Jahrgang 
15 (1825)
Einzelbild herunterladen

das ganze Land an lauter kleine Bauern verpachten könnte, die ihren Ackerbau in der Weiſe trieben, wie die, ſo an den Raͤndern der Heide wohnen(und die den ſchlechteſten Boden aber eine gute Cultur ha⸗ ben), ſo wuͤrde man eine doppelte Grundſteuer er⸗ heben koͤnnen.

Das waͤre aber in der That nichts anders, als eine neue glebae adscriptio pro fisco.

Die Sache hat zwei Seiten: betrachtet man die Bauern mit dieſen Paar Morgen Acker, die ſie gartenmaͤßig anbauen und benutzen, als die Zaͤhne des großen Rades, durch deſſen Umſchwung Steuern aus dem National⸗Vermoͤgen in den Staats⸗Schatz gepumpt werden ſollen, ſo mag dieſe Maſchinerie auf gewiſſe Zeitraͤume und Verhaͤltniſſe nach Lage und Ort ſich bewaͤhrt befinden; allein der Himmel behuͤte die Welt dafuͤr, daß dergleichen Menſchen⸗ Plantagen allgemein werden, denn, obgleich wir in dieſer Schrift hinreichende Gruͤnde fuͤr die Nuͤtzlich⸗ keit einer groͤßeren Anzahl Mittelſtandes auf dem Lande, mit einigen Landbeſitz ausgeſtattet, angefuͤhrt haben, ſo muß doch jede Sache ihr Maaß und Ziel haben, und eine Bodenvertheilung, die nur deshalb ſtatt faͤnde, weil man recht viel Steuern dadurch er⸗ heben will, waͤre eben ſo inhuman, als ſie am Ende unverſtaͤndig waͤre. Allein unſer Autor ſieht, wie es ſcheint, die Vertheilung des Bodens in den Rhein⸗ landen als die Urſache des in jenen Landen uͤber⸗

3 A 2