Jahrgang 
28 (1829)
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und

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1274 Stuͤck Pferde,

640 Stuͤck Fohlen,

80⁰000 Kuͤhe und Jungvieh, 1120 Marſchſchaafe.

Es ſcheint mir ſowohl phyſiologiſch als pſycho⸗

logiſch merkwuͤrdig zu ſeyn, daß alle in den Marſchen

aufgezogene Thierarten ein ausgezeichnet großes Phlegma

beſitzen. Die muthigſten Pferde laſſen ſich durch

ſchmale Waſſergraͤben in ihren Weide⸗Abtheilungen halten. Selbſt zweijaͤhrige Hengſte ſpringen ſelten

uͤber, auch wenn in nicht weiter Entfernung Stuten weiden. Legt man einem uͤbermuͤthigen Springer einen eiſernen, mit einem Gewinde verſehenen Buͤgel,

woran eine kurze Kette und daran ein Klotz haͤngt, um einen Vorderfuß, ſo reicht ſolches ſchon gemeinig⸗

lich hin, ihn in ſeinen Schranken zu halten. Das

Hornvieh aller Art wird ebenfalls nur durch ſchmale

Graͤben in den Weiden gehalten, ohne daß Hirten da⸗

bei ſind. Zeigt ſich einmal ein Stuͤck ungeberdig, und es wird mit einem ſtillern Thiere mittelſt eines an den Haͤlſen befeſtigten, jochartigen Holzes zuſam⸗ mengekoppelt, ſo iſt es ruhig. Die Kuͤhe der kleinen

Leute muͤſſen ſich haͤufig an den Wegen ernaͤhren, wo

ſie ganz zufrieden und ruhig am Tuͤder ſtehen und keine Verſuche mMachen, ſich loszureißem, welches ihnen