Ausgabe 
13.3.1916 Erstes Blatt
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nicht halten imb wurde gezwungen, sich in nun. befestigtes Lager von Scheikh Osm<m unter dein Schutz der Geschütze seiner im Gvlf von Men verankerten Flotte zu flüchten. Unsere Truppen zerstörten die feindlichen Befesti g u n g s - anlagen bei El Mcihale, sowie den Flecken gleick>en Na­mens und nahmen alles Pioniermaterial in Besitz, das sie dort fanden. Eine Menge englischer Leichname, die der Feind nicht beerdigen konnte, lag aus dem Schlachtselde. Eine drei Tage danach gegen Elssaile ausgesandte Erkunduugscrüteilung traf aus eine starke feindlicl-e Kavalleriekolonne, die Maschinengewehre mit sich führte. Nach einem halbstündigen Gefecht floh der Feind in der Richtung auf Scheikh Osman, wobei er 20 Tote und Verwundete zurückließ.

Die Kämpfe in Mesopotamien.

London, 11. März. (WTB.) Der in Meso Po t a m i e n kommandierende General meldet, daß General Aylmcr am 8. März 78 Meilen von Tigris aus dem rechten Flußufev operierte. Infolge Wassermangels rvar er genötigt, an den Fluß zurückzugehen, nachdem er alle Verwundeten sortgeschasft hatte.

Der Reichskanzler.

Berlin, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs­kanzler ist heute vom Großer! Hauptquartier hierher zurückgekehrt.

Deutschland rrnd Amerika.

Amsterdam, 1.1. März. (WTB.) Wie ein hiesiges Blatt meldet, bestätigt dieAssociated Preß", daß Präsident Wilson ehe er das deutsche Memorandum beantworte, England um die genauen Einzelheiten der I n st r u f t i o n c n fragen tvird, welche den bewaffneten Handelsschiffen gegeben worden sind.

New Dork, 12. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie Associated Preß aus Washington meldet, erklärte La nsing, er habe die Belege zur deutschen Denkschrift gelesen. Er sei aber derzeit nicht ge­willt, seine Ansichten darüber ausznsvrechen. Im Staatsdeparte­ment, sagt die Meldung weiter, sei erklärt worden, daß die Faksi­miles der Instruktionen der britischen Admiralität wahrschein­lich England zur Gegenäußerung vor gelegt werden würden, bevor eine weitere Aktion durch die Vereinigten Staaten unternommen werden twürdc.

Zum Krieg mit Portugal.

Lissabon, 11. März. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Die deutschen Diplomaten sind ohne Zwi­schenfall in der Richtung nach Madrid abgereist.

Lissabon, 11. März. (WTB.) In der Sitzung des Kon­gresses, welcher der Präsident der Republik und die Diplomaten der Alliierten beiwohMen, erklärte der Minister des Aeu- ßern, daß die Nutzbarmachung der deutschen Schiffe den Bedürf­nisse des Landes und den Interessen Englands entspreche, das sie auf Grund des Bündnffses verlangt habe. Die Antwort der Regierung auf die deuffche Beschwerdenote habe auf dem Rechte Portugals zur Nutzbarmachung der Schiffe für die Bedürfnisse des Landes bestanden. Der Minister verlas die neueste deutsche Note und fügte hinzu, daß sie nicht iveiter erwogen wurde wegen der un­gewöhnlichen . Ausdrucksweise. Der Ministerpräsident sagte, das Ministerium biete dem Staatsoberhaupt den Rücktritt an, um die Bildung eines alle Parteien vertretenden Ministeriums zu ermöglichen. Er schloß nrit deni Antrag, der ausführenden Gewalt Vollmachten ffir die durch den Krieg gebotenen Maßregeln zu er­teilen. >Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Alle Parteiführer boten der Regierung ihre Unterstützung an. Ga- ma ch o sagte, als er von dem Satze der deutschen Note sprach, daß Pvrtugal Englands Vasall sei, Deutschland habe Portugal selbst als den Sklaven seiner Derpflichtungeu bezeichnen können. Ter Kongreß stinrmte einem nationalen Ministerium zu und schließlich forderte der Präsident des Kongresses die Anwesen­den ans, die diplomatischen Vertreter der Alliierten und die Hel­den von Verdun zu begrüßen, worauf sich die Versammlung erhob und Beifall spendete.

Beira (PortugiesiftchOstafrika), 11. März. (WTB.) Meldung des Reuterschien Bureaus. AlleDeutschen sind interniert worden. Die deutschen Schiffe und' Schlepp­boote wurden beschlagnahmt.

Die Minifterkrisis in Italien.

Rom, 11.' März. (WTB.) Meldung der Agenzia Stefani. In der Kammer fragte Turati Salandra, ob das Gerücht richtig sei, mit dein sich die Presse und die Abgeordneten in den Wandel­gängen beschäftigten, daß eine außerparlamentarische Ministerkrisis im Einverständnis mit dem Ministerpräsidenten vorbereitet werde. Salandra erwiderte, -er sei der erste, der die Unverletzlichkeit der Vorrechte des Parlaments wünsche, und lege deshalb Wert auf die Erklärung, daß das Ministerium vor der Abstimmung der Kam­mer keine Entscheidung treffe. (Sehr lebhafter Beifall.)

Churchill Führer der Opposition.

L o n d o n, 11. März. (Zf.) Wie derDaily Expreß-" mel­det, ist Winston Churchill entschlossen,, als Führer der Opposition im Parlament zu bleiben.

Der 5eekneg.

Englische Schiffe unter amerikanischer Flagge.

Berlin, 11. März. (WTB.) Wie in einem aus Zürich stammenden Briese berichtet wird, lassen dort einzelne englische Schiffahrts-Gesellschaften öffentlich Plakate anbringen, aus denen eine große amerikanische Flagge dargestellt ist, und die in großen BuckKaben ankündigen, daß die Schisse der Gesellschaft unter neutraler amerikanischer Flagge fahren.

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Berlin, 11. März. (Priv.-Tel.) DieB. Z>. a. M." nceldet aus Rotterdam: DerNieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus Le Havre: Gestern nacht wurden der französische PostdampferLouisiane" und die norwegische BarkSi­rius" bei Le Havrg von Tauchbooten versenkt.

Berlin, 11. März. (Priv.-Tel.) TerBerliner L-okal- anzeiger" meldet aus dem Haag: Nach einer nichtoffiziellen Pariser Meldung soll das französische SchiffMarie" aus eine Mine gelaufen sein, tvvdurch eine Explosion an Bord stattsand und das Schiss samt seiner Bemannung in die Luft flog.

Sofia, 10. März. (WTB.) Meldung der Bulgarische Tclegr a pheu-Agentur. Amtlich wird gemeldet: Gestern stieß das russische TorpedobootL e i t e n a n t Putschtschin" südlich Warna mrf eine Mine und sank. Vier Offtziere und elf Mann wurden von bulgarischen Soldaten geborgen.

Die amerttamsche Strafexpediüorr in Mexiko.

Col umbus (Neu-Mexiko), 11. März. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die mexikanischen Banditen verloren über 100 Tote und 200 Verwundete. 16 amerikanische Soldaten und Zivilpersonen wurden getötet.

Die amerikanischen Truppen kehrten nach der Grenze zurück, nachdem sie auf dem Rückzüge noch dreimal mit Mexikanern, die Verstärkungen e haften liaftqrr und sich einer kleinen amerikanischen Abteilung entgegenwarfen, iit einen Kampf geraten waren. Nach den vorliegenden Berichten waren die Ameri­kaner 5 Meilen auf mexikanisches Gebiet vorgedrungen.

Aus Washington kommt die Nachricht, daß die Regierung die Maßregel des Oberster! Slocum, der die amerikanischen Truppen in das mexikanische Gebiet einmarschieren ließ, voll­kommen billigt. Von maßgebender Seite wird mitgeteilt, die Regierung will der Armee ganz freie Hand lassen, um die Ban­diten gefangen zu nehmen: dies wird mcht als ein Einfall in Mexico betrachtet, sondern lediglich als eine Verfolgung von Räu­bern, die sich der lokalen Gewalt entzogen haben.

Washington, 10. März. (WTB. Nichtamtlich.) Ear- r,a n za hat bcm 1 Staatsdepartement über die Vorfälle iw Eolumbus sein Bedauern ausgedrückt.

Ein Sieg der Regierungrtruppen in China.

Berlin, 12. März. (WTB.) Ein bei der hiesigen chine­sischen Gesandtschaft verspätet einaegangenes Delegrarnm aus Poetin g vom 6. d. M. bestätigt die Einnahme von S u i f u. Die auf st ändi scheu Truppen erlitten schwere Verluste an Menschen und Material und verloren über 1000 Tote und 100 Gefangene. Die Truppen des Gene­rals Lung (kommandiererchen Generals der ProvinzKuuugsi) haben aus ihrem Vormarsch gegen die unabhängige Provinz Mnnan den Grenzpaß und die dort gelegenen Befestigungen genommen und gehen gegen Dünncmfu vor. Die Truppen der Provinz Hunan marschieren gegen Kueichow und haben die Grenze zwischen den beiden Provinzen bereits erreicht. Eine SchlachtbeiMayang endete mit dem Stege der

Regierungstruppen.

Aus dem Reiche.

Berlin, 10. März. (Amtlich.) Vom Kriegsministe­rium ist ein Merkblatt herausgegeben worden, für kriegsbeschädigte Offiziere aller Waffen, oie eine vorübergehende oder dauernde Verwendung bei den technischen Instituten, den Artillerie- und Traindepots (siehe Rangliste 1914 Seite 543 ff.) anstreben.

Berlin, 11. März. (WTB.) Wie der Minister des Königlichen Hauses Gras A. zu Eulenbura bekannt gibt, hat im Königlichen Schloß Bellevue bei Berlin am heutigen Tage die Kriegstrauung des Prinzen Joachim von Preußen mit der Prinzessin Marie Auguste von Anhalt in Gegenwart der Kaiserin und Königin und des Herzogs und der Herzogin von Anhalt sowie der höchsten Angehörigen des hohen Brautpaares stattgesunden. Der Kaiser und König war durch seine Anwesenheit (im Felde an der Teilnahme verhindert.

Berlin, 13. März. Wie dieKreuzzeitung" meldet, ist der frühere langjährige Präsident des Abgeordnetenhauses Wirkt. Geh.-Rat v. K ö l l e r in der Nacht zum Sonntag auf seinem Gute Candreck im Alter von 93 Jahren aus dem Leben geschieden. Der Verblichene war eine Persönlichkeit, die nicht nur in den Reihen der politischen Freunde, sondern auch bei den anderen Parteien.Verehrung, und Wertschätzung genoß.

Wer über das gesetzlich zulässige Mas; hinaus Haser, Mengkorn, Mischfrucht, worin sich Haser besindet, oder Gerste ver­bittert, versündigt sich am Vaterlandes

Ans Stadt und Land.

Gießen, 13. März 1916.

Die Rechnungsabschlüsse der Stadt Gießen

für das Rechnungsjahr 1914 vom 1. April 1914 bis Ende März 1915 liegen jetzt vor. Demnach weist der Abschluß, der Stadt lasse eine Einnahme von 6 986 638,81 Mk. und eine Ausgabe von 5 033 563,21 Mk., somit einen Ueberschuß von 1953 075,60 Mk. auf, der sich folgendermaßen verteilt, in barem Vorrat 1872135,98 Mk., in Ausständen 80 939,62 Mavk. f '

Der SfudterweiLerungsfonds schließt mit 162977,74 Mk. Einnahmen, 145 491,69 Mk. Ausgaben und einem Ueberschuß von 17 483,05 Mk., der aus 16 649,55 Mk. barem Vorrat und 833,50 Mk. Außenständen besteht.

Die städtische Armenkasse weist 126 624,26 Mk. Ein­nahmen und 119124,26 Mk. Ausgaben, somit einen Rest von 7500 Mt. auf.

Die städtischen Elektrizitätswerke schließen mit 894 437,75 Mk. Einnahme, 892 588,08 Mt. Ausgabe und einem Rest von 1849,67 Mk., die städtische Straß enb ahn mit 176 605,71 Mk. Einnahme und Ausgabe, das städtische Gaswerk mit 656 175,77 Mk. Einnahme, 655 862,15 Mk. Ausgabe und einem Rest von 313,65 Mk., und das städtische Wasserwerk mit 456 884,72 Mk. Einnahme, 456 232,63 Mark Ausgabe und einem Rest von 652,09 Mk.

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Fahrplanänderungen.

Mit der Betriebseröffnung der Strecke Grebenau Als­feld am 1. April ds. Js. iverden, wie die K. Eisend ahndirek- tion Frankfurt Tnitteilt, auf folgenden Strecken einzelne Züge früher gelegt:

Fnlda Bebra.

Pz. 1230 Bebra ob 6.54 (bisher 7.07), Hersseld an 7.15 (bisher 7.29).

Pz. 889 Fulda ab 4.40 (bisher 5.08), Bebra an 6.14 (bisher 6.40). Pz. 846 Bebra ab 5.19 (bisher 6.25), Hersseld an 5.41 (bish. 6.47). Pz. 828 Hersseld ab 6.12 (bish. 7.33), Fulda an 7.27 (bish. 8.45). Hersseld Grebenau.

Pz. 4754 Hersseld ab 7.47 (bisher 8.36), Grebenau an 8.53 (bis­her 9 54)'

Pz. 4751 Grebenau ab 4.39 (bisher 5.35), Niederaula an 5.14 (bisher 6.09); in Niederaula ist Anschluß nach Hersseld, Niedercmla ab 5.18, Hersseld an 5.45.

Pz. 4757 Grebenau ab 4.36 (bisher 5.27), Niederaula an 5.20 (bis­her 6.12); der Zug wird bis Hersseld durchgeführt (Ankunft 5.52).

Hersseld Trey sa.

Pz. 1232 Niederaula ab 5.25 (bisher 6.22), Oberaula an 5.58 (bisher 6.51).

Pz. 1222 Hersseld ab 6.33 (bisher 7.00), Treysa an 9.16 (bisher 9.37).

Pz. 1221 Oberaula ab 4.44 (bish. 5.48), Hersseld an 5.45 (bis­her 6.50).

Pz. 1223 Oberaula ab 6.26 (bish. 6.58), Hersseld an 7.28 (bis­her 7.54).

Bad Salzschlirf Niederanlcr Pz. 4729 Bad Salzschlirf ab 5.40 (bisher 6.07), Niederaula an 6.50 (bisher 7.17).

Pz. 4730 Niederaula ab 7.10 (bisher 7.32), Schlitz an 8.00 (bis­her 8.08).

Gießen Fulda.

Pz. 519 Alsfeld ab 4.47 (bisher 5.15), Fulda an 6.00 (bish. 6.24). Pz. 521 Gießen ab 5.37 (bish. 5.40), Fulda an 8.21 (bish. 8.22). Pz. 542 Mücke ab 5.39 (bish. 5.42), Gießen an 6.32 (bish. 6.35).

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Die -lussichten der vierten Kriegsanleihe.

Daß die vierte Kriegsanleihe Erfolg haben muß, ver­steht sich bei der großen militärischen Bedeutung des Geldes von selbst. Die Frage ist, ob sie auch Erfolg haben kann. Das heißt: ob die Vorbedingungen der Geldbereitschaft un­bedingt gegeben sind. Die Antwort daraus gibt die Tatsache, daß sich inr Verhalten des deutschen Vermögens seit der dritten Kriegsanleihe nichts geändert hat. Es sind 12100 Millionen Mark mehr in deutscher Reichsanleihe angelegt werden. Das ist der einzige neue Umstand. Im übrigen ist es dabei geblieben, daß nnr ein geringer Bruchteil deutschen Geldkapitals zu Zahlungen ans Ausland verwendet wurde, während der Hauptbestandteil im Inland geblieben ist und sich im ständigen M^lansch gegen Verbrauchs güter befand. Die Ergiebigkeit o-ev gewerblichen Kapitals hat nicht nach­

gelassen. In der Verzinsung des Anlagekapitals ist kein« Minderung, eher eine Steigerung eingetreten, da ja die beiden ersten Kriegsanleihen mit ihren Zinsen schon in, voller Wirksamkeit sind, während der Zinsenlauf der dritten Anleihe am 1. April 1916 beginnt. Die Guthal>en bei den Sparkassen haben sich wieder aufgefüllt. Die Einlagen bei den Banken sind nicht kleiner geworden, als sie vor Jahr und Tag waren. Die finanziellen Voraussetzungen eine§, s chöne n Erfolges sind also vorhanden.

Sie werden durch die Zeichnungsbedingungen gefordert. Aus die Bedeutung des Bierteljahrstermins für den Ein­gang von Zinsen, Mieten, Gehältern, Dividenden wurde Rücksicht genommen. Man denke allein an die rund 45 000 Millionen, die in Reichs-, Staats- und Staddanleihen, in Hypothekenpfandbriefen und nrdustrieilen Schuldverschrei­bungen angelegt sind. Hier bringt der Apriltermin einen bedeutenden Zinseneinlauf. Die Mehrzahl der Dividenden von Gesellschaften, die am 31. Dezember' ihr Geschäftsjahr abschlossen, wird im April ausgezählt. Mieten und Ge­hälter, die vierteljährlich geleistet werden, kommen gleich­falls in Betracht. Die Anordnung der Zahlungs­fristen für die neue Anleihe nimmt auf diese Verhältnisse soweit Rücksicht, daß sie zwei Vierteljahrstage in sich schließt: den 18. April und 20. Juli. Die Pslichtzah- l u n g e n sind zu erledigen am:

18. April mit 30 Prozent des zugetcilten Betrages.

24. Mai mit 20 Prozent des zugeteilten Betrages

23. Juni mit 25 Prozent des zugeteilten Betrages.

20. Juli mit 25 Prozent des zngeteitten Betruges.

Wie bei der dritten Kriegsanleihe sind auch diesmal« im Gegensatz zu den beiden ersten Kriegsanleihen den kleinen Zeichnern Teilzahlungen von 100 Mark Nennwert an aufwärts gestattet. Der 'Zeichner von 300 Mark hat je 100 Mark am 24. Mai, 23. Juni und 20. Juli zu bezahlen. Wer 100 Mark zeichnet, braucht erst am 20. Juli zu zahlen, weil die Teilsummen vorher niedriger als 100 Mark sein würden.

Auch den Klagen über zu langsame Lieferung der Stücke ist wieder Rechnung getragen worden. Zu den Stücken von 1000 Mark an aufwärts werden von der Reichsbank, auf Antrag, Zwischenscheinc aus-gegeben, und zwar für die Reichsanleihe und die Reichsschatzanweisungcn. Die Stücke unter 1000 Mark, zu denen Zwischenscheine nicht vorge­sehen sind, werden mit größtmöstlicher Beschleunigung fertiggestellt und voraussichtlich im August ausgegebeu wer­den. Es handelt sich bei diesen Fragen um eine reinp Formsache. Wer 5triegs-anleihe zeichnet, wird rin allge­meinen nicht daraus bedacht sein, sie möglichst schnell wieder los zu werden. So lange wie die Fertigstellung und Ab- lieferung der Stücke dauert, kann wohl jeder tvarten. Es kömmt also nnr aus eine Geduldsprobe mt, die zum Besten des Vaterlandes gebracht werden muß. Ein sehr geringes Opfer im Vergleich zu den .großen Vorteilen, die der Besitz der deutschen Kriegsanleihe bietet.

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** Auszei chnu n g. Dem Leutnant der Reserve und Trup­penführer Otto S ie v e r s, z. Zt. im Osten, wurde das Hanseaten­kreuz der Freien und Hansestadt Hamburg verliehen. Dem Unterossizier David Katz vom Infanterie-Regiment Nr. 116. wurde das Eiserne Kreuz verliehen.

** Amtliche Personalnachrichten. TieGvoßherzogiw hat am 11. März, als am Geburtstage der scl. Prizessm Elisa­beth, nachstehende Ehrenzeichen für längjährige treu geleistete Dienste in ein und derselben Familie an folgende Dienstboten verliehen: A. Das Goldene Kreuz mit Bril­lanten: 1. Anna D a h m e r von Darmstadt, 42 Jahre bei Frau StaatLminister Rotl)e in Tarmstadt. 2. Ottilie Fan ft von Elz, Hessen-Nassau, 40 Jahre bei der Familie des Oberlandesgerichts-, rats Dr. Berchelmann in Darmftadt. 3. Katharina Schäfer von König i. Odw., 40 Jahre bei der Familie des Pfarrers a. D. Robert Lade in Darmftadt. 4. Margarete Halm von Mengers­kirchen, 40 Jahre bei Frau Leonhard Filtzinger in Mainz. 5. Katharina Scherer von Geisenheim, 40 Jahre bei Geheimen Sanitätscat Tr. Heinrich (Ludwig Müller in Mainz. 6. Katharina Träubel von Heppenlfeim a. d. Bergstr., 40 Jahre bei Frau Tr. Wvllpert in-Gonsenheim. 7. Snsanna Weiter von Sprend­lingen .in Rheinhessen, 40 Jahre bei Fräulein Paul ine Sobern-, heim in Bingen, ö. Das Goldene Kreuz. I. Provinz Starken bürg: 1. Margarete Beck von Kirschhausen, 25 Jahre bei Frau Realschuldirektor ,Dr. Ihm Witwe in Darmstadt. 2. Eli^ sabeth Becker von Wersau, 25 Jahre bei Fräulein Marie Linß in Darmstadt. 3. Margarete G ö l z von Unter-Scharba.ü. 25 Jahre bei der Familie 'des t Geheimen Regierungsrats Gräff in Darm-- stadt. 4. Margarete Trautmann von Ober-Ramstadt, 25 Jahre bei der Familie des f Rechnungsrats 1 P. Wilhelm Scheuck in Tarmstadt. 5. Elisabeth Weller von Cliinbach, 26 Jahre bei Fräulein Marie Zimmermann in Darinftadt. 6. Llpvllonia W i l l- w o h l von Fehlheim, 25 Jahre bei .Hauptlehrer Heinrich Kaßlich in Tarmstadt. 7. Emma Oppenheimer von Sickenhofen, 25 Jahre bei Julius Frank II. in Sickenhofen. 8. Therese Sar­torius von Amorbach, 26 Jahre bei Frau Anna Lauser Witwe in'Offenbach a. M. 9. Katharina Sch ubach von Hirschhorn, 25 Jahve bei Frau Ferdinand Wetzel Wittve in Hirschhorn.

II. Provinz Ober Hessen: 1. Margarete Wißner von Beuern, 25 Jahre bei Fräulein Matlsilde Kistner in Gießen. 2. Rebekka Adler in Londorf, 25 Jahre bei Kaufmann Aron Griesheim in Beuern. 3. Wilhelmrne .Hofmann von Rod- heim, 29 Jahre bei der Familie der Frau Anna Rau in Echzell.

III. Provinz Rheinhessen: 1. Elisabeth Berg vonJlbes-,

heim, 25 Jahre bei Kanzleidirektvr a. T. Geistlicher Rat Will). Moser in Mainz. 2. Elise Jserang von Otterberg, 2.5 Jahre bei Oberlehrer Professor Rüdershausen in Mainz. 3. Anna M ü l * ler von Schmölln, 25 Jahre bei Frau Heinrich Wallau in Mainz 4. Christine Senftleben von Biebelnheim, 26 Jahre bei Fritz Schäfer in Mainz. 5. Elise Margarete Wilhelm von Mainz, 25 Jahre bei Frau Elisa von Ramm in Mainz. 6. Bar­bara Anna Eich von Frei--Weinherm, 26 Jahre bei Sinwn Mayer in Dromersheim. 7. Katharina Peters von Kempten, 25 Jahre bei Fichrwerksbesitzer Jean Gahr in Bürgen. Gesuche um Verleihung desGoldenen Kreuzes" zum 11. März 1917, welchen eine Bescheinigung der zuständigen Bürgermeisterei oder Polizeibehörde beigesügt sein muß, aus der hervorgeht, daß die Bedingungen ftir die Verleihung desGoldenen Kreuzes" erntllt sind, müssen bis längstens den 15. Februar 1917 bei Freilierr Riedesel zu Eisenbach, Ober-Kammerherr, Tarmstadt, einge- reicht sein. , . ^ .

** Einlösun g der Krregsankerhezins- scheine bei den P o st a n st a l ten. Die fälligen Zins­scheine der Reichskriegsanleiyen werd-en seit Oktober 1915 bei allen Postanstälten am Schalter vom 21. des dein Fällig­keitstage vorangehenden Monats in Zahlrmg genommen oder gegen bar irmgetcruscht. Auch größere Mengen werden angenormnen, wenn der Schalterverkehr es gestattet. In Orten ohne Reichsbankanstalt werden Zinsscheine in jeder Menge und in jeder Höhe von den Postamtshaupt­kassen vom 21. des letzten bis zunr 10. des ersten Viertel- jahrsmonats umgetanscht. Dies bedeutet für jeden Besitzer von Kriegsanleihe, besonders auf dem flachen Lande, wo andere Ernlösnngsstellen nicht bestehen, eine große Bequem­lichkeit. Er kann die Zinsscheme seiner Anleihestücke bet jeder Postanstalt, auch bei den Postagenturen, in Zahlung geben oder bares Geld dafür erhalten. Diese Mögltchkeit wird hoffentlich vielen den Entschluß, Ersparnisse in Zfriegs- anleihe anzulegen, erleichtern und sie zur Zeichnung auf die vierte Kriegsanleihe veranlassen.