Jahrgang 
27 (1831)
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wohl ſchien mir der Weg nicht langweilig, denn ich

uͤberſah eine huͤgelige, freundliche Landſchaft mit wohl eingehegten Feldern, Dreeſchen, Wieſen und Hoͤlzchen,

in welchen die Anſiedelungen der Bewohner wohl ver⸗

theilt umher lagen und leuchtende Kirchen von den

Hoͤhen herabblickten. Die letztern ſtehen zwar gewoͤhn⸗

lich iſolirt, oder doch nur von wenigen Haͤuſern um⸗ geben, ihre gewaͤhlte Lage verleiht aber dem Ganzen eine hohe Zierde. Die Meiſten haben einen ſtumpfen Thurm und nicht wenige(hier, wie auf Seeland) ein Bleidach.

Ich komme, etwa auf der Haͤlfte meines 9 Mei⸗

len langen Weges durch die Inſel Fuͤnen, zur Haupt⸗ ſtadt Odenſee, die im Norden derſelben, unweit

eines Meerbuſens, eines Kanals und an einem klei⸗

nen Fluſſe, dem Odenſeer Aa(Oder, Unſe) liegt,

welcher aus der Mitte des Eilandes herfließt und mit vielen Baͤchen in Verbindung ſteht. Der Ort

zaͤhlt etwa 7000 Einwohner, und vergleicht ſich mit

den guten, wohlgebauten Landſtaͤdten unſerer Lande.

Er beſteht aus zwei groͤßern Straßen. Die vorneh⸗ mere, Over⸗Gade, durchſchneidet ihn von Weſt nach

Oſt, und die andere, Noerre⸗Gade, laͤuft aus der Mitte jener nordwaͤrts zu einem Thore, von dem man in

5 Minuten zum kleinen Hafen der Stadt, d. h. zum Ende des Odenſeer Buſens, gelangt, der ſich 3 Mei⸗ len noͤrdlicher zur offnen See erweitert. Nur 6 kleine Kuͤſtenfahrzeuge mit einem Maſt und 15 bis 30 El⸗

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