U^i-rschEn der Gleise des wurde ern Soldat von entern Zuge überfahren
UTt o gerötet.
b ach, 10. Juuuar. Auf der Bergbahn, Grube M^cknrg- nach dem Bahnlwf Wirt, geriet -er Motorwagen mit 13 beladenen Erzwagen ins Rollen nnd sauste, sofort die Bremsen rn Tätigkeit traten, mit immer größerer Geschwmdtgkert zu Tal. SMießlich entgleiste der Zug und Böschung hinab in das Tal. Das Personal konnte sich rechtzertlF durch Abspringen retten.
Gerichtrsaal.
Der Mordprozcß Oberst.
Frankfurt a. W,, 11. J<m. Vor bem: Schwurgericht 6c- 2jHtn tytute die für zwei -tage vorgesehene Verhandlung gegen den Treyer Franz Adolf Bauer aus Bergtheim ber Würzburg cm der Kathariua Oberst aus Frankfurt. Am - ' r. ° ^^Eren Schiffer zwischen Flörsheim und Raunheim rm Mam die zerstückelte Leiche einer Frau. Man stellte die Tote K 24 fahrige Katharina Oberst aus Frankfurt fest, die seit dem verschwunden war, und ermittelte auch zugleich, M Mädchen einem Lustmord zum Opfer gefallen war. Als Tater ermittelte man den 22 jährigen Dreher Bauer, der die Kleider der Oberst verkauft oder verschenkt hatte. Bauer befand sich gerade wegen eines Diebstahls in Untersnchungshast, als man lerue L-rterschaftftstge,teilt hatte. Er bestritt anfangs, die Oberst fe gemnnt zu haben und wollte die Kleider gefunden haben, räumte aber dann, als man ihm Zeugen gegenüberstellte, die Bluttat ein. lieber den Hergang de^ Tat erzählte er, daß es zwischen ihm und dem MMhen in semem Zimmer.zu Streitigkeiten gekommen sei, in kraj Verlauf er dass DWdchen gewürgt liäbe, bis -gI tot zu Boden sank. Das geschah am 19. Dezember. Die Leiche zwängte er dann in den Schrank, feierte zu Hause in Bergtheim Weihnachten, und erst am 10. ^auuar habe er den Körper zerstückelt und nach und nartf die einzelnen Teile in den Main geworfen. Da Bauer die Tötung vorsätzlich vornahm, lautete die Anklage auf Mord. - Den Vorsitz in der Verhandlung führt Landgerichtsdirektor G aebler, die VerterdMMg R.-A S t r o i n s k h, die Anklagcbehörde vertritt Stmltsanwalt Mecker. Geladen sind 33 Zeugeii und 5 Sachverständige Nach dem Eröffnungsbeschlust )mrrde die Oefsentljch- rett ausgeschlossen. Der Angeklagte gab auf die Frage des Vorsitzenden den Mord zu. Er bestteitet die Absicht des Mordes, der Oberst nur in blinder Wut die Kehle zugeschnürt. Er ^streitet auch, daß er dem Mädchen 80—100 Mark, die es bei sich führte, abnehmen wollte. Alle Ermahnungen, sein Gewissen Au erlerckstern, fruchteten nichts. Hierauf wurden die Zeugen ver nvmmen.
mne dauernde Veränderung und Verschlechterung des Genbestandes, Ww£i n ?J2?* % ne ?' eivttreten kann, ist keineswegs entschieden. Manches scheint sur das Letztere zu sprechen. ?lber selbst dann, um voruber^l-ende Schädigung der Keime handeln jE«, bleibt der Schaden für den Phänotypus des Volkes bei der ungeheueren Verbreitung der Uebel groß genug. Wenn jede durch das Uefet gVtrofL SUlSfe Öen ettkohvlmißbrauch, dann käme cs praktisch fast auf dasselbe hinaus wie bei Verschtechterung des Genotypus.
Wichtigste Aufgabe der Rassenhygiene ist daher der wampf gegen die genanilten Hauptübel. Er muß um so notwen- Ktaft ausgenommen werden, als zu besorgen £ c ie ° bsue wesentliche — in die Hunderttausend« der Fälle von offener Tuberkulose und von von^E^^^ound mit dem Frieden eine Periode me™ Mißbrauchs geistiger Getränke bringen würde,
zSrJ vorgebeugt wird. Me öffentlick>en Maßregeln müssen taTW Ärf 9 ®* 1 ^ben durchs die Einsicht und die Pflicht- üble^r^.^i?'olk'erung ^selbst. Sie aus sich heraus muß die ge- & ^"tlichkert bekämpfen und beit Geschlechts ver kehr Vprr r ^c.V te ? lu & erziehend weiter gehen im Kampfe gegen
qewissÄs^Ä^S' al i gesetzlich möglich ist. Jeder
% deutsche muß sich bei seinem persönlichen Verhalten der mÄl” 1 Getränken seiner großen Verantwortung wegen ^ 55S3SI®! 01 Bedeutung des Beispiels bewußt sein, w^^ass Upt müssen »mr unsere Gesinnung veredeln.
M sublen Und handeln, was wir sind, als Le- Unsterblichkeit bestimmten Lebendigen, dessen ver- doä und Samenkapseln wir sind, jenes Lebendigen,
^affmd sich müht, aus den ihm verliehenen Gaben 3h l.»‘^mmenn-e fflcrfe ju schasse», in unendlicher Anniihe- rund den Trutschen zu verwirklichen!
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Ethische und hygienische Aufgaben unserer Zeit.
w ^ Berlin, 10. Januar.
Eine eindrucksvolle Kundgebung veranstaltete am Samstag, Ln ^tvnuar, der Deutsche Verein gegen den Mißbrauch geisüger Getränke m der Neuen Aula der Berliner Uiiiversität. Skv Jenwser Philosoph Geh. Rat Universitäts-Professor Dr. Rudolf Euckeu wid der Münchener Hygieniker Geh. Rat Universitäts- proseffor Dr. Max von G r u b e r sprachen über „Ethische und hygienische Aufgaben der Gegenwart". Pro- fessor Dr. R. Euckeu z-eigte die ethische Aufgabe, lvie sie der Deutsche versteht un.'d was sie für ihn bedeutet. — Dann folgte eme Charakterisierung des ethischen Standes unseres Lebens vor öent Kriege, g bestand neben anderen Gefahren vornehmlich die Gefahr ernes sklavischen Unterliegens unter eine raffinierte Sinnluchleit: das war sowohl der Fall in der Richtung auf einen über- spaunten Luxus hin als in der Zügellosigkeit in geschlechtlichen Tmgeu nne auch rn dem starken Mißbrauch geistiger Getränke — Nun hat der Weltkrieg uns Mrs drohender Verweichlichung anfge- ruttelt und erneu gewaltigen Ernst in unser Leben gebracht. Mer jene Utfyci sind damit keineswegs schon in der Wurzel ausgerottet — Eine grotze Ausgabe erwächs daraus, die Forderung der Zeit rn einen bleibenden'Gewinn zu verwandeln. — So gilt es Punkt für Prmtt den Kampf gegen jene Verkehrung des Lebens aufzu- uehmen; ber der Sckmnerigkert der Sache bedarf es aber dazu eines ZsEnmenichlnsses der Kräfte, bedarf es gemeinsamer, eifriger
Skncmf ergriff As Wort Prof. Dr. M. von Grub er München, zum Thema hygienische Aufgaben der ^^.^n v?a r t". Der Wettkii-eg hat uns die ungeheilere Gefährlichkeit unserer Lage unter dm Völkern enthüllt. Sie bleibt bestehem Sie erfordert, daß wir init größter Besonnenheit und großer Kraft Rassenhygiene be- tzbKen, dap wir unser Volk dauernd auf eine möglichst große' Zahl von Individuen von möglichst vollkommener Lebenstüchtig-' !?^,drtngen. Die ^Beschaffenheit eines Jndividuunis, eines ganzen Volkes, sem Phanotypns, ist das Produkt seiner Anlagen (Gene) nnd seiner Umwelt. Die Gesamtl>eic der Anlagen bildet dm soMn. ^e^otypus des in uns lebenden Jdoplasmas Die Gene selbst smd etwas außerordentlich Beständiges Wir können nicht willkürlich neue Gene schaffen, oder die vorhandenen Gene verbessern; insbesondere gibt es keine Vererbung erworbener Eigenschaften. Wohl aber kmrnen anscheinend Gene unter be- stinrniten Einwirkungen zugrunde gehen. Eine Veränderung der Gmstruktnr eines VoKeS, das aus der Vernch'chmg verschiedener Raffen hemv^eMngen ist, wie das deutsche, und daher zahlreiche ^ilweisc verschiedene Genotypen vereinigt, ist aber möglich durch ^butzlng nach bestrmnttm Gesichtspimtten (z. B geleitet durch ^Echaftlrchen oder sozialen Erfolg) und ungleiche Fortpftanznngs- rZ^n^tbarkeit der verschiedenen Gruppen die im allgeineinen die Begabter^ Willenskrasttgeren fern werden, ungenügend vermehren, muß eine zunehmmche Verschlechterung der Anlagenmasse eines Volkes ern- treten, die binnen weniger Generattonen verhängnisvoll werden un^heuece Gefahr liegt bei uns, wie bei anderen hochkultivierten Nationen mit reichlicher städtffckier Bevölkerung ■^ urc ^ 1 willkürliche Einschränkung der KindererzeuMng herbeiMsührt, die auch die Volksvermehriing im ganzen mch damit dre Exfftenzmögiichkeit gegenüber dem russffchen Volke ^fahrdet. Eme lebensnotwendige Aufgabe unseres Bo^s fft die Bekämpfung des sog. „Zweikindersystems". Die ausgiebige
LLrun.d^ertv°l,.nGenkombin°i3„^
u^di^s^^Vpen die bestmögliche?/ Mü^ty^ fidf JStfattm /Tr* ° m w l Yü AwgänglickLeit der Individuen bleibe», daher die grohe Beix"iitu»o der Pileae r>er^us^ölichen und der L:bensfühn)na der Er- machseuen D^. ubermarhjrgen Schädli«eiten müssen serngehal- imt> Ie^rrschmi« der Bezwingbaren mujj durch Lbu"« werde» Unter den die erwünschte Ent
^lTL m r ^ilkung des Phanottzpnz gefahndenden Umwelts
aas au«-« ,w * w " *" ®»
Produktion. Eine ungel-euere Menge von ^ndividmn, dre nach dem ursprünglliä-en Genotypus ihrer Ettern vorzügliche Glieder ihres Volkes, wertvolle Plusvariai^ten hatten werden koiknen, werden so als mehr oder weniger miverbesserlicke Minusvarianten erzeugt und geboren,' Viel umstritten ist die Frage, ob diese Minus Varianten auch rm Genotypus jenes Teiles des Keimplasmas, den sie bei der Fortpflanzrmg weitergeben verdorben srird, also kerne tadellose Nachkommenschaft mehr zu liefern imstande sind, oder ob nur sie ftidividuelle Berkünnnerungeii sind Ev scheint, daß man eme Zeitlang diese Frage zu pessimistisck betrackftet l>at Wenn nicht vie Schädlichkeit^ neuerdings eiüwirtt ^^len Fällen eine rasche oder allmähliche Erholmig des Jdwplasmas eintreten zu können, wobei sich dann der Genotypus als unverändert erweist; es scheint sich in vielen Fällen, wo dre erste oder nocl;> die zweite Tochter- generatton Zeichen von MürderWertigkeit erkennen läßt, nur Um Nacl) Wirkung auf die Entfaltungsmöglichkeit, um sogenannte „Induktion" oder „Praeinduktton" zu handeln. Ob es rn allen Fällen so ist, und ob nicht doch auch
Die Pferdezucht im Krfegsjafyre.
Einbuße, die das Pferdematerial im Kriege erlewet, wird durch eine gesteigerte Förderung der Pferde- gesucht. Das beweisen z. B. die Zahlen, die preußischen Staate§ für 1915 vhnnn H a u p t g e st ü t e, die sich in Tra-
teÖTteit, Graditz, Beberbeck, Neustadt a. D. und Georgenburg
r 1 8 c n ^ 9 r e ^ üte. In den Hauptgestüten Jahre nicht weniger als 38 Haupt- { Mutterstuten und 2480 junge Hengste und
di p fln HU6 r/^ 6 c^^rde und Wirtschaftsvieh wurden in fast 900 000 Mk. eingenommen. An Sprung- und Fullengeld kamen-85 000 Mk. ein. Trotzdem An^d.«^Staat noch V/ ? Millionen Mark Zuschuß leisten. Auf den Rennplätzen erringt der G r a d i tz e r Stall Er- die jährlich etwa 400 000 Mark einbringen. Auch dieses Geld wird der Pferdezucht wieder dienstbar gemacht. Ni-,. sind auf ganz Preußen verteilt.
Bier smd in Ostpreußen dem klassischen Lande der Pferde- die beiden ostpreußischen Landgestüte in Rastenburg und Braunsberg und die zwei litauischen in Georgenburg und Gudwallen. Die westpreußischen Land- gestute liegen m Marienwerder und bei Pr.-Stargard, die ^ ir ^ e un ^ ^^bsen, das brandenburgische in Neustadt a. Ddas pommersche in Labes, das niederschttsische in Leubus, das oberschlesische in Cosel, das sächsische in E^uz, ^s schleswig-holsteinische in Traventhal, das banno- Ül westfalische in Warendorf, das hessen-
nasfauffche m Dillenburg und das rheinische in Wickrath, ^n diesen Landgestüten befinden sich insgesamt 3645 Land- Markör' ^ staatliche Zuschuß beläuft sich auf 1800000
Die Zemeinsamen Einnahmen aller staatlichen Gestüte fii r R- tt ’ a Millionen Mark, die Ausgaben mehr als 8 /2 Millionen Mark, so daß über 3 Millionen Mark zu- gejteuert werden muffen. Aber dieses Geld ist gut angewendet.
' Bullen.
Dollfleischige, ausgeivachseiic höchsten Schlachtw m 'ex' Färsen, Kühe, m ^EÜchwe ausgein. Färsen höchst. Schlachtw. 71—75 Vollfleischiqe ausgein. Kühe höchsten Scylacht-
wertes bis zu 7 Jahren.64—72
^Sernn gut entwickelte Färsen 60—65
Aeltere ausqemästete Kühe .5ö-62
Mäßg genährte Kühe und Färsen .... 50—55 Gering genährte Kühe nnd Färsen .... 44—52
Mittlere Mast- und beste Saugkälber' . . . 90-00 Geringere Mast- nnd gute Saugkälber . . . 86-90
Geringe Saugkälber.80—85
Schafe.
nr” Weideinastschafe.
Mastlammer und jimgere Atasthammel. . . 74-00
S ch,v e i ir e.
Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Ir fr Lebendgeivicht ....
Vollfleischige Schweine unter 60 k<*
Lebendgeivicht..
Vollfleischiqe Schweine von 100 'bis
120 tg Lebendgewicht.
Vollfleischige Schiveiue von 120 bis
150 kg Lebendgewicht.
ic. Frankfurt «. M., 10. Jan. Frn'cl/t- und Futter- c?^^?lmärkt. Gegen die Borivoche ist die Stimmung am Friielfl- und Futtermittelmnrkl als unverändert zu bezeichnen. Di« Rachirage nach Futtermitkel ist sehr groß, die Preise halten sich u!? 2öh«. Biertreber 52-55 Mk.. Leinkuchen 74.^
«6 Mt. Wicken 65 Mk., Navsschrot 59-6l Mk., ,L"-Futtep 4o-47.00 'iük. Alles per 100 Kilogramm.
ke. Frankfurt a. M., 10. Jan. K a r t o f f e l m a r k t.
133-140
131 —140
120-133
120-130
110-124*
100-110
100-110
150—00
143-150
135-145-
160—00
108.00—00.00 — 93.00-00.00 —
118.00-118.50 —
128.50-129.00 —
Meteorologische Beobachtungen der Station Gieren.
Jan.
1916
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Regen
Temperatur am 9. bis 10. Jan. 1916 — 4- 5,9° C.
'' " „ 10. „ 1916 = - 11 ° c.
Niederschlag: 3,2 mm.
Amtlicher Wetterbericht.
f bnt li che r, Wetterdienst, Gießen, ussichten in Heuen am Atitlwoch, den 12. Jan. 1916'. Wechselnd bewölkt, stellenweise Niederschläge, etwas kälter.
Letzte Nachrichten.
vermischtes.
er1 1 crunfl g egen Heeresdienst. Wunderliche fiÄW werden m England alle Tage geschlossen, aber daß Bonner gegen die Einführung der Dienstpflicht ?E^stchert hatten, ist bis jetzt noch nicht gemeldet worden. Und doch hat eine ähnliche Einrichtung vor einigen hundert Jahren in England bereits bestanden, und zwar damals, als während de?
? rT n ^?oleon die sogeiiannte „Militia Ballot Act", das Milizauslosungsgesetz, m Kraft trat. Dies Gesetz bestand darin. l a nt verschiedenen englischen Grafschaften durch das
ros zum Eintntt in das Heer bestunmt wurden. Wurde der Teil- ^^ohl'ch..Mm Heeresdienst herangezogen, so kaufte er sich aus der ihm durch d,e Versicherung zufallenden Prämie einen Stell- Vertreter, der statt ferner an die Front abging. Natürlich bildeten ^ der Versicherung gegen Heeresdienst in den einzelnen Städten nebenher ailch noch sogenannte „Jnsuranee Clubs",
unterhiät^^" wissen, daß man sich darin ausgezeichnet
.AEalienische Schanermären über die öster- r e r ch i s ch e Hunger s n o t. Um dem italienischeir Volk den Schmerz über dre Lebensmittelteuerung im eigenen Lande etwas ^leichtern werden immer neue Märchen erfunden, die in chillernds en Farben von dem Elend und der Not in Oesterreich iind Deutschland zrr erzählen wissen. So ist neuerdings in der ,,Stampa zu leseir: „Man muß ungeheure Summen zahlen, um Österreich überhaupt etwas zu effen zu bekommen Für ew Sti.ckchen Brot, das bei uns 2 Centesimi wert ist, zahlt man in .^4 Heller. Die Butter kostet 7 Kronen, das Mehl 1,30 Krone, das Fleisch 6 Kronen. Em Pfund Schinken kostet 17 Kronen, ein Eervelatwurst 12 Kronen. Bier bekonimt man nicht mehr und der Wem ist nichts anderes wie schmutziges Wasser ..." ^ '
rn tri, vP P C L ^ 9 e *t e ^ o ö c § q n 3 e i fl e. Eine malirhaft seltene B escheidenheit zeigte dieser Tage ein Schweizer Bürgers der Keit seines Lebens em Femd der Lobhudeleien war und, den Tod heän" nahen suhlend, seine eigene Todesanzeige schrieb, die dann auch am Tage nach seinem Hmscheiden in einer St. Galler Keituna er- chren und folgendermaßen lautete: „Hierdurch nehme ich Abschied von Verwandten, Freunden und Bekannten. Nach la.igem Leiden starb ich an den Folgen emes Magengeschwüres im 55. Altersjahre Sollte ich wlssend oder unwissend jemand betrübt oder beleidiat hvben, so bitte ich um Verzeihung." ^
^. Märkte.
G.ctzen, 11. Ja». Marktbericht. Aus den, hcutiqen Wochenmarkte kostete: Butter bas Psd. 1.90-000 Hübnereier hn« f“}? Käse das Stück 8-10 Psq., Käsematte 1 Stück
Psg-, Kartoffeln der Zentner 3,75 bis 000 Mark Milfs, ^ ^Eer 26 Psg., Aepsel der Zentner 6 bis ' 8 Mk. ' Spinal 20-2- Psg. das^ Pfund, Wirsing 10-15 Pfg. das Stück Gttbe- ruben 10- 12 Pfennig das Pfund, Rotkraut 15—25 'Pfennig das Stuck, Rosenkohl 25-30 Pfg. das Pfnnd Koblrabi 6 b ^ 8 P!q. das Stück, Weißkraut 1ö-Sb P,g das Stück Birnen 7 ^^besjere 00-00 Psg. das PsmL. rote Rüben 7-8 P'-i
rounsch Kohl 6-8 Pfennig, Zwiebeln der Fentner 15—17 Mk Nüs e 100 Stück 60-60 Ps6?Bknmenkok,l Ä febril
8Vi8 2 'Vf ® UCt ' ® nbu,le " 10 ~ 12 P!g- ~ Marktzeit von
/c. Frankfurt a. M Viehhofmarktbericht vom 10. Jan Anstrieb: Rinder 6209 (darunter Ochsen 351. Bullen 47 Kühe und # a r|eri 2811), Kälber 339, Schafe 93, Schweine 119 Marktverlauf: Flottes Geschäft, wird alles geräumt.
Preise für 100 Pfd. Ochsen Lebend- Schlacht-
VoNfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- Mk.
wertes, 4 — 7 Jahre alt. 77_ g3 140 — 150
Junge fleischige, nicht ausgemästete mri ältere ausgemastete. 70-76 130-136
Die Kämpfe in Albanien.
^ Budapest, 11. Jan. Athener W.ätter melden aus Korf«^ In Albanien dmieim die Kämpfe zwischen a u f st ä n di s ch e \t Stämmen mit dem serbischen Irnd ftalienischen Militär mit großen Verlusten für die Serben und die Italiener an. Me Albaner haben besondere Gebirgsgeschütze. In der letzten Woche NMr- den 1500 Verwundete nach Italien ttansportiett.
Die Ratlosigkeit in Salomki.
Amsterdam, 11. Jan. Aus London erfähtt der Verttttn der Bvf fischen Zertung, daß sich in englffchen militärischen Kreisen die Befürchtung znspitzt, Griechenland könne da§ lägäische Meer durch Minen sperren, wvdnrch das Expedittonsheer in Saloniki vollständig abgeschnftterr wäre, WÄb- > rend durch die Gefahr, die den Kriegs- imd Transpottschiffen von der: Unterseebooten droht, das Geschwader zur Untättg- keit verurteilt ist. Wenn Griechenland feindselige Absichten ttage, würde nicht ein Mann von den Truppen der Verbündeten entkommen. Die herrschende Unlust zur Fottsetzung der Operation iit Sal-miki erträgt sich nach englischen Berichten auch auf die Truppen, die wegen der erzwungenen Untättgkeft und der Unsicherheit der Lage mutlos werden. Mehrere Regimenter englischer Soldaten haben um Ueberführung nach Aegypten nachgesucht. Ein englischer Offizier teilt in einem Brief mit, kein. Mensch kann uns sagen, worauf imr hier noch warten. Wir haben die Franzosen geftagt, aber die wissen ebenfalls nicht, was sie hier sollen. Unsere Feinde lvatten ab, wir warten ab, Grieck-enland wattet anch^ ab. Wir wären alle ftoh, wenn wir hier wegkämen.
serbische Truppen in Saloniki eingettoffen sind, bestätigt sich nicht. Nur kleine Trupps von einigen Hundert Mann srrrd in Begleitung des Königs Peter und mehrerer Offiziere an- gekommen.
Großfürst Nikolaus wieder im Haruitguartier?
>k.-i.rid a.sel, 11 Jan Aus Petersburg wird gemeldet: GroH- > furst Nittlaus beftndct sich vorübergehend ün Kaiserlichen Hauptquartier.
Die Befestigungen von Chalkidike.
Budapest, 11. Jan. Aus Athen wird gemeldet' Die En» ?^^ttuppku artettieu weiterhin fieberhaft cm der Befestigung der Halbinsel Chalkidike. Man beabstchttgt, Casnandra als Basi^ zu venu Yen.
Die versagende französische U-Bootsflotte.
^ C Jo^ '• 11 w3f n * 3 m -,^cho de Paris" krittsiert eiti ftau»
^ ^^^nnEzier ziemlich scharf das ftanzösischc Untersee- ^lystem, ivelchem er Namentlich t e ch n i s ch e I r r t ü m e r zu- schreibt Er sagt, ^urch ihre Boote waren die Deutschen überall gut unterrichtet, ivas aber hat man bei uns auch imr während Krieges getan? Man erlaube mir, darüber nicht ÄT UnfCT StoH aber darf versichert sein, daß am selbe» Tage, a» dem unsere Kommandanten der Unterseeboote ein gntes Wer^kzeug in men, ste sich des Mittels auch bedienen werden. Nur darf dieser Tag nicht zu spät kommen.
Sturz des Kurses der ägvptischen Anleihen.
Paris, 1.1 Jan. Tie Kriegsgefahr kommt in dem Kure)- stürz der unifizierten Aegypter von 78,50 zum Aus- druck. Er steht heute 10 Prozent niedriger als vor 6 Wochen.


