Jahrgang 
33 (1833)
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von ihnen fuͤr ihr Geſchaͤft gebildet wird, und ſo gebildet werden muß, weil nur wenige zuvor das Gluͤck einer guken Schulbildung genoſſen haben, alſo auch nicht leicht faͤhig geworden ſind, ihre hoͤheren Seelenkraͤfte zu wahrem Studium anzuſtrengen. Am allermeiſten wird dieß aber merkbar bei allen Gegen⸗ ſtaͤnden ihres Faches, welche eine ausgedehnte und umſichtige Beachtung derjenigen Dinge verlangen, mit denen die Hausthiere fuͤr gewoͤhnlich in Beruͤhrung kommen. Dieß iſt nun auch der Fall bei der Tra⸗ berkrankheit der Schaafe; uns liegen nur einzelne Bruch⸗ ſtucke von ſeichten Beobachtungen der Thieraͤrzte vor, die wenigen beſſeren Abhandlungen ſind von Heerden⸗ beſitzern geſchrieben worden. Weil nun aber ſolchen die Kenntniſſe, wenigſtens die genauen, vom Orga⸗ nismus des Schaafes abgehen, ſo ſind ihre Beitraͤge zur Aufklaͤrung uͤber die Traberkrankheit wenn zum Theil ſchon ſehr ſchaͤtzenswerth, dennoch mangelhaft.

Mir iſt aus bekannten Urſachen nur in wenigen Faͤllen die Gelegenheit geworden, einzelne, vielleicht in Summa bis jetzt zwanzig Stuͤck, Traberſchafe zu mei⸗ ner Dispoſition zu erhalten, oder in den Heerden, wo ſie ſich befanden, genau zu beobachten; mehr aber habe ich mir es angelegen ſeyn laſſen, die Ver⸗ haͤltniſſe, unter denen dergleichen Heerden lebten, in Betracht zu ziehen. Meine bisherigen Wahrnehmun⸗ gen uͤber die Krankheit will ich nun der Wahrheit getreu mittheilen.

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