlvei Oertlichkeiten der Bannmeile, ohne irgendeine Wirkung zu erzielen. Infolge des Feuers unserer Abwehrgeschütze" verloren die feindlickien Flieger ihr Ziel aus beit Augen und kehrten in der Richturrg zurück, aus der sie gekommen waren.

K o n st a n t i n o p e l, 16. April. (WTB.) Das Hauptquartier teilt mit: Von deir verschiedenen Fronten ist kein Ereignis von Bedeutung zn nrel^en.

Ern feindliches To rpedobo o t, das sich Sedd-ül-B ahr zu näher:: versuchte, und einige feindliche Kriegsschiffe, die mit zwei Flugzeugen irr der Umgebung der Insel Keusten in den Gewässerrr von Smyrna erschienen, wurden durch unser Feuer vertrieben.

Die Kttr^crr als Helfer der Türken.

Bern, 15. April. (WTB.) Von den Schwierigkeiten, denen der r u s s i s che F e l d z u g i m K a u ka s u s begegnet, berichtet der Petersburger Sondervertreter desTcmp-s". der unter anderem drahtet: In der Gegend von Urmia treffen die russischen Trrrppen auf große Kurben- Massen, die der: regulären türkischen Truppen ange- gliedert sind. Die Kurdenstämme führen einen förmlichen Fceischärlerkrieg, der sich durchaus der örtlichen Gestaltung des Landes anpaßt und unfern Verbündeten ernste Sck)wie- rigkcrten bereitet, indem er chre Verbindungen stört, sowie die Nachhuten belästigt und so in gewissem Maße den Vor­marsch gegerr Bagdad verzögert.

Die deutsche Sprache in Bulgarien.

Sofia, 15. April. (WTB.) Die bulgarische Zeitung ,, D n e v n i k " schreibt über das Streben nach dem Erlernen der deutschen Sprache in Bulgarien:

Der Weltkrieg hat Bulgarien zweifellos fest an die Zentralmächte gebunden. Das auf dem Schlachtfelde Schulter an Schulter oergosfene Blut besiegelte und be­festigte die soliden Beziehungen zu deir Verbündeten noch weiter. Sehr bemerkenswert ist das'lebhafte Streben nach dem Erlernen der deutschen Sprache, das in ganz Bul­garien zutage tritt. Ueberall im Lande, in der .Hauptstadt wie in den Provinzstädten, lo^den im Laufe der fünf Kriegsmonate zahlreiche Kurse für deutschen Unter­richt eröffnet, die von Männern und Frauen sehr stark besucht sind. Nicht weniger als zehn neue Hilfsbücher zrrr Erlernung der deutschen Sprache lvurden herausgegeben Kein geringers Interesse für die deutsche Sprache haben auch diejenigen, die sich an der Front besirrden. Offiziere nnd Soldaten nützen jede freie Stunde aus, um Deutsch zu lerneu. Unser Volr ist in tiefster Seele von den Sym­pathien für die Verbündeten durchdrungerr. Mit vollem Vertrauen auf die Zukunft, fest gestützt auf eigene Kräfte und Harcd in Harrd> mit den mächtigen Verbündeten, wer­den wir immer vorwärts gehen, bis wir den Höhepunkt und einen den gebrachten Opfern wüxdigeu Frieden er^ reichen.

Der Seefrfeg.

Die englische Posträuberei.

Stockholm, 16. April. (WTB. Nichtamtlich.) Nach emer Meldung der schwedischen Amerikalinie ist sowohl die für Amerika bestimmte Brief- wie die Paket post des schwedischen DampfersStockholm" in Kirkwell zurückgehalten worden.

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Amsterdam, 15. April. (WTB.) Die Londoner Times" will aus guter Quelle erfahren haben, daß der Dampfer, mit dem sich der neue Vizekönig von Indien, Lord Chelmsford, mit seiner Familie nach Indien begab, von einem deutschen U-Boot angegriffen wurde. Der Angriff sei ersolgllvs gewesen.

London, 15. Aprrl. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische Dampfer She nando ab!" (3886 Donnen) ist auf eine Mine gelaufen und gesunken. Die Besatzung mit Ausnahme von zwei Mann, die vermißt wer­den, ist gelandet.

Kopenhagen, 15. April. (WTB.) Aus Halmstad wird derNationaltidende" gemeldet, daß der dänische SchonerElisabeth" und die schwedische Bark Alma", beide mit Grubenhoh nach England bestimmt, von deutschen To rpedobo otenaufgebracht wur­den. Der DampferEllen Jensen" in Aarhus mußte derNationaltidende" zufolge auffiegen, weil er von Errg- land auf die Schwarze Liste gesetzt wurde und keine Kohlen mehr b^ekommen kmrnte. Er wurde jetzt für eine Million Kronen der Hafengesellschaft Roediby (Laaland) verkauft.

London, 16. April (WTB. Nichtanttlich.) Lloyds Agentur meldet aus Boulogne vom 15. April: Der norwegische DampferPusnantoaff" aus Christian­sund ist auf der Fahrt von New ^Castle nach Boulogne ver­senkt worden. Die Mannschaft ist gerettet, ein Mann ist verletzt. Der britische DampferFair Port" (3818 Tormen) wird ebenfalls als versenkt gemeldet.

Bern, 16. Llpril. (WTB. Mchtamtlich.) Ab 16. April ist der Passagierverkehr zwischen Frankreich und England über Dieppe aufgehoben. Er verkehrt nur noch auf der Lime Havre-Southampton.

Ass dem Reiche.

Zur Regelung der Kohlenpreise.

Berlin, 15. Apvil. (WTB.) Eine am 13. April be­schlossene Bekanntnrachung des Bundesvats dehnt die Vor­schriften der Bekarmtmachung vom 11. November 1915, be­treffend Einwirkung von Höchstpreisen auf laufende Verträge, auch auf Lieferungsverträge über Steinkoh­len, Braunkohlen und die aus solchen hergestellten Brennstoffe (Koks, Briketts) aus, sofern und soweit für diese Produkte Erzeuger- oder Großhändlerhöchstpreisc festgesetzt werden. Die Bekanntmachung vom 11. November 1915 bezieht sich bekanntlich nur auf eine Anzahl von Nahrungsmitteln. Sie bestimmt in der Hauptsache, daß irach Fesffetzung eines Höck)stpreises für eine bestimmte Ware bei laufenden Lieferungsverträaen über diese Ware der Höchstpreis an die Stelle des höheren Vertragspreises tritt, wenn beim Inkrafttreten des Höchstpreises die Liefe­rung noch nicht erfolgt ist. Außerdem enthalt sie Vor­schriften über ein schiedsgerichtliches Verfahren zur Schlichtung von Streitigkeiten aus der Anwendung der Verordnung und zur Beseitigung von Unbilligkeiten. Die Ausdehnung dieser Bestimmungen auf Kohle und aus der Kohle erzeugte Brennstoffe kam: natürlich erst dann praktffche Bedeuttrng gewinnen, werm Höchstpreise für diese Produkte festgesetzt werden. Ob sich dies als notwendig erweisen wird, ist noch ungewiß. Da aber die Möglichkeit besteht, daß eine eventuell Festsetzung von Höchstpreisen erst in einem Augenblick erfolgen kann, in dem der größte Teil der Förderung bereits auf längere Zeit hinaus zu höheren Preisen an den Großhandel verschlossen ist, war der Erlaß der Verordnung erforderlich. Blieben die im Augen­blicke der Höchstpreisfestsetzung abgeschlossenen, aber noch nicht erfüllten Verträge von der Preisbegvenzung un­berührt, so könnte die letztere unter Umständen in weitem Urnfange unwirksam gemacht werden.

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Kiel, 15. April. (WTB. Nichtamtlich ) Der K aiser hat der heutigen Enthüllungsfeier des Gedenksteins für den Vizeadmiral Grafen v. Sp e e durch nachstehendes an die Gräfin v. Spee gerichtetes Telegramm gedacht:Ich will die heutige Enthüllung der Gedenktafel, welche die Kame­raden als Zeichen dankbarer Verehrung für Ihren helden­mütigen Gatten,gestiftet haben, nicht vorübergehen lassen, ohne Ihnen, Frau Gräfin, erneut zu versick)ern, wie auch