Ausgabe 
17.1.1916 Zweites Blatt
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/geordnete hat diese falsche amMäx Bcmrckmtömrg allein ans die ihm ähit Angeklagten gemachten Bersichernngen vorgerrommen, so daß der Handeismumr die Tiere aus Grund der Wahrheit^- Jvidrigeu Bescheini-gung auf den Hergenhc-iner Markt auftreiberr und erkaufen konnte. Tie Strafkammer erkarmte unter Zubilligung 'mildernder Umstände für beide Begangenschaften auf eine Gesamt- Geldstrafe von 300 Mark oder 60 Tage Gefängnis.

Ein Spezialist

ist, der aus der Untersuchungshaft vorgeführte 33 Jahre alte Ar­beiter Ludwig Sch. von Wolfsgruben, zuletzt in Gießen wohnhaft, 'der als wiederholt rückfälliger Dieb vorbestraft ist. Seine Leiden­schaft sind Stallhasendiebstähle. Er ist geständig, in 10 Fällen und zwar in Fellingshausen und Klein-Linden 3 Kleider- und Wäsche­diebstähle, in Gießen 1 Gans und 2 Hühner und weiter in 6 Fällen 12 Stallhasen gestohlen zu haben. Mitangellagt ist die 34 jährige Ehefrau Lina S. von Gießen, welck>e beschuldigt ist, den Sch. in mehreren Fällen zu den Diebstählen angestiftet und das Tiebsgut als Hehlerin an sich genommen zu haben. Weiter standen unter der Anklage der Hehlerei der 43 Jahre alte Tage­löhner Will). Sch. und dessen Ehefrau aus Gießen. Tie Verhand­lung ergab, daß es sich bei mehreren der begangenen Taten um schweren Diebstahl handelt, weil der Täter mittels Einsteigen und mittels Erbrechen von Behältern zu dem Diebesgut gelaugt ist. Es ergeht das Urteil, daß Ludwig Sch. wegen der begangenen einfachen und schweren Diebstähle im Rückfall unter Zu­billigung mildernder Umstände zu 2 Jahren Gefäng­nis, die Ehefrau Lina S. wegen Verleitung zum Diebstahl und wegen Hehlerei zu 2 Monaten Gefängnis Und Wllh. Sch. wegen Hehlerei zu.2 Wochen Gefängnis zu ver- urteileu sind. Die Ehefrau Wilh. Sch., welche sich die Braten mit hat gut schmecken lassen, wurde der ihr zur Last gelegten Hehlerei für nicht schuldig befunden und f reigesprochen.

«Ejanfccl.

Die englische Ankündigung, den deutschen Handel dauernd zu boykottieren.

New Uork, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Funkspruch des Vertreters des Wolfsbureaus. Die britische Ankün - d i g uu g des Planes, den deutschen Ha u d eI nach

Dem Kriege zu boykottieren, wird lebhaft erörtert, besonders da die Verwirklichung des Planes die Entwicklung des amerikanischen Außenhandels ung-erechterweise treffen würde. Viele Kreise einschließlich der Kongreßmitglieder be­zeichnen den Plan in Ausdrücken höchster En t r ü st u n g als eine neue Beschränkung des neutralen Handels. Die Zeitun­gen tadeln den Gedanken, den Krieg auch auf wirtschaft­liches Gebiet zu übertragen. DieHandelszeitnng" sagt: Dies ist der Weltkonflikt, und das Arteresse der jetzt neu­tralen Völker wird beobachtet werden müssen." DieTimes" sagt:Von den Neutralen kann nicht erwartet werden, daß sie dem Gedanken zustimmen, daß die Ueberle gen heit des deutschen Handels durch militärische oder politische Mittel besiegt werden müsse."

International News Service" meldet in einer Depesche aus Washington, es herrsche dort Besorgnis. Die Depesche sagt, viele Senatoren hätten erklärt, daß jetzt nichts den Ausbruch einer Stimmung im Senate gegen Englands Behandlung der neutralen Schiffahrt verhindert könne. Das Staatsdepartement werde dem Senat jetzt die mit England strittigen Fragen unterbreiten. Von der Entscheidung des Senats hänge es ab, ob das Verhältnis zu England gefähr­lich oder akut werden könne. Das Staatsdepartement habe aus nichtamtlicher Quelle die Nachricht von dem englisch- französischen^ Abkommen erhalten, nach dem keinem deutschen Handelsschiff mehr erlaubt sein soll, in einem britischen oder französischen Hasen einzulansen. Der Senator Hoke Smith werde dem Senate ans Deutschland stammendes Material vorleaen, das seine Behauptung beweisen soll, daß Englands Handlungsweise, Baumwolle als Bannware zu erklären, vollständig ungesetzlich ist. Die Depesche fligt hinzu, einige der konservativsten Senatoren hätten ihre Entrüstung über die Tatsachen ausgesprochen, die sie als entert Beweis für den Entschluß Englands ansehen, dem deutschen Handel ein Ende zu machen.

In einer Unterredung mit dem Vertreter derNew Dort American" erklärte der Senator Chamberlain aus dem Staate Oregon, Englund Hube während des Krieges alle Mittel zur Erdrosselung des feindlichen Handels ge­rechtfertigt, aber es gebe keine Rechtfertigung dafür, eine solche Politik auch nur einen Augenblick nach der Beendi­gung der Feindseligkeiten fortzusetzen. Zu sagen, England plane ernstlich die Vernichtung des deutschen Handels nach dem Kriege und beabsichtige, Deutschland oder irgend ein anderes Land auch nach dem Kriege zu verhürdern, sich von der unaussprechlichen Verwirrung des Welthandels, unter der es litt, wieder zu erholen, sei eine offene Miß­achtung des Rechts jeder Nation.

New York, 15. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) DerNew York Amerikan" meldet: In Washington verlaute, der englische Botschafter habe seine Regierung telegraphisch von der Feind­seligkeit benachrichtigt, die R tt n c i m a n s B o y k o t t p l a n in Amerika hervorgerufen habe. Aus gut unterrichteter Quelle erfährt das Blatt, daß der englische Botschafter nicht der Meinung sei, daß seine Negierung einen solchen Plan gutheißen werde. Es wird bestätigt, daß der Botschafter persönlich ein eifriger Gegner einer solchen Politik ist.

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Gott der Herr rief heute nacht meine liebe, gute, unvergessliche Frau, unsere treubesorgte Mutter und ^Schwiegermutter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Luise Schmahl, geh. Schwerer

nach langem schwerem Leiden durch einen sanften Tod zu sich in die Ewigkeit.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Karl Schmahl

Gr. Landgerichtsrat, z. Zt. Kriegsgerichtsrat. Giessen, den 16. Januar 1916.

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zugleich Heizer, sofort ge­sucht. 950 Alk., freie Station und Dienstkleidung. Versor- gungsberechligte Kriegsteil­nehmer bevorzugt. l342D Gr. Direktion der Heil- und Pflege- anftalt Gießen.

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Die Einsegnung findet Mittwoch, den 19. Januar, vormittags l&U Uhr, im kath. Schwesternhaus, die Beisetzung Donnerstag, den 20. Januar,' nachmittags 2% Uhr, in Frei-Laubersheim (Rheinhessen) statt.

Schlosser

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die zahlreichen Kranzspenden bei dem Hinscheiden meiner unvergesslichen Frau, unserer lieben Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante

Lina Meimann geh. Steinmüller

sagen wir allen herzlichen Dank. Besonders sprechen wir Herrn Pfarrer Dörr für die trostreichen Worte am Grabe und der hiesigen Krankenschwester für ihre liebe­volle Pflege noch unseren innigsten Dank aus. 447

Die trauernden Hinterbliebenen.

Heuchelheim, den 17. Januar 1916.

Wärter

zum baldigen Eintritt gesucht. 450 Mk. im Jahr bei freier Station und Dienstkleidung. Lohn jährlich steigend um 50 Mk., nach 6 Jahren Dienst- prärnie von 1000 Mk. Ver­sorgungsberechtigte Kriegs­teilnehmer bevorzugt. !25D Gr. Direktion der Landes- Heil-u.PfiegcanstaltGießen

möglichst mit Einjähr.-Frei-

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Danksagung.

Für die vielenBeweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei dem Tode unseres guten, unvergeßlichen Mannes und Vaters sagen wir hiermit den bei der Beer­digung anwesend oder durch Abordnungen ver­treten gewesenen Vereinen, sowie allen Ver­wandten und Freunden von nah und fern herzlichsten Dank.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

In deren Namen: Familie Fritz. Langsdorf, den 15. Januar 1916. s453

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