Ausgabe 
6.1.1916 Zweites Blatt
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W Ä IS&äÄSSs

«BSKyae, --«»-.«»s-Z

__ 1T ,. Hessen-Nassau.

h«ü oLw?' 6 - Ä Ane nachahmenswerte Verfügung erlrek der Lmrdrat von Bezold für den Kreis Usingen. Cr ordnete an, daß der Anregungen -ur Errichtung von Kriegerdenk- Kriegergräbenr ufto. iebcr Cntftmfrf un?|tet ior' SeifeM?'Bc?utachttm-i v°rzu,-Mn ist. Auf diese = w«fL,^ 6 uniHomr DenkmAcr gesteuert werben, i; im ev- 1, a c p ^. -i .. tx ,jan. Zur dauernden Erinnerung an

S °^ ne bC ? 0v l ei beschloß die Gemeinde-, »mwinig inc Anlegung eines Helden hainS. ftiir joden Gefallenen wird eine Eiche aepslantt. ^ ^

Deutsche perlen.

ivelsnitz i. B. von einer recht er- E^^^lNchoroi berichtet, bei der Perlen von bemerkens Orsunden wurden. Nur wenige Perlen Iievhabei wii >en, so schreibt ^urs ein Mitarbeiter, daß diese kost- Geschmeide auch in verschiedenen Gewässerii besonders in den Gebirgsbächen der RheiuprovinA. aber auch in eitrigen ;S25 WasierlcruM der Lmreburger Heide gesammelt werden.

011 ' futschem Bodäi sogar Remlich reiche Fünd­ig' n f n 18l - 4 ~ 18 % wurden beisvielslveise in Bayern

UL/^oMPerlen genscht Ä^tzt tft die Aiisbeute infolge des Verderbens des Wägers -durch dre zahlreichen Industrien erheblich ®P* *1* ergiebigsten ti t sie noch im Flußgebiete der weißen -Cljter, wo fte schon sert Mittelalterlicher Zeit der sächsische Staat fux sich rn Anspruch nimmt und seit 1621 an die -M^^wilie Schtn-erler tn Oelsnitz verpachtet hat, in der das E m ^ou sasd dreihundert Jahre lang tmunrerbvochen W lorterbt. Freilich gehen im allgemeine die Erträge immer mehr zarruek. Mtt schuld darait ist, daß man es den Muscheln nicht voll außen anfteht, ob tte Perlen enthalten, und daß alle Tiere deren Skalen man. öffnet, damit dem Tode verfallen sind, so lange nvcht allgenreut dazu übergeht, sie mit Röntgenstrahlen zu ^r!^U {v&: ^ 5? ^ Ceylon schon }dt Jahren mit gutem Er- ^ach einer seinerzeit im Zoologischen Anzeiger ver- ^ ? Aufstellung kommen auf 100 geöffnete Muscheln nur

Pevlenund auf 18 Perlen nur eine von nenneliswertcm xüerte. früher wärrden ganz erhebliche ^Nengen gefamurelt So wu^en m den Jahreii 1719 bis 1804 11 286 Elsterperlen ge­funden, dw ganze oOOOO Mk. ein brachten; die schönsten sind zu P 11 von 9000 Mk. zusammengereiht, die

Enricuen Gewölbe in Dresden befindet. Bon q??2 qj}f 849 c, rwch 4107 Elster-Perlen im Werte von

7 v^/E^nden; em besonders gutes Perlenjahr war dann das ganz Helle Prachtexemplare ergab. Im letz- ten ^ahi^ehnt wurden rund 500 wertvolle Perlen gefischt, im Laufe die,es Sommers (1915) wurden 47 Perlen abgel'iefert. Nach den rn neuerer Zeit durch de Filippi und Küchenmeister angcstell- tat Untersuchungen ent,stehen die Perlen in den Muscheln dadurch Haß^klerne^LMvQi^von Saugwürmern, die zu ihrer Weiterentwick

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m io yi u ^ n Domanialwaldungerrder Großh. Oberförstcrei ?«?0bmen zu Grunberg «Distrikte Mittelster Kopf 2,

-Beunewald 1, Zinnes 11 und Schmidtbusch 1» sollen unter den sur oas Groyherzogrum Hessen geltenden Bestimmungen

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wurch schrlftllches Angebot tn etnem Los vor der Äalluna «erkauft werden, männliches Holz wird ohne Rinde ge­messen und entrindet geliefert. ' 9

getrennte Angebote sind, mit der Aus- Enn^^'i^nsbolzverkau^ versehen, spätestens bis Donners.ag, 13. Januar l. I., vormittags 9 Uhr. bet bar Unterzeichneten Stelle, einzureichen. Die Eröffnung ^^Ebote nndet an demselben Tage, vormittags 9'» Uhr, m Gegenwart etwa erschtenener Bieter auf dem Dienst- Zimmer der Unterzeichneten Oberförsterei statt.

+% ^vd die Lieferung der angegebenen,

4ibernomrnen.b" ^olzmengen wird keine Verbindlichkeit

ZL?ßb. Forstwarte Edelmann zu Merlau (Post Mucke), DÜiller zu Mucke und Birkenstock zu Forsthaus E^^bnbach sPott Nkeder-Obmen' zeigen die Holzschläge Wettere Auskunft erteilt die Oberfürsterei.

Grunberg «Hessen,, den 5. Januar 1916.

Großh. Obcrsörsterei Nicder-Obmcu.

Schneider. 187 v

lung der Muschel als Wirts-trer bedürfen, tn sie ernwandern. Letz­tere sucht den unliebsamen Gast dadurch unschädlich zu nrachen, daß ^ 'riwlge zaUlose kalkhaltige Schleimhäute abscheidet

und ihn damit umspinnt, so daß schließlich eine Kapsel entsteht, in der die Larve zugrunde geht. Diese Kapsel ist die Perle. Merlwür- digerwerfe schmarotzt aber die Flußperlmuschel selber eine Zeitlang, indem sich ihre innge Brut, die schon von Anfang an zwei zarte Schaleii hat, mit dem Atemwasser der Fische in deren .Kiemen gelan- geno, verintttels eines langen Fadensentsprechend den Spinn- aden der Pfahlmuscheln - dort festhält. In Aauarien gemachte Ver- suche zeigten, daß die Oberhaut der Fischkiemen dann infolge des r ^ r 5lrM? u ^ rt und nun ihrerseits eine Kapsel bildet, m der ^^uschellarve ruhig^ weiter gedeiht, bis sie schließlich wieder absallt und nun etne selbitändige Lebensweise beginnt. Die er- waM'.enen Schattiere haben immer eine ganz bestimmte Stellung im! Bachinnde an der man sie leicht erkennen kann. Zu zweien bis vieren flecken fte schräg, mit der Spitze gegen die Strömung, fest im Untergründe, aus dem das dicke Hintere Ende wenig mehr als ^sevbreit hervorragt. Wo der Boden zu hart ist und kein solches trinwuhlen gestattet, sucheii sie zwischen Steinen Halt und setzen sich tn deren Schutze fest, so daß sie die Strönrung nicht fortreißen kann. SrtuMiprt fönKo ^f T st wandert das Tier, um die

weite Verbreitung zu sichern, überall int Bachbett...

Die Marktpreise für Bieh und Frucht und die Gietzencr Fleisch- und Brotpreise

_ am 3. Januar 1916.

r~. .. , rr ' 1 vv *n I WLX - wLtuiiU- a ___-u'.. v

Zwischen Ende ^uli und Ende August wandert das Tier, um die Brut abzusetzeii und ihr eine inöglichst weite " '

Zu dieser Zeit findet man die Muscheln i üdWtn nun zwischen den Mer-Perlen und dem Flüßchen Elster

^bem man sie vorzugsweise ftnd^t77in ri7f^er^'Zusammmhmg^ .5^ NumeElster kommt m Sachsen mehrfach vor. Zunächst fZ t J* älDei Fbffse, die so heißen, und desgleichen zwei Ort- schaffm, die an den beiden Flüssen liegen. Der eine Fluß heißt dre schwarze Elster, der andere die weiße Elster; und nachdem sie die preußische Grenze überschritten haben, laufen ihre Wasser in der Elbe zusammen, dann werden sie .wie der Vogel , Elster" OTPräli 111 schwarzen Elster, die die Lausitz durchfließt, llegt das Städtchen Elstra, bekannt durch seine Tuchwäsck>en und 'Färbereien; daher hat das Wasser seine ounkle Farbe und seinen .amen Früh« abrr »ü>h cS wohl ebenso blllnk nnd klar >me das der weißen Elster tnt Vogtlande. an der der Badeort Elster liegt

,Tenn von etwas Ächtfreiidigew ^bn alle drese Elster unstreitig ihren Namen: von einer Licht- Es ist die Ostara oder Alzstra, die nordische Sibil.

Städtchen Elstra lmrb rn femett älteren Skmenformen deut­le uack) ihr benannt, und die ganze dorttge Gegend ist mit Er- ttmerungeii an sie erfüllt. Hoch über Elstta thront z. B., voii Sagen uimvoben, der Sibillenstein, von dem viele klare Bäche zu Tale brausen m denen früher sogar Goldkörner geseift tourden erGoldbach ) und aus denen unsere Urahnen heilkräftiges wre noch fetzt in Bad Elster die Brnnnen- madckseu Wo, die Alzstta waltete, war eben alles blank und klar und sriihlrngssrisch. Daher der diamesveiße" Elster, - der frei- ur eben wehr ganz zu Recht besteht daher die blanken Perlmuscheln auf dem goldmen Bachgrmide mit ihren

Sl 0 ?? I SÄ5*25' LläMenben Perlen. Und die befiederte Elster, die diebische Elster? Man wem, daß die Elster'gern blin- kende Gegenstände in ihr Nest verschleppt. Sie mag aber wohl ein Beglettvogel der Alzstta gewesen sein, die dem Allen ihren

Ä ^ bie Elster recht gut in das bekanute Plakat dev, Bades Elster, das man m iedem sächsischen Eisenbahn­wagen sieht, und aus dem Brunnellnrädchen könnte man mit machcii emC ^bibhaftige Frühlings- imb Gesündheitsgöttin

Ochsen

Kälber

Schweine

Schlachtviehpreis'e in Frankfurt a. M.

50 Kg. Schlachtgewicht 130-142 Mk.

V2 Kg.Schlachtgew.119-143Pf V -2 Kg.Schlacb t gew. 78-129 Pp

Getreidepreise in M a n n h e i

m:

Weizen 100 Kg. 27 00 Mk.

Roggen 100 Kg. 23.00 Mk.

Fleischpreise in Gießer

Vs Kg. 120-124 Pf.

Vs Kg. 120-124 Pf. Vs Kg 150 - 00 Pf.

Brotpreise in Gieß

en:

Weißbrot 2 Kg. Pf

Schwarzbrot 2 Kg. 68 Pf.'

VöcheM. lleberflcht der Todesfälle r. d. Stadt Siek-.en.

62. Woche. Vom 19. bis 25. Ds,ember 1915. «Sinwohnerzahl: angenommen zu 32 9)0 (inkl. 1600 Mann Militärs Sterblichkestsziffer: 19,00 °f 0 . r

Nach Abzug von 5 Ortsfremden: 11,06%,.

CS starben an

Zus.

Er­

wachsene

Kinder

ün 1. Lebens- vom 2. ftfi

Diphtherie

1 (1)

tage

10. ^avr

1(1)

Tuberkulose

2 (1)

2 (I)

Lungenentzündung

3(1)

3 (1)

«8ehtrnjchlag andereit Krankheiten deS

1

1

-

Nervensystems

anderen Krankheiten der Ver-

2(2)

2(2)

-

dauungSorgane

1

1

Krankheiten der Harnorgane

1

1

Krebs

1

1

öumma: 12(6) 11(4) fTjr

t ^^lammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel

betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Meteorologische veobachtungen^der Station Ließen.

Bew. Himmel Bed. Himmel

Höchste Temperatur am 4. bis 5. Jan. 1916 -l- 101« 0 m^^rlgste » 4. , 5. 1916 --- -f 6,3" C.*

Niederschlag: 1,0 mm.

Jan.

1916

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Wetter

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Die Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie beginnt wieder

am II. Januar.

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Bekanntmachung^

Die Rechnung der Landjudenschaft dcrProvinz Oberhcssen für 1914 und der Voranschlag für 1916 liegt zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang in der Wohnung des Unterzeichneten offen.

Gießen, den 6. Januar 1916.

Für die Landjudcnichaft der Provinz Oberhessen: Der Vorstand der Israel. Religionsgemeinde Gießen.

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