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Preiſe nicht nur auf der bisherigen Hoͤhe erhalten, ſondern gewiß auch ſteigen, indem die annehmlichen Preiſe im vergangenen Jahre gemacht haben, daß Jeder, der zu verkaufen und zu verſchiffen hatte, ver⸗ kauft und verſchifft hat. Einen auffallenden Beweis fuͤr dieſe Anſicht giebt ein Aufſatz in der Haude⸗ und Spenerſchen Zeitung, unterzeichnet mit Fbr., wahrſchein⸗
lich Herr Geheimer⸗Ober⸗Finanzrath Ferber. Dieſem
zufolge ſind im Jahre 1831 vom 1ſten Januar bis Ende des Monats Juni in Helſingoͤr 201 Preuß. Schiffsladungen à 80 Laſt und die Laſt zu 56 ½ Ber⸗ liner Scheffel, alſo 908520 Berliner Scheffel mehr klarirt worden, als in demſelben Zeitraum des Jah⸗ res 1830, in welchem die Schifffahrt doch ſehr bedeu⸗
tend geweſen iſt. Eine in Petersburg von dem Depar⸗
tement des auswaͤrtigen Handels veranſtaltete Ueber⸗ ſicht des ruſſiſchen Reiches ergiebt ferner, daß im Jahre 1829: 2614078, und im Jahre 1830: 3946801, alſo im letzten Jahre 1332743 Tſchetwert mehr ausgefahren ſind, als 1829. Da das Tſchet⸗ wert gleich 3,5399 Berliner Scheffel iſt, ſo macht jenes 1830 ausgefuͤhrte Mehr: 4 Millionen 717910 Berliner Scheffel. Einem Aufſatze aus England, uͤber
Aus⸗ und Einfuhr, zufolge uͤberſteigt die Getreideein⸗
fuhr von 1830 die aller fruͤhern Jahre, denn der
angegebene Werth betrug 3 ½ Millionen, waͤhrend er
im Jahre 1829 kaum 14½ Millionen uͤberſtieg. Dieſer außerordentlich großen Einfuhr ungeachtet iſt dennoch
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