Jahrgang 
28 (1829)
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9 dadurch die Weide aufs Beſte genutzt wird, indem das, was der einen Vieh⸗Art nicht anſteht, von der andern begierig geſucht wird, und weil die Pferdezucht ein bei weitem groͤßeres Inventarium verlangt, dabei ſpaͤte⸗ ren Gewinn abwirft, als die Hornviehzucht. Die Zuchtpferde in den Marſchen, ja ſelbſt die zur Han⸗

delswaare aufgezogenen Pferde, ſind zugleich die Ar⸗

beitsthiere. Da nun ſaͤmmtliche Arbeiten in den Mar⸗ ſchen durch Pferde beſchafft werden, zur Bearbeitung des Marſchbodens eine ſtarke Beſpannung erforderlich iſt, ſo iſt leicht zu erachten, daß die Anzahl der Zucht⸗ thiere ſehr anſehnlich ſeyn muͤſſe, und daß davon ge⸗ wiſſermaaßen als Neben⸗Nutzung eine große Menge junger Thiere als Handels⸗Artikel aufgezogen werden koͤnne. Bei gehoͤriger Benutzung aller ſich darbie⸗

tenden guͤnſtigen Umſtaͤnde wuͤrde ſolche noch groͤßer 4

ſeyn. Auf die zweckmaͤßige Benutzung der Weide kommt

in den Marſchwirthſchaften viel an. In denen der kleinſten Art kann man keine Auswahl treffen, und man muß Pferde und Hornvieh unter einander gehen laſſen, wobei ſich beide Thier⸗Arten auch ganz fried⸗

fertig vertragen.

Auf den groͤßeren Hoͤfen wird aber fuͤr jede der⸗

ſelben die eigenthuͤmliche Weide beſtimmt, ohne daß

jedoch die andere von deren Theilnahme ganz ausge⸗ ſchloſſen iſt, auf deren richtigere Verhaͤltniſſe vielmehr

5 die vollkommene Benutzung des Weide⸗Ertrages be⸗