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12.1.1916 Erstes Blatt
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lang«! Sra*tOT3«ge3 Mmtten sich der Armeerührer, zwm kmn-

m^idrerende Genmale, mehrere ärgere Generale, sowie Zahlreiche

SnÜnSf 2öa ^* Das Offizierkorps des Regiments war bei- nahe vollzählig vertaten; auch die 7. Kompagnie, die Leutnant laiigemrt Auszeichnung gefiihrt hat, mit ihrem Sänger-- ^ ^ CC nahm an der Beisetzung ihres tapferen un°

erschrocken^ Führers teil. Durch den Tod des Leutnants Borne-

qersssen?""^ m **** 9tegimcnt ctne schwer zu schließende Lücke

« « ^. Kreis Büdingen.

fint&ttf saM g o n J «l 2 '*?* Das Eiserne Kreuz erhielt der ^utnant d. Res. Karl Rodrtan vomErbacher Hof" Das

I^ Kreuz erhielt der. Reservist Silhardt im Jnsanterie- 116 ' dle Hefsrsche TapferkeUsmedaille der Reservist -'U.bert nn 63. Feldartillerie-Regiment.

^^I°^ckstadt, 12. Jan. Das Eiseriie Kreuz er- hlelen der Unterofftzier Haas und der Kriegsfreiwillige Karl ^/s^KellerE ^ ^e^e-Reglment 61, Sohn deZ hier verstorbenen

Kreis Schotten.

^r-Seibertenrod, 12. Jan. Ein während des Krieges,unte r^ma ncherlei Schwierigkeiten erbautes neues muster-

i.iltigeu^nrchteres Schul haus mürbe am <?vnntag hier eüi- ieweiht. S)ht dem 'Gebäude ist ein Bolksbad verbunden.

[ ffioffi 110 Elbiwrme Marktlage, eine Notlage war. Das Urteil !Ete gegen pvan Hassel ans 200 Mk. Geldstrafe und gegen den

Ehemann Hassel cms 100 Mk. Geldstrafe.

Kreis Friedberg.

, «A ßl n ' Postsekretär Bausch, Ingenieur

der 30 "' * 5 ® i!ei '" C ***** Mt)i£tt

Starkenburg und Rheiuhessen.

JRmpM«»?«** 8?* ol 1 * ^ an .Der Wasserstand am hiesigen Pegel hat sich seit gestern um 5 Zentimeter erhöht. Damit dürste wohl der Höchststand für letzt erreicht sein, denn am Oberrhein ist schon wieder fallendes Wasser im Gange. Bei der herrschenden regnerischen Witterung durfte aber wieder ein Steigen des Rheines zu erwarten sein. Im Gebiete des Mittelrheines herrschte heute den ganzen Tag hindurch ein hestiger, starker Sturm.

_ , Scssen-Nassau.

« tV.r 3 - 60 « . 12 -^3 n - Lehrer Karl Schreiner.

Lizeieldwebel im L. Marine-Jns.-Regt., wurde zum Leutnant der Reserve befördert.

^Biedenkopf, 12. Jan. Auch für den Kreis Biedenkopf Kreuz" beschlossen, welches später inr Lermattnu,eirnt Aufstellung finden soll. Um möglichst allen Kreis- bnmihnern die Nagelung zu ermöglichen, wird das eiserne Wahr- zeichen auch m den entfernteren Bezirken Battenberg, Gladen- bach und Rodhenn aufgestellt. Der erzielte Reinertrag ist für die Hinter&Ftebenen der gefallenen Helden vorgesehen

Mchchain). 12. Jan. Im »erlaufe des neuen Jahres finden hier folgende Märkte statt: Am 7. März dn foll^tzonnte Fastnachtsmarkt, am 1. Mai Walpurgismarkt, am ^ roWft 1 *' cm 21 Kirschenmarkt, am 29. Sep- am « 16 Oktober Gallusmarkt und am 27. Dezember Chrssttags markt. Die am 1. Mai und 29. Septem- ver vorgesehenen Märkte 'sind gleichzeitig mit Viehmärkten ver­bunden.

Fran kfurt a. M 12. Jan. Der Präsident der Obm- postdirekttvn Fwnksurt a. M., Gel^eimer Obmpostrat Laueu- st^rn, ferert heule in aller Stille sein fünfzigjähriges Jubiläum nn Trenste der Rnchspostverwaltung. 9lus Anlaß seines Jubi- wurde Geheimrat Lauenstein zum Wirklichen Geheimen Obe^Postral mtt dem Rang der Räte Erster Klasse ernannt f . U * ffi? a u ' ^ an * ? er Stadt Hanau ist von dem ver­storbenen Ehepaar Rentner Josef Walz und Frau Helene, qeb. von Pommer-Esche eine Stiftung in Höhe von 56000 Mk. zu- gefallen für Zwecke der Pflege kranker unbemittelter Personen innerhalb und außerhalb der hiesigen beiden Krankenanstalten

12 San. Im Alter von 67 Jahren verstarb der hiesige Bürgermeister Konrad Maurer. Der Ver­storbene stand feit 20 Jahren an der Spitze der Gemeinde.

. r?. Flieden, 11. Jan. Einer der lebten Hessen die

dm Fbldzug 1848/49 gegen die Dänen mitgemacht, der Landwirt Joachim labert, tarn dem nahegelegenen Struth-Höfen, ist ^benchahr gestorben. Nmdmt war Gardist im KUr- hessrschm Lechgarde-Regrmmt, retzt Jmantmie-Regiment Nr. 80 1e. Wiesbaden, 12. Jan. Der Vorsitzende der Bczirks-

^Erhaltung der Denkmäler innm- halb des ^glMngsbez'lrks Wiesbaden, Oberbürgermeister a. D Dr von Jbell-Wiesbadcn, wurde vom Landesausschuß ermächtig^ o^llen in Uebereinstimmung mit dem> Bezirkskonservator Dr. Luthmm-Franffutt a. M. aus den be- reitstehenden Mttteln auch über den Dispositionsfonds hinaus Unterstützungen stir che Denkmalspflege im Jahre 1916 zu ge- Kriegstahr 1915 fand wie im .^riegsjahr 1914 die übliche Atzung der Bezirkskommission, in der vor allem der

E>urch ihn in dem abgelaufenm Jahre d^Zuchung gelangten Angelegenheiten berichtet, W^en Nrchtanmeldung seiner Kartoffelvorräte nahm tws Lxyoffengmrcht heute dm Landwirt Heinrich Reinemm I aus Erbmhenn in eure Geldstrafe von 50 Mk. t, 1 t nJZ 11 r 6 / 12. Jan. Der iieirerbaute Güterbahn-

r? ! L * ron ~ c öm Montag dem Bettiebe übergebm. Die Anlage mit wrm wettm geräumigen Dienst- und Güterräumen, den langm und den umfangreichen Gleisen bildet eine wesent- der hiesigen Eisenbachwerkehrsverhaltnisse. Die SSSftSfc fe Erweiterung des Personenbahnhofs platz nmchen sollten, bleiben vorerst noch bestehm.

utabaur, 12. Jan. Das Lehrerseminar hat bis an bie Reichsbank abgeliefert, wobei ^"^ostsche und englssche Goldmünzen mitqerechnet sind.

U C % 11 * äan. Zum Nachfolger des in den Ruhe- Kre^ßsekretärs Rechnungsrat Kirsch ist Re-

blv wS S 9 r^derfchulie ans Wiesbaden ernannt worden, der sein Amt schon angetreten hat.

Gerichtssaal.

Der Mordprozeß Oberst.

^ 11 r 1 a : T ^|v,11- Fun- Ju dem Mordprozeß gegen srSL/' b 5 ^Kn die Zeugmvernehmungen nichts

J^ues. Die Sachverständigen bekundetm, daß der Tod der Oberst dlach Schluß der Beweisaufnahme legte das Gericht den Geschworeneii zwei Fragen auf Mord und auf vorsätz- ^ Staatsanwalt Mecker führte in seiner Rede

aus. daß Mord airsscheide und vorsätzlicher Totschlag in Frage komme, mildernde Umstande iedoch zu verneinen seien. Das Urteil larrtete wegen Totschlags auf 10 I a h r c Z u ch 1 h a u s die mit erner Sttafe von 3 Jahren und 6 Monaten wegen Einbruchs- dwbstMs Ä u rim Scfamtfirafe bon 12 Jahr?n Zuchtha?« verewigt werden. ü ; ö

Preiswucher beim Schwemeverkauf.

TieAllgemeine Fleischerzeitung" schreibt: Wegen 'über­

mäßiger Preissteigerung hatten sich vor dem Landgericht Leiv^ia der Gutsbesitzer Bernhard Hassel ans Brösm bei Grichm^ und »u vrnintNw^eil. Im Septanber, als für Schweine Ü0 bis 100 Mark pro Zentner gezahlt wurden, hat Frau Hassel, m t^ren Händen die Schweinezucht und der Schweinclmndel des Gutsbetriebes lregt, mehrere SchWeine für 140 Mark pro Zentner verkauft und dadurch sich nach der Ansicht des Gerichts einen über- matzrgen Gewinn verschafft, der mit der damals herrschenden Marktlage und allen in Betractst kormnendm Verhältnissm nicht vereinbar war. Tie Schweine sind in der Haupffache mit Kar­toffeln und Kleie ausgefüttert worden; die Kartoffeln stammten aus der eigener: Landwirtschaft, die Kleie war zwar im Presse etwas gestiegen aber nur von 7 auf 8,25 Mk. für den Zerttnor. Wenn . Angeklagten sichi damit entschuldigten, daß damals die Schweine wirkl ich so tmer gehandelt seien, also der Preis der Marktlage ent­sprochen, so fei zu betonen, daß das eine von den Landwirten ger

Bilder aus dem täglichen Leben in Kutz!and.

! vr Si auch die Berichte und Schilderungen sind, die

! Kriegszeit aus Rußland iwd über Rußland veröffcnt-

w schwer hält es dennoch nach wie vor, sich ein Bild v ^glichen Leben des russischen Volkes in der schweren £?t'n, ^ durchlebt, zu machen, so wie es wirklich ist. Aus ? E Grunde sind die Schilderungen, die der russische Schrift- «Ä«? c mPolitiken" aus dem Tagesleben des wahrend des Krieges veröffenllicht, von Jnter- 6wt es w dem ungeheuren russischen Reiche noch immer t-egenden, wo man vom Kriege kaum etwas merkt und noch weniger lavon etwas loertz, allein der bei weitem gröUe Teil des russi- chen Landes und Volkes steht doch unter dem barten Zeicher: der Verhalten der einzelnen Klassen ist unter diesen Unkstairdcn recht verschieden. In den oberen Schichten ist ei ^ rull 9 erloschen, und die Welt, in der man sich

nucht gern langweilt, hat begonnen, wieder zu ihren alten Lebens- , zurückzukchren. In der vorigen Theaterzeit konnte

w!L'Ä?'^ bie elegantesten Modedamen in einfachen und beschei- ^enen Kleidern sehen, letzt ist das Bild, das Petersburgs und Mos- raus Dheater-und Äonzertsäte bieten, wieder ganz das alte, wie vor ?Wx,Kriege. Ein Moskauer Journalist hat bei verschiedenen Gc- lchaftshaulern e:ne Umfrage veranstaltet, auf die er folgende Mit- ! ^...^eu «erhielt: ,,Es gibt jetzt keinen Damenhut, der zu teuer ist. ^ hoher der Preis desto leichter wird er verkauft. Pelzwaren finden reizenden Absatz; der Umsatz übersteigt den des Vorjahres v** o0v. H. und gerade nach den teuersten Warm herrscht die lebhafteste Nachttage Zobel und Blaufuchs gehören keineswegs Verkaufswaren. Ebenso steht es mit Edelsteinen und Schmucksachen; \t größer der Stein, je höher der Preis, um so leichter setzt man ihn ab." In Moskau gibt es ein großes Luxus- geschaft, enren wahren Modetempel Zur Stadt Lyon". Als der Krieg aumbrach verlor das Hans fast alle seine Kunden, und die Näherinnen mußten sich mit der Anfertigung von Soldaten hem den ernähren ^etzt rft alles wieder im alten Gange und dieStadt Lt>on arbeitet mit voller Kraft. Die oberen Kreise hat unleugbar eme gewisse merkwürdige Geschäftigkeit ergriffen. Das ist der [ "JF ue Eerst uub biefer neue Geist heißt mit einem Worte Kriegvlieserungen . Ern verwundeter Hauptmann, der zum Zwecke der ärztlichen Behandlung sich monatelang in Moskau aufhielt,

I Milderte unlängst^ :mRjetsch", wie erfreut er zuerst über die Wahrnelinrung dieser allgemeinen Geschäftigkeit gewesen fei Gott­lob, nun hatte dre russische Gesellschaft doch eirdlich verstanden, was zum ^ege notwmdig war! Um so größer war seine Ent­täuschung, als ec wie bald! inne wurde, daß nicht Arbeits­drang oder Vaterlaiidsliebe, sondern allein Geldgier die Trieb­feder dieser Geschäftigkeit war. Immer wieder bekam er zu dorm:Msen Sie schon? Peter Petrowitsch hat 140 000 ver- dient! ,'Wre^".An effrer Kriegslieserung."Nun ja, Peter Petrowitsch ist^ern Geschäftsmann. Aber sehen Sie nun Maria ^wairowana! S:e kam in ein Geschäft herein, konnte hier ein bißchen mit erneni reden, dort einen anderen um etwas bitten und hat an dm Geschichte 10 000 verdient!" Alle sagen das eine: So ein Krieg kommt alle tausend Jahre nur einmal vor und wenn man jetzt nicht die Chance bmiutzt, wann denn dann wieder^" Dm verwundete Hauptmann bat, so schnell ivie möglich wiedm zur Front zurückgeschickt zu wmden . . .

Ein Stocktvmk tiefm: eine kleine russische Land- st ad t^wie es rhrm Hunderte gibt, von der ganzen übrigen Welt durch Waldm und Sünipfe abgeschieden. Das Bild dm äußmen Verhältnisse erscheint wie ftüher, aber das seelische Leben ist tiefm erschüttert. Die Bürger sind stumm, verschlossen rrnd zurück­haltend geworden. Man spricht leise wie in einem Hause, wo man auf den Tod wartet. Dm nüchterne Kleinbürgm beginnt bm dm Mysttk seine Zuflucht zu sucksen. Dm Winter ist heuer be­sonders zeittg in Rußland angebrochen und seit drei Monaten war dm Himmel jeden Morgen blulrg rot; sind das nicht Zeichen? zollte auch im HimmÄ mn Krieg toben?. In allen diesen Kleinbürgern lebt und wühlt dm Gedanke, daß etwas nicht L hTir S 1 "rache hier Nägel (so sagt dm Stadtphilvsoph) und

der Kaufmann handelt und dm Schornsteftifegm reinigt die S-ck^orn- li^rne abm das alles ist nicht das Richtige; denn wie kann Aufrichttgkmt in unserem Zelbmr und Tun sein, wenn das Ge- Bei einem Schmiede in solcher Kleinstadt sah Stobra das Modelt eines Bombenwersms, den dm Mann er­funden hatte. Das Modell war unvollendet imt> der Mann wollte es auch nicht vollenden. Er sagte:Wozu soll das? Es ist nicht I ^was gebraucht wird." ,^Za, was ist es denn, was gebraucht !w:rd?" Dm Schntied antwortete nicht . . .

Und mm das russische Dorf. Him ist die Veränderung untm der nur weiiig beivegten Obmfläche ganz besonders stark Dm russische Baum schweigt iwch, abm er ist nicht mehr der alte Nachdenklich, grübelt m übm dm Zukunft, aufmerksam lauscht m dem Kanonendounm, und eifrig strengt er sich an, um sich über alles ins Mare zu kommen. Eine Menge nmim Fragei: ist plötz­lich vor ihm aufgctaucht uird der Drang nach geistigen Mhrungs- mitteln, nach Zeitungen und Büchern, ist ungeheum gewachsen Wie geht es eigentlich mit dem Krieg? Wm siird diese Deutschen'^ Was sind die Flngmaschinen? Skobka berichtet, daß sich in manchen Törfmn Gesellschaften von Bauern gebildet haben, die auf ge­meinschaftliche Kosten eilte Zeitung abonnieren und ein paar billige Bücher einkausen. Zwischen 8 und 9 Uhr des Abends findet sich dann im Gemeindehause ein richttgm politischer Mub zu­sammen; die Stube ist gedrängt voll und männiglich lauscht man mit angeltrcn.gtem Eifer dm Vorlesung des Lehrers. In den Er- örtmungen, die sich anknüpsen, findet sich keine Spur von ckstiu- vinistischen Redensarten, vielmehr sind die Bauern sehr begierig danach, Zuverlässiges und Wahrhaftiges übm das Leben nnb den Charakter ihrer Feinde wie ihrer Verbündete zu erfahren. Und dann ist da noch eins: die Briese von den kriegsgefangenen Ver­wandten, worin sie die Leiste daheim immer wieder auffordern, die Mnder in die Schule zu schicken. In manckicn russischen Dörfern herrscht plötzlich ein Andrang zrim Schulbesuche, dm bisher unerhört war. Aus dem Gouvernement Tschernigvff mzählt dieSovremen noje Slowo", daß einzelne Schulen dieses Bezirks bis zu 150 An­meldungen von Baumnkindmn mhalten haben; uw) als rvegen Platzmangels einige Kindm znrückgewiesen wmdeii mußten, schaff­ten die Ettern auf eine sehr einfache Weise Rat, indem sie ein paar andme Kindm aus der Schule herauswarfen. Dm Drang nach Aufklärung, nach Wissen, dm Wunsch, sich übm das schreck­liche Rätsel, das ihnei: jetzt aufgegeben wird, klar zu wmden; das ist dm hervorstechendste neue Zug, den dm Weg dem russi scheu Bauernleben aufgedrängt hat.

Handel Getreide geschaftÄoS. Das Futtermittelangebot klein, Nach- Biertreber 52,50 - 55 Mk., Leinkuchen 7476,50 Mk.. Wicken 64-65 Mk.. Krastschrot 59-61 Mk. Alles für 100 Kilo.

ko. Frankfurt a. M., 12. Jan. Ka r t o f f e l m a rk t. Kartoffeln ab Versandstation per 100 Kilogramm 6,10 Mk.

Frankfurt a. M., 11. Jan. Heu- und Strohmarkt. stuf dem heutigen Heu- imb Stroh markt war nichts augesahren.

Die Marktpreise für Bieh mrt> Frucht nnt> die Gießener Fleisch- und Brotpreise

__am 10. Januar 1916.

Schlachtviehpresse in Frankfurt a. M.

Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht

130150 Mk.

Kälber Vs Kg.Schlachtgew. 135-150P, Schwein estJ /2 KgSchlachtgew . 78-12 9 Pj

Getreidepreise in Mannheim:

Weizen 100 Kg. 27.00 Mk. Roggen 100 Kg. 23.00 Mk.

Flesschpresse in Gießen

Vs Kg. 120-124 Pf.

Vs Kg. 120-124 Pf. VsKg 150 - 0 0 Pf.

Brotpreise in Gieße n:

Weißbrot 2 Kg. Pf. Schwarzbrot 2 Kg. 68 Pf.

Meteorologische Seobach tunaen Der Station Gießen.

Jan.

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Wetter

Regen

Höchste Teniperatur am 10. bis 11. Jan. 1916 = + 84 J C Nledrtgs e 10. 11. . 1916 - I 3,2« 0

Niederschlag: 7,2 nun. ^

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst Giest«»» Wetteraussichten in Hessen am Doiwerstag, den 13. Jan 1916' Zlcinlich heiter, trocken, etwas kälter, Nachffrost. ^

Letzte Nachrtchte«.

Von Gallipoli nach Aegypten.

ifj 11 ^ ^.r d a in, 12. Jan. Nach Londoner Berichtzen smd dke englischen Truppen von Gallipoli nach Port Said und st lex anbne n transportiert worden, wo sie neue Ausrüstungen erhalten und anderen Truppenvmbänden zugeteilt werden. Die f .^ ru ^ > ^ >eTl ' ^. ren . sehr gering ist, gehen vorerst

werden ^sollen' ^ W ° * Frankreich zurückgebracht

Italien und Gallipoli.

Lugano, 12. Jan. Tie italienische Presse außmt hohe nugtuung über denglanzenden Abzug" der Enten^e- Secobo",Tribuna" und ,^dea Nazwnale" stellen ubmeinsttmmmid fest, daß nunmehr die Aktionsfähigkeit des Wm- Verbandes auf den anderen Kriegsschauplätzen steigen ivmde. Vor allem werde Griechenland wohl odm Übel das Ueberyewicht dm Gntente anerkennen müssen.Seeolo" verkündet sogar, mit der Vmmelwung bcr Xrup&n des Genmals Sarvcril durch die Gattipolitruppen werde das Sftgesjahr begonnen wmden. Mdme Blatter ergehen sich> in schweren Anklagen gegen Eng- lands Dunkel, dm dm Entente diesen Mißerfolg mngebrockt' h^e. Dm romyche Inspirator desCorrime della Sma", dm rvK-1 v \ c ' k«nn sogar die Bemerkung nicht untmdrücken, daß selbst durch das Schertmn des DardanMenuntmnehmens dm Vier­verband nichts gelernt habe.

Handel.

--- Frankfurt a. M., 11. Jan. In der Gläubiger- Versammlung der in Konkurs geratenen Schuhfabrik Tlieodor Meller & E o. wurden 1 900 000 Mk. Passiven einschließlich einer gedeckten Fordermtg der Darmstädter Bank in Höhe von 400 000 Mk., die aber angefochten werden soll, fesigestellt. Die Akttven betragen 260 000 Mk. Im Zusammenhang hiermit ist auch die hiesige Leder- ftrma Reining & Eo. in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Passiven beziffert ma«: au? 280 000 Mark.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 12. Jan. S ch w e i n e m a r k t. Alls­getrieben waren 374 Schweine. Es kosteten: Bollfleischige Schweine voii 80 bis 100 Kiiogra,iim Lebendgewicht 108 , 00 00,00 Mk., Schlachtgetv. 00,00 Mk.; Vollfleischige Schweine unter 80 Ka. Lebendgewicht 93,00-00,00 Mk., Schlachtqew. 00,00 Mk.; Voll- fleischige Schweine von 100 bis 120 Kg. Lebendgewicht 118,00 bis ^»'^0 Wk., Schlachtgew. 00,00 Mk.; Bollfleischige Schweine von ^0 bis 150 Kg. Lebendgewicht 128,50-129,50 Mk., Schlachtgewicht 00,00 Mk., unreine Sauen nnd geschnittene Eber Lebendgewicht 00.00 Mk, Schlachtgewicht 00.00 Mk. Geschäft flott; wird säst geräumt.

ke. Frankfurt a. M., 12. Jan. Frucht- und Futter- m l t t e l m a r k t. Bei schrvachem Bestich, kleiiiem Umsatz und

Deutschland und Italien.

Lng-ano, 12. Jan.Popvlo d'Jtalia" sordmt die Regrmuns aufs neue und sehr enmgisch auf, der Nation mitzuteilen, in welchem Verhältnis Italien zu .Deuftchland stehe und warum st 1al:en Deutschland noch nicht den Krieg erklärt: habe.

Heimkehr deutscher Frauen aus Afrika.

Amsterdam, 12. Jan. Maasboode erfährt untm denk g. stanuor aus Blissingen, daß am Sonntag odm Montag etwa, 500 deutsche Frauen und Linder aus Südafrika erwartet würden. Sie würden im Sondmzug nach Deutschlaird wettmfahren.

Aus dem hessischen Finanzministerium.

rb. Da rm st a d t, 111. igan.,ImGrotzh. M in i steriu m der Finanzen sind neben den: um die Jah-resweiide vollzogenen Wechsel des Minisberpostens noch mehrere andere Personalveränderungen erfolgt. So ist dieser Tuge Herr stinanzrat Karl Kuhn, der als Hilfsarbeiter im Finanz- Ministerium eine sehr tüchtige Kraft mar, telegraphisch vom Reich tu die deutsch-belgische Finanzverwcrltung berufen worden. Der Posten des gestern im Alter von 70 Fahren verstorbenen Geh. F-inanzrats Dr. Ludwig Lauer war sicherem Vernehmen nach nur auf den Inhaber bewilligt und wird somit rricht wieder besetzt werden; die Geschäfte Dr. Lauers sollen von einem Mitglied! der Abteilung für Steuerwesen wahrgetwmmen werden. In Rücksicht auf diesen Umstand war auch Geh Finanzrat Dr.^ Lauer, der Vorstand des Großh. Kataster­amts, bereits in letzter Zeit der Mteilung für Steuerwesen zugeteilt worden, so daß der Plan, für diese beiden Posten e:ne Personalunion zu schaffen, schon entsprechend vor­bereitet war. Ueber den Nachfolger auf dem früheren Posten des Herrn Präsidenten Dr. B ecker als Vorsitzenden der Abteilung für Steuerwefen ist bisher noch keinerlei Be­stimmung getroffen worden.

Oberregisseur illowack f.

d?' r m sta dt, 11. Jan. Unser Hvftheater hat einen schwe­ren Verlust erlitten. Der Oberrcgisseur der Oper, O t t v N o w a ck, ist heute nacht an den Folge:: einer schweren Operation plöülich und unerwartet gestorben. Otto Nowack stand erst in dm Mitte der 40 er Jahre und war ein Sohn des seinerzeit sehr bekannten und -beliebten Theatmdirektors Nowack in Magdeburg Er wurde zuerst Schauspieler, ließ aber ftühzeittg seine schöne Stimme aus- brlden und wurde bald ein beliebter Sängm, Tenorbufsp Als solcher war er zumst am Stadttbeatm in Maiirz, dann am Hvftheater in Wiesbaden, an der Berlinm Oper und am Stadttheater zu Köln erfolgreich tätig. An letz­terem wurde er auch als Opmnregisseur verpflichtet und von dort aus bekam m ein glänzendes Engagement nach dem Ham- burgm Stadttheatm. Nachdem er dann später im Coventz-Garden zu London n::t glätrzendem Erfolg die Feslaufführung«i dm größten Richard Wagnm-Opern inszeniert, wurde er Mn drei Jahren zum Regisseur dm Darmstädtm Hofoper berufen. Hatte dm Vmelvigte frühm dank seiner Doppelstudien als Sänger Nnd Schaiisprelm sich ganz besvndms ins Rollen, wieDaind",Mime" u. a m ausgezeichnet, so verstand er es als Regisseur in Darm stad rch durch seine brillante, stilechte Inszenimiliigskimsi schnell eine hochgeachtete Position zu mtvmbeu. In letztm Zeit hatte die ge-, baltvolle Jnszenienmg desPar,:val", dmGärtnerin aus Liebe", v. FrankenfteinsRahab" u. a. allgemeine Beivmrdcrung erregt' T:e Gattin des Verstorbenen, Frmr Kate Nowack, sst'als euva der ersten Koloratur) äugmümen beLannt.