Jahrgang 
27 (1831)
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das Brot ſehr waͤſſerig und bekommt große Augen; bei 1Sor Kupfervitriol kann ſich der Teig nicht mehr heben, alle Gaͤhrung ſcheint aufgehalten und das Brot erhaͤlt eine gruͤne Farbe. Laͤßt man in letzterem Falle den Sauerteig weg und nimmt mehr Waſſer zum Teige, ſo gaͤhrt das Brot gut, wird ſehr poroͤs, er⸗ haͤlt große Augen, aber es iſt feucht, gruͤnlich und

hat einen ſehr auffallenden und unangenehmen Geruch

nach Sauerteig. 1 Das ſchwefelſaure Kupfer wirkt ohne Zweifel hauptſachlich durch ſeine Baſis bei der Brotbereitung; denn ſchwefelſaures Natron, ſchwefelſaures Eiſen und ſelbſt Schwefelſaͤure gaben bei vergleichenden Verſu⸗ chen kein aͤhnliches Reſultat. Alaun. Der Alaun giebt ziemlich dieſelben Reſultate wie das ſchwefelſaure Kupfer; man muß aber davon bei weitem mehr anwenden. Wir baben geſehen, daß Kupfervitriol eine viel zu große Quantitaͤt iſt, ſo zwar, daß ſie, anſtatt das Aufgehen des Teiges zu beguͤnſtigen, es verhindert. Dieſelbe Quantitaͤt Alaun giebt jedoch noch kein auffallendes

Reſultat; um ein ſolches zu erhalten, muß man ½

Alaun nehmen, bei I1½ war die Wirkung ſtaͤrker. Ohne Zweifel wird eine viel groͤßere Quantitaͤt Alaun,

gerade ſo wie ein Ueberſchuß von Kupfervitriol, die

Entwickelung des Teiges aufhalten. 3 Schwefelſaures Zink. Die Reſultate, welche

man mit dieſem Salze erhielt, waren nicht ſehr auffal⸗

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