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sich diese Flüsse ohne Schwierigkeit durchwaten, obgleich sie sich in unzählige breite Arme geteilt haben. Der Wutz der Ebene von Durazzo ist der A r z e n, dessen Ufer vielfach steil und hoch sind, obgleich er in seinem Unterlaufe jene Ebene durchströmt.
Die Besiedelung dieses Küstenlandes, das an vielen Stellen wohlbebaut ist, bietet das Bild, datz, von den eigentlichen Küstenplätzen abgesehen, bedeutende Ortjckiaften nirgends entstanden sind. Die Küsteuorte selbst, die zwisck>eil Alessio und Durazzo liegen, sind ohne Belang: die Hauptorte des ganzen Bezirkes liegen vielmehr landeinwärts — dort, wo die Küstenebenen an die Berge stoßen und wo sich daher Ocrtlichkeiten von natürlicher Sicherheit und Stärke boten. Die bedeutendsten dieser Städte <tm _ Westhange der albanischen Alpen sind auf dieser Strecke ^lroja und Tirana. Kroja, das die österreichisch-ungarischen Truppen bereits beseht haben, darf neben Skutari Albaniens berühmteste Stadt genannt werden: bildete sie doch im 15. Jahrhundert die Burg und Hauptstadt des albanischen Nationalhelden, des noch heut in Lied und Erinnerung des albanischen Volkes fortlebenden Skanderbcg. Kroja liegt etwa 600 Meter hoch auf einer schiefen Ebene mit dem Rücken an die senkrecht über die Stadt fallende Mauer des Sara-Saduk-Kammcs gelehnt. Allmählich und in Terrassen flacht sich dann das Land von tlpoja aus zur Ebene ab. Den Mittelpunkt der Stadt bildet die ehemalige, noch heute höchst altertümliche Festung, von der eine lange, enge Basarstraße in die von Baumgruppen umkränzte Neustadt führt. Malerisch stechen die weißen Mauern dieses Stadtteils vom rötlich- grauen Gesteine des Felsens ab. Vom Palaste Skanderbegs ist keine Spur mehr zu entdecken, während der auf der höchsten toest- lichen Felsenspitze aufragenpe Turm der Stadtuhr an die langjährige venezianische Zeit von Kroja erinnert. Während die Stadt Skanderbegs schon um die Mitte des 13. Jahrhunderts erwähnt wird, soll Tirana erst um 1600 gegründet worden sein: und jedenfalls kann sie sich an geschichtlicher und politischer Bedeutung mit ihrer nördlichen Schwester nicht im entferntesten wessen. Dafür übertrifft sie sie noch an Schönheit der Lage; ja. Gopcevie, einer der beste,! Kenner des albanischen Landes, ist geneigt, ihr die Palme als schön st gelegen er Stadt Oberalbaniens zuzuerkennen. _ In Tirana könnte man sich nach ilM in ein Alpental verseht glauben. Jene imit ausgedehnte, von hier, wie bemerkt, nach Nordwesten reichende Ebene, in die Tirana eingebettet ist, ist rings von hohen Bergen abgeschlossen, die durch ihre kühnen Formen, wie durch ihre prächtigen Farben das Auge fesseln. Am schönsten sind die Höhen im Osten und Notdosten, die sanft gegen die Stadt abfallen und zahlreiche Bäck>e in das Tal hinabschicken. Ihre kahlen Kämme funkeln in roter Farbe; die mittleren Abhänge prangen in l)errli.chein, grünen. Wald- schmucke und ihr Fuß ist mit wogenden, gelben Feldern und braunen Aeckern bedeckt, aus denen allenthalben zahlreiche Dörfer hervorblicken. Tirana selbst ist sehr ausgedehnt: seine Bevölkerung mag beiläufig nur 25000 Köpfe betragen. Die Straßen sind außeryrdentlich belebt: der Basar kann sich fast mit dem in Skutari wessen. Schmutzig genug lind Tiranas Straßen freilich, indes rieseln durck> sie zwei schnrale Bäche, die den klnrat fort-« schwenrmen; ihr Wasser ist begreiflicherweise schwarz genug und recht wunderlich ist der Eindruck, den diese Gassenbäche machen. In, übrigen aber sind die Straßen leidlich breit, die Häuser nett
gehalten, mtb so ist das Gesamtbild dieser Stadt zugleich originell und freundlich. Auch die vielen, lustigen, buntbemalten Moscheen tragen dazu bei, diesen günstigen Eindruck von Tirana zu verstärken.
Gerichtssaal.
rz. Leipzig, 11. Febr. Schulknaben als Tauben- diebe. Vom Landgericht Gießen sind am 5. November v. I. mehrere Schulknaben aus Bad-Nauheim wegen schweren Diebstahls verurteilt worden. Der Knabe B. hat wegen dreier Diebstähle 3 Tage Gefängnis erhalten, der Mitangeklagte H. wegen eines Falles .einen Tag Gefängnis. Die Knaben waren über verschiedene Hindernisse gestiegen, um zu den Taubenschlägen zu gelangen, aus denen sie mehrere Tauben entwendeten. Der Verteidiger der beiden erwähnten Knaben hatte Revision eingelegt und suchte zu erreichen, daß nur einfackier Diebstahl angenommen werde. Deshalb suchte er nachzuweisen, daß die Einsicht der Angeklagten in die Strafbarkeit des schweren Diebstahls nicht genügend festgestellt sei. Da aber die Feststellung der Einsicht im allgemeinen genügt, so verwarf heute das Reichsgericht die Revision als unbegründet.
Spiekplan der Gietzener Stadttheater».
Direktion: Hermann Stejngoetter.
Sonntag, den 13. Februar, nachmittags 3*, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen Gastspiel des Neuen Theaters Frankfurt a. M.: Zum zweiten und letzten Male: „Der Weibsteufel." Ende nach 6^lhr. Abends 7*/, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): „Das Glücksmädel." (Neuheit!) Volksstück mit Gesang in 3'Akten von Max Reimann und Otto Schwach. Musik von Otto Schwartz. Ende nach 10 Uhr. Dienstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, bei Volkspreisen: Volks - Vorstellung: „Die Ehre." Ende nach 10% Uhr. Donnerstag, den 17. Februar, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): Gastspiel von Kate B a st 6 vom K. K. priv. Theater in der Josesstadt in Wien mit eigener Gesell- Gesellschaft: „Die rätselhafte Frau." (Neuheit!) Lustspiel in drei Akten von Robert Reiuert. Ende 10H Uhr. Freitag, den 18. Febr., abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 12. Freitags- Abonneinent-Vorstellung: „Maria Magdalena." Ende 10X Uhr. Sonntag, den 20. Februar, nachmittags 37, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Erbsörster." Ende 67* Uhr. Abends 7 1 /, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): „Das Glücksmädel." Ende
nach 10 Uhr.
Mrchttche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 13. Februar, 6. nach Epiphanias. Kollekte für das Hessische Krüppelheim.
Gottesdienst.
In der Stadtrirche.
Vormittags 97, Uhr: Prof. D. Schia n.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Pfarrer S ch w a b e.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr.
1 Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde.
Montag, den 14. Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Matthäusgemeinde.
2)ien>5taQ, beu 15. Februar, nachnüttags 4 Uhr, im Matthäussaal : Frnuennüssiousoerein.
Am konunendeu Sonntag, den 20. Februar, findet die Feier des heiligen Abendmahls in, Abendgottesdienst für die Matthäus- und Marknsgememde statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der Iohanneskirche.
Vormittags 97, Uhr: Pfarrer A n s f e l d.
Vornüttags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde.
Pfarrer Ansfeld.
Abends 6 Uhr: Plärrer B e ch t o l s h e i n, e r.
Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas« und Johannesgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Geineinde erbeten.
Abends 7,8 Uhr: Vereinigung der konfirnüerten männlichen Jugend der Lukas- und der Johannesgen,eiude.
Mittwoch, den 16. Februar, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
Pfarrer Bechtolsheim er.
Wartburg, cvangel. Jünglings- und Manner-Verein.
(Diezstraße 15.)
Sonntag, den 13. Februar, abends 8 Uhr: Vortrag. — Diens- tag. den 15. Februar, abends 8'/, Uhr: Bibelstunde. — Donnerstag, den 17. Februar, abends 87, Uhr: Leseabend. - Samstag, den 19. Februar, abends 87, Uhr: Aeltere Abteilung. - Gäste stets ivillkommen.
vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten.
Für die jüngere Ableitung jeden Aüttwoch von 6 bis 7 Uhr, für die altere Abteilung jeden Samstag von 6 bis 7 Uhr ,m Johannessaal.
vibelkränzchen für Mädchen aus der Johannesgemeinde.
Jeden Dieusraa von 6—7 Uhr in, Johaunessaal.
Sonntags-Verein für Mädchen. (Diezstraße 15 p.)
Jeden Sonntag nachmittag Zusammeukllnst.
Evangelischer Gottesdienst.
Kirchberg: So»u,tag, den 13. Februar, vormittags 10 Uhr.
Stachiuittags 5 Uhr: Kriegsbetstunde.
Lollar: Sonntag, den 13. Februar, nachmittags 7,2 Uhr. Daubringen : Mittwoch, den 16. Februar, abends 8 Uhr: Kriegs. betstm,de. Dekan G u ß m a n n.
Katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag, den 12. Februar- otachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte.
Sonntag, den 13. Februar, 6. Sonntag n. Erscheinung. Vormittags 67r Uhr: (tzelegeuheit zur heiligen Beichte.
„ 7 „ Hl. Messe.
h 8 ,, Austeilung der hl. Kommunion.
„ 9 „ Hochamt mit Predigt.
» 11 „ Hl. Messe mir Predigt.
Nachmittags 57, Uhr: Ehristeulebre; daraus Andacht. Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbiltandacht.
Diaspora-Gottesdienst.
Sonntag, den 13. Februar:
In Griinberg 9'/, Uhr.
In Hungen 97, Uhr.
Ein polnischer Priester hört Beichte:
In H u n g e n Samstag, den 12. Februar, abends.
„ Gießen Sonntag, den 13. Febrirar, vormittags.
„ L i ch Sonntag, den 13. Februar, abends.
„ Gießen Aiontag, den 14. Februar, vormittags.
mofiuüi
FSchtennadel-Kräuterbäder" in Tabletten Oer tewihrte Badezusatz für Netrväse und Genesende Man verlange ausdrücklich „Pinofluol ln Tabletten' 1 6 Bäder M, 1.50 . 12 Bäder M. 3,—
ranke? Ist 684
Bettenfrage für Gesunde und ! besten gelöst, wenn die unter D. R.-G.-M. Nr. 420 68 ^ uv D. R.-G.-M. Nr. 420 685 der Möbel- und Betten fabrikTh. Brück, Gießen,EckeSchloßgasse—Kanz l e i b e r g, patentamtlich geschützten S p r u n g f e d e r - M a trotzen „Unerreicht beauem" arnd dreiteilige 2lnflage-Ma trotzen „Stabil", die seit Jahren eingeführt und auf vorzügliclüle bewährt, gekauft werden. Alle Klagen über knarrent eiserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager höre auf. 392a
Zur Frühjahrsdüngung. Die beste Bodenbearbeitung
und Bestellung bringt stets nur halben Erfolg, wemr die Düngung nicht gut und zweckentsprechend ist. Tie heutigen hochgezüchteten Kulturpflanzen nüissen reichen Nährstoffvorrat im Boden porfinden, wenn sie wirklich befriedigende und lohnende Ertrüge bringen sollen; sie alle gebrauchen zu ihrer Ernährung im allgemeinen weitaus! am meisten Kali, viel Stickstoff und weniger Phosphorsäure. In diesein Verhältnis sind die Pslanzennährstoffe auch in gutem Stallmist enthalten und so sollten sie auch im Kunstdünger zugeführt werden. 12 /„d
Kriegsministerium.
M 3231/10. 15. K. R. A. III. Ang.
Berlin SW. 48, 14. Januar 1916. Betrifft § 7 der Btknnutmachung, betreffend Enteignung. Ablieferung und Einziehung der durch die Verordnung M 325/7.15. K.R.A. bzw. M325e/7.15. K.R.A. beschle"-. nahmten Gegenstände, vom 16. November 1915.
Der letzte Satz des dritten Msatzes des § 7, nämlich:
.... für die Preisberechnung komnien nach Mzug des Gewichtes der Besckstäge. die Uebernahmepreise für Gegenstände „ohne Beschläge" in Anwendung, ist zu streichen.
IM Aufträge:
Ko et h.
Betr.: Enteiguung, Mieferung und Einziehung der Kuvfer» gegenstände usw.
An den Oberbürgermeister zu Gietzen und die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Bon der vorstehenden Mänderung geben wir Ihnen mit dem Anffigen Ktnrntiris, daß Ihnen Sorrderabdnicke hiervon, sowie von einer Mitteilung über die Preis Verhältnisse von Ersatz-Wafchkesseln in den nächsten Tagen zugehen wei'den.
Gießen, den 10. Februar 1916.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, vr. U s i n g e r.
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