Ausgabe 
26.2.1916 Erstes Blatt
Seite
91
 
Einzelbild herunterladen

BkscheÄ). M* WgoKe M binnen drei Wonaten nach Zustekkrmg des vorlaLsigM^oder endsüttigr« Bescheids zm entri cht e n . Bei

(Erchdrng der Abgabe werden die fLnsprozentigen Schuldv-erschrei- dun^l und Schatzanweisungen der Kriegsanleihen des Deutschen VMM betrag an Zahlrmgs Statt angenommen. Wer nr nj(m li(q intrKiÄigc oder unvollständige Angabe?! macht, die ge- crgtvet snw, erne Verkürzung der Abgabe herbeizuführen, wird mit ciTver Geldstrafe -ms zum fünffachen Betrage der gefährdeten Ab­gabe bestluft. Neben her Geldstrafe kann auf Gefängnis bis zn ernem Fahr m?d neben der Gefängnisstrafe auch auf Verlust der burgerrrchen Ehrenreclxte erkannt werden, wenn die unrichtigen om unvollstMdigen Angaben in der Msicht, die Abgabe zu Hinter­zrehen, gemacht worden sind. Der Bmidesrat kann zur Vermei­dung besonderer harten auf Antrag eines Steuerpflichtigen einzelne auDierordeutltd>c Bermögensanfälle von der besonderen Abgabe be- , W°T r ei . ne mrderweitige Berechnung des Vdehrein kvinmens

oder Mehrgewinns genehmigen.

Es folgm Schlntzvorschriften (§§ 42, 43V die einige Ände­rungen des Befchsteuergesetz.es enthalten. WTB.

Portugal vergewaltigt deutsche Schiffe?

^ Einer Meldung des Reuterschen Bureaus aus Lissabon zufolge veröffentlicht die portugiesische Amtszeitung ein De- £'ry T 8orrn der Benutzung deutscher, in protu-

giesischen Häfen internierter Schiffe durch die portugiesische Regierung geregelt wird. Portugiesische Besatzungen begaben sich daraufhin an Bord der deutschen Schiffe, die im Tajo verankert sind, und hißten die portugiesische Flagge. Weitere Einzelheiten über diesen Bruch der Neutralität iidernntte-ln Nils die folgenden Drahtberichte:

Paris, 24. Febr. Die Zahl der ans dem Tajo ankern­den deutschen Schiffe, die init Beschlag belegt worden sind, besagt 35. DerTeinps" meldet, daß die Bestandsanf- uahme und die Entladung der Schiffe sich oh??c Zwifchen- , satt vollzogen haben. Die Regierung erklärte, daß es sich l nicht um einen kriegerischen Akt handelt, sondern um eine einfache, im öffentlichen Interesse gelegene Maßnahme, und daß der portugiesische Gesandte in Berlin beauftragt worden sei, dies der Kaiserlich deutscheii Regierung zu er­klären. Den Besitzern der Schiffe sind alle Garantien zu­gesichert worden.

Köln, 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) DieKöln. Ztg." meldet aus Berlin: Die Meldung des Reuterschen Wrreaus aus Lissabon, nach welcher Portugal zur Beschlag­nahme der aus dem Tajo liegenden deutschen Schisse ge­schritten sei, ist hier amtlich noch unbestätigt. So­lange erne Bestätigung nicht vorliegt, kann von hier ans in der Angelegenheit nichts geschehen. Man nniß abwarten, ob tatsächlich ein solcher Beschluß Portugals vorliegt Einst­weilen sei aber darauf hingewiesen, daß nach den Bestim- nrungen des deutsch-portugiesischen Handelsvertrages so- L wohl Deutschland wie Portugal berechtigt sind, die in ihren Häfen liegenden Schiffe gegen eme Entschädigung zu requi rieren.

Berlin, 25. Febr. (Priv.-Del.) Zu der Meldung über L die Internierung deutscher Dampfer durch Por-? | tugal erfahren Nur, daß in portugiesischen .Häfen überh.rupt ff nur ein Dampfer interniert ist. Die übrigen deutschen Schiffe, die in portiigiesischen Häfen liegen, 'befanden fidi bereits bei .Kriegsausbruch dort oder liefen in dieselben zu ihrer Sicherheit ein. Diese Schisse unterliegen ??ach> dem Völkerrecht der Beschlagnahme wicht. Die Tonnage der in portugiesischen Häfen liegenden Schiffe beträgt insgesamt etwa 270 000 Donnen. In iwrdanreriLanischen Häfen liege?? Schiffe von insgesamt 600 OM Donnen, in den Häfen Süd- ameriLas, Argentinien, Chile usw. 436 OM Donnen. Ins­gesamt betragt die Domrage der in außerdeutschen Häsen befindlichen Schiffe etwa 1,9 Millionen Tonnen. Bei den ??? amerikanischen Häsen liegenden deutschen Schiffen ist zu bemerken, daß ein größerer Teil davor? nur für den Passa- grerverkehr eingerichtet ist und deshalb für Warentrans­porte nicht in Frage kornmen kann.

Aus Stadt uttfe Land.

Gießen, 26. Februar 1916.

Sonntagsgedanken.

Was ist ein unbrauchbarer Mann?

Der nicht befehlen und auch nicht gehorchen kann."

(Goethe.)

Recht befehlen zu können, bildet sich fast jeder ein. Aber nur wenige können es. Denn das Befehlen setzt voraus, daß erner wirklich über den anderen steht, denen er befiehlt, daß er wirklich derjenige ist, der ihnen ein Führer sein kann. Das üt erne hohe Ehre und Auszeichnung, zu befehlen. Llber auch das Gehorchen ist nicht, wie manche sich Vorreden, um sich damit wegen ihres Ungehorsams zu entschuldigen, etwas Entehrendes. Sondern dem Führer nicht zu folgen vermögen, das ist eine Unehrc und Schande. Denn da ist man ern unbrauchbarer Mann.

-yfo Fn^denszeiten lebten wir in vielen Dingen im Ueberfluß. Da mochte es wohl noch eher hingehen, we??n einer e?n unbrauchbarer Mensch war, einer, der weder befehlen noch auch gehorche?? konnte. Was Brauchbares geleistet wurde, genügte, um das Leben zu fristen. Frei­lich, je weniger brauchbare Menschen da waren, um so Mner wurde es. Je mehr da ware?i, die nur sich selbst, ihrem Vergnügen und ihrer Langeweile lebten, desto weniger Brauchbares konnte daraus entstehen.

..Aber im Krieg brauchen wir mehr. Jetzt sind alle Kräfte erforderlich. Mes, was eine Kraft werden Wnnte, aber noch ke?ne ist, nruß zürn Lebe?? gebracht werden. D?e Unbrauchbaren und Ueberflüssigen rn'üssen, wenn sie noch nicht wach sind, gereizt werden u?id aufgeweckt Das - erste ist, daß man sie mm zu Gehorchen zwingt Welch eme Wohltat ist es nun auch für eirren solchem Menfchen, der ?wch nichts oder noch wenig im Leben genützt hat mrdlich auch einen Platz richtig ausfülle??, endlich sich ernem Befehl unterordnen zu müssen. Ta wächst die Kraft auch des Schwächsten, und alle Kräfte zusammen geben erne den Feinden furchtbare Gewalt. Denn auch die Fahrer fehlen uns nicht, die befehlen könne??, die den Strom der .Kräfte in die rechte Richtung leiten. Ohne sie wäre da nur eine wilde Masse ohne Betonßtsein Aber sie ziehen durch ihren Befehl die Gehorcl-enden zu sich * empor und vereinen alle Kräfte zu dem hohen Ziele hin

d.

** Siege § feie r. Anläßlich des großen Waffenerfol­ges ?m Norden von Verdun, der uns über 10000 Gefangene einbrachte, läuteten gestern gegen abend die Kirchen- Olocfni Jjfit dem Flaggen hatte man schon früher be­gonnen. Aus dem gleichen Anlaß fand um 6Uhr ein Mili­tär k o n z e r t in der Süd-Anlage statt.

** Personalnachrichten. Am 21. Februar d I wurde der Dammwärter Johann Lebert zu Offenbach vom 1. Aprrl d. I. an auf die Dammwärterstelle zu Groß- Steinheim versetzt und der Schleusenwärter cm der Schleuse

bei Offeubach, Christian Jertz, dom 1. April d. I. an Zwm Dammwärter in Offenbach ernannt.

** .Stadttheater. Aus dem Sta.dtthea.terb u reaU tvird uns geschrieben: Zum morgiger Gastspiel des Darmstädter Hof- tyeaters dürfte folgende Besprechung einer Darmstädter Zeitung mteresiieren. Es heißt da:Der tolle Hu??d" spielt ebenso, wie derDatterich" in Ueinbürgerlichen Darmstädter Familienkreisen.

k ba^u^se Geschichte hat der Dichter mit Gestalten voll Kraft Uni> -~ä- ausgestattet und die zahllosen Familien szenen mit so urlüuidjitgm Humor gespickt, wie er nur in der Atmosphäre des behaglichen Kleinbürgertums gedecher? kann. Hermann Kn?- lpcl Mt es verstände??, das Ganze auch mit einer Anzahl Ge­langen und Tänzen auszustatten und als gründlicher Kenner des barmstädterHeruertums" auch die ganze Darstellung auf den rechten Lvkalton abgestimnrt, aus dein die mit modernen An-- sprelnngen durchsetzte?? Cvnykets allerdings stark her ans treten. Als ^^^bter der beiden. Fa?nilien Knippelius und Puttel zeichneten Nch^Eduard Gäbe l, Else M ick l e r, Herrnann Kn ispel, Minna M u l l e r --H a? int und Luife^ Kn m?n e l aus. Die gefällige sJegfftfrrniftt hatte Hofkapcsimeister O t ten Heimer geschrieben.

ans verkaufte Haus auch der Großherzog und die GrotzHerzogin waren zugegen bereitete dem lustigen Stück eine lehr warn?herzige Aufnahme.

** Marzcll Salzer sah sich gestern abend im Stadt­theater wie stets der prickeliiden Aufnahmefteudigkeit eines aus­verkauften Hauses gegenüber, ??nd so hatte er sich beim auch in de?? ersten paar Minuten der Stimmung bemächtigt und küetete sie mr,ch feiner Auswahl wie weiches Wachs, bald zur Mie??e des befreiendsten Lachens, bald z???n nachdenksamer? Ausdruck inner- "wen Erleberrs. Der Künstler kam gestern abend vorwiegend Euell Pardon, nein Verzeihung zeitgemäß (20 Pfennig ans Rote Kreuz): So und ähnlich hatte er im Handumdrehen b^e Laune

Hörer eingefangen, u??d sie pickte ihm gehorsam all die schmackhaften großen und kleinen Bissen aus der freigiebigen Hand. Da sang John Bull init heuchlerischem Augenaufschlag zur Ver Drehorgel ein beweglich Klagelied über die Tücke und die Rohheit der Barbaren, d. h. der Sieger: Ach, ?vas sein die Germans wr barbars Gabriele Rübchen hüpfte mit der Leier und riesigen Geberden vor den Jsonzobezwingern einher, um nach drei Tagen hinter Hoteldoppeltüren über die Pleite Jtalias nachzu- ftnnen der Leutnant von der Linde, stolz wie ein junger Teufel, eroberte mit seinem Heere von vier Mann Malonne und pftanzte se??? aus Hosenfetzen improvisiertes Baiiner aus. Dann kam Ernst. Fritz Müllers Geschichte vom alten Professor, dessen Wertmesser für alles Sei?? sind Tu?? der alte, edle Homer ?oar, fand eiite tiefe Ergriffenheit, als der alte Stubengelehrte iit bei leeren Oberprima im Traum von dem brausenden Atem der Zeft gestreift wird und erkennt, daß feine lieben Jungens selber mit stählernem Griffel den ne??en Homer schreiben. Marcell Salzer hat den Schritt auch dicht hinter die Front gesetzt und de?? Feldlazaretten u?ld Schützengrabenbären Grüße der Hei?nat und deutschen 5)umor bringen dürfen: Am Jsvnzo war er Gast des Generals Boroewic sprich Boroewitsch (Gott, er wäre W noch viel brnühmter, wenn man wüßte, wie ersich spricht") und der hat ihm gesagt, an dieser Front könne der Italiener ?v, werden, und als Marcell Salzer das Wort später Hinde??burg selber erzählte, da hat der Recke vor sich hin gelächelt und gemeint: Bester wärs. er stürbe vorher! Ja, und an denJsonzofront, vielleicht auch anderswo und früher, wars, wo der Feuertvertker einen k. und k. Ma??tel für seinen Hanptma???! und der Hanptmani? eben diesen Mantel für seinen Feueriverker hielt; es ?oar nämlich tags r-? 01 Barbaratag gewesen, und der ?vird bei der Artillerie bekannt­lich «gefeiert. In der Nähe hat sich auch die Geschichte von dem ovalen Schild ereignet, die gestern abend ??ach Salzers Aussage me Greßener schneller kapierten, als cs m manchen Großstädten ^ Jet« w^- ^kid wieder sprach Salzer von Hind erwürg, wie der große Marschiül frisch, jugendlich, bei bestem Befinden und un­genagelt ?n die helle Zurnnft schaue und denen daheim ein Bei­spiel biete, lind dan?? in bunter Folge kraftvolle Bilder vorn Kampf und L-ieg und Durchhaltei? und dazwischen wie lustige .lürteten Seitenhiebe auf Bureaukratism??s, männliche und ?veibliche schivache Seite-n, «vf deutsche Mode, deren Glockenröcke trotz pller ö.um Siegeslänten taugen, und vor allem eine köst- für Wort zu unters chreibe??de Kapuzinerpr^igt an 1Hkwer-M»esniacher, de?? alleswisse??den, achselzuckenden, sor­genvollen Plaggeist unserer hohen Tage u??d an seine Mllegin twn mr anderen L>eite, die ölige, bis ??? die tiefsten Seelengründe vom Kriege unverändert gelassene, sachverständige Klatschbase, die am besten unter demHochgestochenen" gedeiht. Noch ein poetisch ausgelegtes Hindenburgwort vom Durchsiegen ein Rund- tompliment und der Salzerabe??d war, ehe maus . in dem

i^rbel gemerkt hatte, zu E??de. Er n>crr ime ein erfrischen-- ^ an heißem Nachmittag, ein ivohliges Ausspannen

nnd Ausruhen auf einer grünen, heiteren Flur, die Salzer in rreuem und echtdeutschem Festhalten gegen den schweren Sturm der Zert verteidigt. Es tut vom Herzen wohl, sich ab und zu; einmal ?n diese Oase flüchten zu können. -a-

** Kanonendo??ner. Auf unsere gestrige Notiz hin geht uns heute solge??de Mitteilung aus Nidda zu: Bei dem Ueberschreiten einer Anhöhe, die Nidda von Bad-Salz- hau^n trennt und als Hermstein bei Nidda bezeichnet wird, dlreb ich oftmals stehen, da es mir vorkani, als hörte ich

Hessen-NasilM.

ra. Biedenkopf, 26. Febr. Für den Kreis Biedenkovi

stehen zwei Faß Olivenöl von 300 kg zur Verfügung, die in Biedenkopf und Gladenbach zur Verteilung kommen.

ra. Frankenbach, 26. Febr. Der Privatier Llldwig Wack in Kassel, ein geborener Frankcnbaper, hat den Kirchen- g ein ein den Crumbach und F>>nke ach letztwillig je 3000 Mk. zugewendet.

ra. Naunheim, 26. Febr. Unteroffizier S ch m e h l (Res.- Jnf.-Regt. Nr. 234) wurde init dem Eisernen Krenz aus­gezeichnet.

[] Aus dem Kreise Wittgenstein, 25. Febr. Ern früherer Berleburger, namens Nolde, der sich in Reading in Nordamerika befindet, hat sei??er Vaterstadt 50000 Mk. vernnacht mit der Besttmmung, daß die Zinsen Krregswitwen nnd -Waisen der Stadt Berleb??rg zugewendet werden.

R ö de lhe i m, 25. Febr. Aus dem hiesigen Bah??hose

stießen ztvei ArbeH-züge zusammen. Mehrere Wagen ent- 03,; Freiler r

gleisten. Bei der Freilegung der Gleise verunglückten zwei L>chlofser so schwer, daß sie dem Ki:ankenhause zugeführt wer­den mußten.

Spielplan der vereinigten §rankfutter Stadtttzeater.

lvpernharis.

Sonntag, den 27. Febr., nachrnittags Sy % Uhr:Der Zigeuner, baron." Älbends 7 Uhr: ^Violetla." Montag, den 28. Februar. aberids 7 Uhr: Einmaliges Gastspiel des Herrn Kammersänge'- Herinann Jadloivker:Carmei?." Dienstag, den 29. Februar, abends 7 Uhr:Fra Diavolo." Mittrvoch, den 1. Diärz, abend-.- 7/, Uhr:Der Freischütz." Doni?erstag, den 2. März, abends 7 Uhr:Der Rssenkavalier/ Freitag, den 3. März, abends 7 /, Uhr:Der Postillon von Lonjumeau." Vorher: Cbarakter- tanze. Samstag, den 4. März, abends 6 Uhr:Tie Walküre.- Sonntag, den 5. März, nachmittags 3si, Uhr:Der Vogel-

Händlers Abends 7 Uhr:Mignon?

Schauspielhaus.

Soniltag, den 27. Februar, nachmittags 3si, Uhr: .Alt-Heidcl- berg. Abends 7', Uhr: Bunter Abend: Vorträge. Hieraus:

^lteratur." Zürn Schluß:Berlin-Bagdad." Montag, den 'c?' qcbnmr, abends 7'/^ Uhr:Heirno, der Bauer." Hierauf :Die Komodre der Irrungen.' Dienstag, 29. Februar, abends TL Uhr: »D?e deutschen Kleinltädter." Mittwoch, den 1. März, abends 7 Uhr: Erstes Gastspiel des Herrn Albert Bassermann:Harnlet." Donnorsm-,, den 2. März, abends 7/, Uhr: .Tie stille Stabe.

»vrerta.i 8f»n 3 Wrin 71/ in...- ra,...

^retta«? den 3. März, abends Uhr: Bunter Llbend: Vorträge. Hierauf:Literatur." Zum Schläß: .Berlin-Bagdad." Samstag, den 4. Marz, abends 6 Uhr: Zweites Gastspiel des Herrn Lllbert Bapermanü:Don Carlos." Sonntag, den 5. März, nachmittags 37 2 Uhr:Wie emst im Mai." Abends 7si Uhr:Henno, der ^auer." Hierauf:Die Komödie der Irrungen."

Bviefkcrften der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberüafichtigL»

M. £ 95. Ein Feldwebel-Leutnant zählt zu den Offiziere?^ vor chln sind die gleichen Ehrenbezeugungen zu erweisen, wie bei den übrigen Offizieren.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 27. Febr. 1916 Bedeckt, zeitweise 9tiederschläge, wärrner.

ein von ferne h-eranziehendes Gewitter. Doch ich ^täuschte ; denttich niiterschied sich das dampfe Rollen

nrich. denn ganz-, .. rrw UWWI1

aB e?it starkes A rt? ller?e feue r, einmal in kurzen, dann ?n mächtig langen Intervallen. Die Luft war rein und kein Mensch war weit u??d breit zu sehen. Mein Söhn- chen, das mich begleitete, machte mich des öftern auf das Rollen aufmerksam. Es war dies ani Dienstag, den 22. ). M., nachmittags gegen 4 Uhr. Niddaer Anwohner, mtt denen ich darüber sprach, lächelten und meinten, es könnte doch nicht möglich sein, aber ich halte meine Wahrneh^ mungen aufrecht, da a??ch meine Fta?? andern Tages den- elben Weg ging und die gleichen Wahrnehmungen machte.

Postverkehr. (WTB. Mcht- amttrch .) Vom 1. Mürz ab können innerhalb des Gebietes des General-Gouverne?ne?tts für Belgien Pakete mit der Post versandt werde??. Der neue Dienst ist in abgehender und anöonnnender Richtung vorerst auf die Mehrzahl der­jenige?? belgischen Orte beschränkt, tt? dene?i sich Postämter unter der Leitung vo?? deutschen Beamten befinde?!. Dies rnd! gegenwärttg 58 Städte. Zugelassen sind gewöhn­liche und Mn geschriebene Pakete bis zu 5 Kilogram?n. tUke Pakete müssen von dem Absender sreigemacht werden Die Gebühr beträgt 50 C. oh??e Unterschied des Gewichts oder der Entfernung, die Eir?schreibegebühr 25 C. Die Be­lastung der Pakete mit Nachnl.ihnre bis zu 800 Mark (1000 Francs) ist gestattet. Den Paketen dürfen keine Briefe oder christliche Mitteilungen beigegeben werden. Das Postanit des Bestimmungsortes benachrichtigt den Enipfäkiger von dem Eingänge der Seridung: !dieser hat sie bei denr Postaint abznholen, wobei sie geöffnet und der Inhalt geprüft wird. Ersatz fnr^ Beschädigung^ oder Verlust von Paketen tvird nicht geleistet. Für eingezogene 9tachnahmen kmftet die Post wie für Postanweisungsbeträge.

Landkreis Gießen.

.. 25 - Febr. Unter zahlreicher Beteiligung wurde

mit nnlitaruchen Ehren Ober->Bnhttc,ssis1ent a. D. Ednard F r o min e zn Grabe getragen Der Verstorbene, der lange Jahre hier tätig war, hatte den Feldzug vou 1870/71 als 17jähriger Kriegsfreiwilliger ich 1t ArtlUene-Regiment niitgeinacht. An feinem Grabe wurde eme Elwensalve abgegeben und die Kapelle des Landsturm-Jnf.- Ersatz-Bataillons Gießen spielte Tranerrveifen. Kranzspenden wurden unter sehr ehrenden Llnsprachen istedergelegt vorn Assislenten- Berem, dem Allgemeinen Staatseisenbalrn - Verein Gießen, den? Allgemeinen Staatseisenbahn-Verein Lollar, dem Kriegerverein Ludrvig zur ^rrene' Lollar ??nd dein hiefigen Gesarigverein ^Liedertafel".

Letzte Nachrichten.

Der deutsche Erfolg bei Heidweiler.

i. Köln, 26. Febr. (Zens. Berlin.) Zu dem vom deuk- schen Heeresbericht kur^ erwähnten deutschen Angriff westlich Heid Weiler im Elsaß meldet der Sonderberichterstatter derKöln. Ztg.", daß ein sehr kräftiges Feuer unserer Ar­tillerie und unserer Minenwerfer den Angriff vorbereitete. Alsdann sttrrmten die deutschen Truppen mit derarttger Energie, daß in? ersten Anlauf die ersten Gräben geiwmmen wurden, ?vobei die Franzosen sehr starke Verluste erlitten. Die französische Behauptung, daß die Gräben grö^enteils zurückerobert wurden, ist völlig unzutreffend.

Die Beute derNcöve".

i. Köln, 26. Febr. DerKöln. Ztg." zufolge berichtet dieTimes": Die bisher durch das deutsche SchiffM ö v e" der englischen Kaufsahrteiflotte verursachteir Verluste werden auf 60 000 Tonnen und 2 Millionen Pfund Sterling ge­schätzt. Bisher wurden 13 Schisse versenkt. Die eng­lische Presse ist um so mehr erstaunt über das Vorgehen der Möve", als die Taten in unmittelbarer Nähe der englischen Flottenbasis erfolgten.

FIchSsBaade! -Kräuterbäder' in Tabletten Der bewährte Badezusatz kür Narvöse und Genesende Man verlange ausdröcMjfhPmothiol in Tabletten 1 *

S Bäder M. 1,50 . 12 Bäder M. 3,-

^ettenfra ge für Gesunde und Kranke? Ist am besten gelöst, wenn die unter D. R.-G.-M. Nr. 420 684 und D. R.-G.-M. Nr. 420 685 der Möbel- und Betten- fabrikTH. Brück, Gießen, EckeSchloßgasseKanz- l e i b e r g, patentamtlich geschützten Sprungfeder-Ma­tratzenUnerreicht bequem" und dreiteilige Auflage-Ma­tratzenStabil", die seit Jahren eingefühtt ?rnd a??ss vorzüglichste bewährt, gekauft werde?,. Alle Klagen über knarrende eiserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager hören:

aus.

392a

Itail-

Mt

ioii-

empfiehlt , 19

J. Happel

Mühlstrasse 18.

llytfiiäuserTechnilium

Frankenhausen^

Ing.-u.Werkni.-Abt. Gr.Masch.-Lab

Hoch- und Tiafb««.

ägareUen

direkt von derFabrik

bq Originalpreisen

100 (i Pf.). 0.7*

100 (2 Pf.).0.00

100 (2V 2 Pf.).1.10

100 (3 Pf.).1.50

100 (3VsPf.).2.-

100 (4 Pf.).2.20

100 (5 Pf.).2.50

ZioarettenfabriK haI)s e [^d

KÖLN, Ehrenstrasse 34.

"sw . Zur Probe ca. v-'ksil., 9 Pid. aller nach' stehenden Spezial - Sorten Mk. 3.75 frei. Patentwasch­pulver, ecbtc Lilienmilchieifc.

P. Del s t e r, E r e sl I (50.

Sommersprossen ?

kann jeder in 10 Tagen günzl. beseitiaen. Auskunft kosten!. Prnn Erna LranSen-

bnrg-L^s»sin. Ssrlin K.>