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Sie B c iijcorij&ö&ot scha (t soll's erklingen,
W« wollen «ruf der Sieyesba^m Ten Friede» wijerai Kircksern bringen?
_ Stabsarzt Dr. Z. aus Leipzig.
Lü8 dem Reiche.
Der Bermt zur Erörterung der Le-ensmittrlsrasen.
Berlin, 8. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Reichs- anzeiHL^ ureldet: In den Beirar zur Erörterung der mit der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zusammerchängenden Fragen wurden folgende 'Reichstagsabgeordnete berufen: Baffer mann, Rechts arrwalt (Mannheim), Bauer, Vorsitzender der Gene ralkomnrission der ^Gewerkschaften Deutschlarrds (Neu-Kölln) Dr. B o e h m e (Berlin-Lichterfelde), D o m b e ck, Redakteur Meuthentz Ebert/Parteisekretär (Treptow-Berlin), Erz v er ger, Schriftsteller (Berlin), F i s ch b e ck, Stadtrat Merlin), Giesberts, Arbeitersekretär (Mmrchen-Glad bach), Herold, Landesökonomierat und Gutsbesitzer (Haus LoeveNnk bei Münster), Dr. Matzing er, bayerischer Gym nasialprgfessor (München), Molkenouhr, Parteisekretär (Schjöneberg-Berliin), Dr. Roes icke, Rittergutsbesitzer (Goersdorf, Mark), Robert Schmidt, Arbertersekretar (Karlshorst-Berlin), Dr. Mendorfs, Gutsbesitzer (Toitzbei Nosend orf, Kreis Grimmen), Graf Westarp, preußischer Oberverwaltungsgerichts rat (Schöneberg-Berlin).
Der fozmldemokrukische Parteiausschutz gegen die Omwsition und den „Vorwärts".
Berlin, 9. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der sozial d c m v k r a t i s che Parteiausschutz, der 'gemeinsam mit dem Parteivorstand in Berlin tagte, hat, wie der „Vorwärts" meldet zu den Vorgängen in der Reichstagsfraktion und zu der Be willigung der Kriegskredite mit 28 gegen 11 Stimmen eine Entschließung angenommen, -in der es heißt: '
Die Zustimmung der Fraktion für die Kriegskredite am 21. Dezember 1915 war wohl begründet. Sie ist die folgerichtige Fortführung der am '4. August 1914 eingeleitetcn Politik, deren Vorausseyimgen auch heute iroch gegeben sind. Die Gegner zeigen noch keinerlei Geneigtheit zum Frieden, beharren vielmehr auf ihrer Absicht, Deutschland imb seine Verbündeten wirtschaftlich .'und militärisch niederzuwersen. Die Durchkreuzung der Po litik rmferer Fraktion durch das Vorgehen der zwanzig Fraktions Mitglieder, die entgegen dem Fraktionsbeschluß die Kredite ablehnten mrd eine besondere Erklärung abg-aben, ist aufs schärf st e zu verurteilen. Insbesondere verdient das Verhalten des Genossen H aase die schärfste Mißbilligung. Indem jpööfe sich an dem Disziplinbruch beteiligte, hat er aufs neue und -in noch schlimmerer Weise als durch das „Gebot der Stunde" gegen die Pflicht verstoßen, die ihm sein Amt als Vorsitzender der Parteiorganisation auferlegt. Weiter stellt der Parteiausschuß fest, daß der ..Vorwärts" seine Pflicht als Zentralorgan der Partei nicht erfüllt. Statt die Politik der Partei zu vertreten, fördert die Redaktion des „Vorwärts" die auf Parteizerrüttung gerichteten Bestrebungen. Dadurch verwirkt er j e - oes Recht, als Zentralorgan der deutschen Partei 4 u gelten.
Aris Stadt und Land.
Gießen. 10. Januar 1916.
Bon der städtischen Straßenbahn.
Das rechnungsmäßige Ergebnis unserer Straßenbahn für 1914/15 liegt jetzt vor. Die Einnahme aus dem Personenverkehr beträgt 133 718 Mk. und ist gegenüber dem Vorjahr um 7595 Mk. gestiegen. Die Einnahme auf beiden Linien stellt sich wie folgt: Grüne Linie 47 270 Mk., rote Linie 86 447 Mk. Auf beiden Linien zusammen wurden 1 480 637 Fahrten zurückgelegt. Die durchschnittliche Tageseinnahme des Unternehmens betrug 366 Mk. bei einer durchschnittlichen Frequenz von 4055 Fahrten pro Tag. Die Einnahme für das Wagenkilometer stellt sich auf 25,61 Pfg. bei einer Beförderung von 2,8 Personen auf das Wagenkilometer und einem Stromverbrauch von 634 Kilowattstunden. Die höchste Einnahme im Betriebsjahr brachte der 13. Juli 1914 mit 710 Mk. bei 7903 zurückgelegten Fahrten. Geleistet wurden im Betriebsjahr im ganzen 522 298 Wegkilometer.
Mit Ausbruch des Krieges wurde bekanntlich sämtlichen Militärpersonen freie Fahrt auf der Straßenbahn gewährt, eine Vergünstigung, von der der stärkste Gebrauch gemacht wurde. Im September sah man sich genötigt, die Hahrfreiheit des Militärs aufzuheben und dafür den Fünfpfennigtarif einzusühren, der neuerdings insoweit wieder geändert worden ist, als Militärpersonen im Offiziersrang genau so zu bezahlen haben wie andere Fahrgäste. Auch den beim Roten Kreuz tätigen Personen, den Schwestern, Lazarettärzten usw. wurden Freisahrtscheine ausgestellt. Den verwundeten Kriegern wird allgemein freie Fahrt gewährt, auch wurde die Straßenbahn vorübergehend zum Transport für Verwundete und zwar für Freund und Feind zur Verfügung gestellt, teilweise wurden sogar für diese Transporte nachts Extrafahrten gemacht. Abgesehen von kleineren Zusammenstößen sind große Störungen und tödliche Unglückssälle in 1914/15 nidjt vorgekommen.
lieber den finanziellen Abschluß des Unternehmens und die Höhe des städtischen Zuschusses für die Straßenbahn für das letzte Rechnungsjahr enthält der Bericht der Direktion nichts.
Interessant dürfte die Mitteilung sein, daß die städtischen Elektrizitätswerke und die Straßenbahn vor Beginn des Krieges über 89 Angestellte und Arbeiter verfügten, von welchen unmittelbar nach Ausbruch des Weltkrieges 67 zur Fahne einberufen wurden. Unter diesen befinden sich von den 22 Wagenführern der Straßenbahn allein 20 Mann. Neun Angestellte sind den Heldentod fürs Vaterland gestorben.
** Amtliche Personalnachrichten. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren verlieh der Großherzog: Georg ingeldein V., Georg Klingler, Phil. Röder, Georg Schmähl, Peter T reu sch IV. und Valentin Weber, sämtlich in Reichelsheim i.O. — Ernannt wurde der Regierungsbauführer des Eisenbahn- und Straßenbaufachs, Dr.-Jng. Albert Zissel ansDarmsladt, zum Regierungsbau-' Meister.
*
** Hessische Kriegs tranun gen. Während im Juli 19lj dre Zahl der Trauungen -nur 655 betrug, schnellten
die Eheschließungen infolge des Kriegsausbruchs im M August auf die gewaltige Höhe von 1757 cm. Dagegen
Monat wies
der September nur 345 Trauungen auf. An den Kriegs- trcruungen im Monat August waren beteiligt Darmstadt mit 234, Mainz mit 258, Ofsenbach mit 187, Worms mit 69 wnd Gießen mit 51 Paaren.
** Dien ftj u biläum. Am 10. Januar d. I. sind 4 0 Jahre verflossen, daß Herr Prokurist Wilhelm Käser in der Firma Carl Emmelius, Zigarrenfabrikeii, Gießen, tätig ist.
** Unberechtigte Klagen über die Feldpost. Aus persönlichem Unmut werden vielfach Klagen laut über mangelndes Entgegenkommen der Postbeamten bei der An- ruchme vor, »Feldpostfendungen, besonders fehlt im Publikum häufig Verstävd-nis für das Festhalten der Postbeamten
an dem Höchstgewichte von 500 Gramm für Feldpvstpäckchen Die einen nennen es Engherzigkeit, die anderen BÜreaukra- tismus; man fühlt sich persönlich gekränkt, daß nicht aus- nahmsweße in dem einen Falle eine Ausnahme möglich fein sollte. Zum Beweise, daß Ausnahmen sehr wohl angängig sind, wird auf ein «anderes Postamt oder einen „f r eu üblicheren" Schalterbeamten verwiesen, und mit drastischen Vorkommnissen, z. B. der oft wiederholten Erzählung von der halbierten Unterhose, wovon schließlich nur die eine Hälfte den frierenden Soldaten erreicht, werden die „bureaukrattschen" Fälle gewürzt. Es ist Wohl angebracht, daraus hinzuweisen, daß nicht etwa der weitherzige Beamte, der zu schwere Feldpostpäckchen durchläßt, der beste Diener der Gesamtinteressen ist, sondern derjenige, der sich an die gegebenen Vorschriften hält. Me Postverwaltung hat, um kleinen Gewichtsübersch/reitungen Rechnung zu tragen, ein Ue bergew icht von 50 Gram in nachgelassen: schwerere Sendungen nimmt sie mit gutem Vorbedacht als Pakete — mit Paketkarte — an und führt sie den Militär-Paketdepots zu, die für ihre Weilersendung auf den Etappenstraßen sorgen. Wirb zugunsten einzelner nicht die Gewichtsgrenze für Päckchen innegehalten und strömen bald von allen Seiten solche schweren Päckchen herbei, so wird naturgemäß die Bearbeitung der übrigen Brief- und Päckchenpost dadurch erschwert und ihre Ueberführung ins Feld beeinträchtigt. Was dem einen recht ist, ist dem. andern billig: Me Ueberschrertung der Gewichtsgrenze würde bald zur Regel werden. Weit besser wäre es, statt über Bureau- kratte zu klagen, der Post ihre schwere Aufgabe bei der fortgesetzt steigenden Zahl bet Einberufungen dadurch zu erleichtern, daß man sich innerhalb der gezogenen Grenzen und Einrichtungen hielte, daß man auch der einem Ueber- gewicht der Päckchen nickst zur Teilung des Inhalts schritte, sondern die Paketform wählte. Das ist a u ch e i n e K riegspflicht der Daheim gebliebenen. Wie öfters mit geteilt worden ist, belief sich nach einer Zählung vom 16. Januar 1915 die Zahl der Briefpoftsendungen nach dem Felde, die täglich, bearbeitet und verschickt werden soll, bereits auf 8 Millionen. Eine weitere Päckchenstufe zum Gewichte von 500 bis vielleicht 1000 Gramm, wie es vorgeschlagen worden ist, hat die Postvertvaltung deshalb aus dem Grunde nicht eingeführt, weil der Briefbearbeituugs- und Versen du n.gs'dienst auch eine Grenze hat und die schnelle Vermittlulng des brieflichen Gedankermustausches nicht außer durch, militärische Notwendigkeiten noch mehr in Frage gestellt werden soll. Auch der Postverkehr zwischen Heimat und Feld beruht aus straffer Organisation, der sich jeder fügen muß. Denn nur die Organisation des Ganzen bringt uns zum Ziel. Da hilft kein Nörgeln und Bekritteln. Vorschläge sind leicht gemacht und persönliche Wünsche leicht vorgebracht von Uneingewechten, die deren Tragweite nicht zu ermessen verm ögen.
** Di e H e r ste l l u n g v o n Sü ß i g k e i t e n ist durch Bimdesratsverordnung vom 16. Dezember 1915 künftig aus i>tc .Hälfte der Zuckerverwendung vom 1. Oktober 1914 bis 30- September 1915 eingeschränkt. Die Regelung und Ueber- ivachung des Verkehrs mit Zucker zur Verarbeitung in gewerblicher: Betrieben, in denen Süßigkeiten hergestellt werden, wurde durch Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 30. Dezenrber 1915 der „Zucker-Zuteilungsstelle für das Deutsche Süßigkeiten-Gewerbe" mit dem L-itz in Würzburg übertragen. Die Zucker-Zuteilmrgsstelle setzt auf Grurrd von Erklärungen der Pflichtigen die Zuckeranteile, welche die Süßigkeiten-Hersteller im Jahre 1916 verarbeiten dürfen, fest und gibt ferner die Zucker-Bezugsscheine aus, ohne die künftig keine Abgabe von Zncker an Süßigkeiten-Hersteller erfolgen darf. Die V o r d r u ck e für die vor- chriebenen Erklärungen der Pflichtigen sowie für die Anträge auf Ausstellung von Zuckerbezugsscheinen sind kostenlos bei allen deutschen Handelskammern und Hand- werkskarnmer.n, ferner bei den beteiligten deutschen Fachoerbänden (Vereinigung deutscher Zuckern, aren- und Schokolade-Fabrikanten e. V. in Würzburg, Verband deutscher Schokolade-Fabrikanten in Mesden und Verband deut- cher Keks-Fabrikanten iu Berlin), endlich bei der Zucker- Zuteilungsstelle in Würzburg erhältlich.
Herberge z Urheimat. Fm November v. I. war )ie Herberge nur von 625 durchreisenden Fremden besucht 'gegen 944 in 1914 imb 1297 in 1913). Von den Gästen nähmen 49 Unterkunst gegen Arbeitsleistung an (186 und 550), so daß die Zahl der Selbstzahler 576 betrug (758 und 747). In dem Arbeitsnachweis der Herberge waren 35 offene Stellen im November angemeldet, von denen 32 besetzt werden konnten. Von den Arbeitskräften blieben 28 in Gießen und gingen 4 nach außerhalb. Me angekommenen Kräfte bestanden aus 10 gelernten .und 2ÄUngelernten Arbeitern. Stark gesucht werden Handlverker, die aber nur in sehr seltenen Fällen noch in der Herberge zu haben sind, da die größte Zahl der einkehrenden Wanderer aus alten verbrauchten, ungelernten Arbeitern besteht.
” O esi entlich 4 Bücherhalle. Im Dezember wurden 2671 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1473, Zeitschriften 352, Jugendschriften 230, Literaturgeschichte 18, Gedichte und Dramen 69, Länder- und Völkerkunde 70 Kulturgeschichte 28, Geschichte und Biographien 153, Kunstgeschichte 31.' Naturwissenschaft und Technologie 91, Heer- und Seewesen 22, Haus- und Landwirtschaft 14, Gesundheitslehre 27, Religion und Philosophie 45, Staatswissenschaft 5, Sprachwissenschaft 14, Fremdsprachliches 29 Bände. Nach auswärts kamen 99 Bände.
Kreis Friedberg.
e. B a d - N a u h e i m, 8. Jan. Bis zum 6. Januar 1916 waren hier 116 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis dahin 2074 abgegeben.
™ ^ Solzhausen, 10. Jan. Professor Dr. Ferdinand
Noack (Tübingen), ein Kind unseres Dorfes, erhielt einen Ruf als Nachfolger des verstorbenen Geheimrats Locschke für das Fach der klassischen Archäologie nach Berlin. Professor Dr. Noack besuchte das Gymnasium zu Darmstadt und studierte in Genf, Berlin, Göttingen und Gießen. 1890 promovierte er an der Universität Gießen, später besuchte er die Stätten antiker Kultur in Kleinasien und Griechenland. 1896 habilitierte er sich an der Technischen Hochschule zu Darmstadt für Kunstgeschichte und Archäologie, 1904 wurde er Professor in Kiel, 1908 in Tübingen.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach a. M., 8. Jan. Handelskammer- Wahl. In der konstituievenden Versammlung der Großherzog- lichen Handelskammer Offenbach a. M., in der der seitherige Vorsitzende Louis Feistmann einen kurzen Ueberblick über das verflossene Kriegsjahr erstattete, nmrbe wiedergewählt: Fabrikant Louis Fei st mann zum ersten Vorsitzenden, Fabrikant Gustav Boehm zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden, Direktor Andreas A i ch e l e r zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden, Bankier Bernhard Merzbach zum Rechner, Fabrikntt Hartmann Stöhr zum Stellvertreter des Rechners. Zum wetteren stellvertretenden Rechner wurde Fabrikant Wttly Heyne nengewählt. — Me hier neugegründete Treuhand - und Hypotheken- v e r m i t t e l u ng s g en o ssen scha f t e. G m. b. D. erstreckt ihre Geschäftstätigkeit auf Vermittlung zweiter Hypotheken unk» Ver-
vatkapitalien im Markt für Pveite Hypotheken unterzubringen. Dü Treuhand- und Hypothekenvermittelungsgenossens-chaft wttd sich auch mit der Hypolhekenverwalttrng beschäftigen, um dem Geldgeber die Arbeiten, die mit der Geldanlage in Hypotheken verbunden sind, zu.ersparen.
— R ü sselsheim , 10. Jan- Nach schwerem Leiden verstarb der hiesige Bürgermeister Treber^ Er leitete das hiesige Gemeinwesen sieben Jahre mit reichem Evsolge.
cd. Aus Hessen, 8. Jan. In den Waldungen im Ried fanden in der letzten Zeit ziemlich viele Holzverkäuie statt. Bezahlt wurden bei diesen Verkäufen ftih: den cbm Kiefernscheiter 1- bls 16 Alk., Kieiernknüppel 10—14 91a., Buchenscheiier 16—22 Mk., Buchenknüppel 12—16 Mk., Eichenscßeiter 12—30 Mk., Eichenknüppel 10—15 Mk.
Hessen-Nassau.
X. Gelnhausen, 10. Jan. Äandrat Graf von W arte n s l e b e n hatte dem Generalfeldmarsch all v. H i n d e n - bürg von der Nagelung des Schsttdes, das seine Worte trägt: „Möge unserm teuren Vaterlaüde der Geist von 1914 in hoffentlich langen Friedensjahren erhalten bleiben", in Kenntnis gesetzt. Darauf Hut General^eldmarschall v. Hin- denburg in einem Antwortschreiben hlerzlichst gedankt und dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß dcvs Werk der Nächstenliebe durch reichen Erfolg gekrönt sein möge.
— Flieden, 10. Jan. Der EisenbahnvMrarbeiter Ferdinand Klug stieb auf denr Heimweg iu der Duukeilheit auf der Fliede- brücke gegen einen Pfeiler und stürzte besinnungslos in den Fluß, in dem er ertrank. Die Leiche wurde erst anr nächsten Morgerr gefunden.
— Salmünster, 10. Jan. Hegemeister B nr k h a r d t erlegte mit einem Schutz zwei starke Stück Rotwild. Im gleichen Jagdrevier brachte AmtSrnt Klostermann einen K e i l e r zur Strecke. Seit etwa 30 Jahren wurde in der Gegend kein Stück Schwarzwild geschossen
S ch w a n h e i m a. M., 10. Jan. Generalkonsul Karl von Weinberg stiftete aus Anlaß der Vermählung seiner Tochter für die hiesigen Ortarmen 5000 Mark.
ul. Limburg, 8. Jan. Glänzende Sparergebnisse zerttgte das Geschäftsjahr 1915 der hiesigen Kreissparkaffe. Der^ Zufluß im Kriegsjahre 1915 war so groß, wie in keinem I a h r e v o r h e r. An Spareinlagen wurden eingezahlt 3 111 549 Mark gegen nur 1861593 Mk. im Jahre 1914. Zurückbezahlt wtirden emschlietzlich 2 Millionen Mark für Kriegsanleihe für die Sparer zusammen 2 978 902 Mark. Die Kreissparkasse hatte zum Beginn des Krieges einen Einlagebestand von 3 976 542 Mark, Ende 1915 dagegen betrug der Einlagebestand 4 424171 Mk., hat sich also um nahezu eine halbe Million vermehrt.
walturrg von Liegenschaften zur Verhütung von Zwairgsversterge- rungen. Auch stellt sic ihre Mitwirkung
zur Verfügung, um Pri
Börsen-Wocheubericht.
= Frankfurt a. M., 7. Januar.
Mtt Beginn des neuen Jahres hat sich die Haltung im freien Verkehr der Börse wieder etwas befeftigl, nachdem die Abwickelungen von Engagements seitens solcher Jrtteressenten, die wegen der scharf fallenden Kurse des Monats Dezember.die Glattstellungen immer noch hinausgeschoben hatten, ihre Erledigung gefunden haben. In normalen Zetten würden unternehmungslustige Kavitalisten vielleicht schon wieder den Zetttmnkt zunl Eingreifen für gekommen erachtet haben, denn darüber kann ketn Zweifel sein, daß bei der vvtteilhaften Kriegslage und Hem guten Stande unseres Wirtschaftslebens, wie er fortgesetzt durch die Marttberichte und durch die Abschlußziffern der Aktiengesellschaften bezeugt wird, das inzwischen so stark abcwbaute Kursnivean an sich nicht mehr hoch ist und M dauernder Kapitalanlage wohl neigen könntt. Es scheint jedoch, als wenn das Kapital sich bezüglich der neuen Steuervorlagen übertriebenen Befürchtungen hingibt, denn die Unternehmungslust bleibt äußerst gering und das Geschäft eng begrenzt. Ein weiterer Grund der Enthaltsamkeit des Privat- publikums ist sicherlich auch in dem Umstand zu erblicken, daß man außerhalb der Börse die Kurse nicht kennt. Das Verbot. Kmffc und Kursveranderimgen M verbieten, hak viel zu der Einschränkung des Effektenhandels beigetragen. Wieder andere wollen jetzt überhaupt keine Jndnstriepapieve haben, und da die Gefolgschaft des Publikums fehlt, wagt auch die berufsmäßige Spekulation vorerst sich nicht hervor. Was in dieser Woche ganz und gar noch die Zurückhaltung bestärkte, war die besorgniservegcnde Bewegung am Devisenmärkte. Die Mehrzahl der Devisenkurse setzte ihre Steigerung bis gegen Ende der Woche in beängstigender Weise sott und diese Erscheinung war es auch, die der Börse eingehQiden Stofs zur Unterhaltung gab. Abgesehen von dem Fe^en der ous- gleichenden Tättgkeit der internationalen Arbitrage und dem Gold- exportverbot erklärt sich der ungünstige Valutastand teilweise daraus, daß die Einfuhren bedeutend zu-, die Ausfuhren dagegen ab- nahmen, die Einnahmen aus dem irrternationalen Fracht- und Schiffahrtsverkehr zurückgingen und vielfach auch die Etträgnisse der ausländischen Effekten infolge der ungünstigen Valutaverhäld- nisse, oder der von beit Kriegführenden gegeneinander erlassenen
seine eigene Produktion angewiesen ist, daher weniger Zahlungen an das Ausland zu leisten hat. Vielfach wollte man in der sprunghaften Steigerung der Devisenpreise auch Machenschaften unserer Feinde, besonders der Engländer, erblicken. An leitender Stelle trägt man sich nun ernstlich mtt dem Gedanken, Maßnahmen auf dem Gebiete der Devisenorgamsation und der Regelung der Einfuhr zu treffen: urid ist auch näheres darüber noch nicht bekannt geworden, so genügte doch schon diese Tatsache, um gegen Wochenschluß einen nicht unerheblichen Rückgang aller Devisenpreise herbeizuführen. Das Hauptgeschäft fand in dieser Woche am Anlagenmarkte statt, derZ>on der Mnstigen Geldlage profftiette. Einzelne ausländische Staatsanleihen schwächten sich auf den Rückgang der Devisenpreise ab. ^Auch amerikanische Eisenbahn-Schuldverschreibungen lagen schwächer. Der Aktienmarkt lag ruhig, doch konnten sich die Kitrse der Jndusttiepapiere, Montanwerte, Banken und iffahrtsaktien ziemlich behaupten. Privatdiskonten stellten sich etwa 4 Prozent.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
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Höchste Temperatur am 6. bis 9. Jan. 1916 ---- -ft 5,5» a Niedrigste „ . 8. , 9. . 1916 = 4- 1 , 1 « c.
Niederschlag: 9,0 mm.
m Schützengraben
ilROGEROt
lieb* man :
KATARRH,! BONBONS
deshalb sendet sie ins Feld ?.'
Überall zu haben wo Rekl am Fenster in Beuteln v. 15 Pfg. an.
niemals lose ~ FeldpacKung crahs


