Die groͤßten Wirthſchaften enthalten nicht uͤber 36 Morgen Ackerland, und ſo viel Graswuchs, um 10 bis 12 Stuͤck Rindvieh nebſt 2 Pferden noth⸗ duͤrftig fuͤttern zu koͤnnen. Die mittlere Klaſſe baut 15 bis 18 Morgen, und hat fuͤr 6 bis 8 Stuͤck Hornvieh Graswuchs. Die aͤrmere Klaſſe hat nur 3 bis 9 Morgen, und Heu fuͤr zwei Ochſen und eine Kuh. Außerdem giebt es noch viel Bauern, die au⸗ ßer ihrer Kuh kein Zugvieh beſitzen. Alle Felder lie⸗ gen frei und offen.
Gemeinweide.
Ich werde uͤber einen ſo wichtigen Punkt zwei Einwohnern der Gegend die Feder uͤberlaſſen. Der erſte iſt der vortreffliche Landrath Schmidt in Sim⸗ mern, der zweite der wuͤrdige Pfarrer Pfender zu En⸗ kirch an der Moſel.
„Wir beſitzen,“ ſagt Schmidt,„eine große Menge Gemeinweide. Viele dieſer öden Haiden ſind ſeit den letzten 25 Jahren, theils aus eigenem Antriebe der Gemeinden, theils auf Befehl der Fuͤrſten, urbar ge⸗ macht und in die ſchoͤnſten Fluren verwandelt wor⸗ den, die jetzt den naͤmlichen Werth haben, wie laͤngſt gebaute Aecker. Die meiſten dieſer urbar gemachten Laͤndereien wurden im Jahre 1813 auf Befehl des franzoͤſiſchen Machthabers oͤffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden verkauft, und dadurch nicht nur die Gemein⸗ den eines ſchoͤnen Eigenthums beraubt, ſondern auch


