Jahrgang 
25 (1830)
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von Wolle haben, und nur bei Kleinigkeiten kaufen, kommen daher oft in den Markt, wodurch ſich das Lager ſonſt unbemerkbar, aber doch taͤglich vermindert. Gegen die Zeit alſo, daß friſche Zufuhren hier an⸗ kommen, werden die Vorraͤthe ziemlich geraͤumt ſeyn, und erſtere werden daher ohne Zweifel raſchen Abſatz finden, beſonders da uns ſo viele Wollen von Oeſter⸗ reich fehlen werden, die, wie wir hoͤren, durch die Grenzſperre von Preußen und Sachſen zuruͤckgehalten werden.

In den letzten 4 bis 6 Wochen haben auch die Preiſe nicht unbedeutend angezogen, und von unſern eigenen Verkaͤufen abzunehmen, muͤſſen wir die Stei⸗ gerung von 10 bis 15 pCt. annehmen, und beſonders iſt ſolche bei den geringen Klaſſen merklich, welche zum Theil dadurch herbeigebracht worden iſt, daß die Spanier ihre Mittel⸗ und ordinairen Sorten hoͤher ge⸗ halten haben.

Super⸗Elektoralen uͤber 6 Sch. werth, ſind gar nicht im Markte, und die Frage danach iſt ziemlich lebhaft: ſolche werden daher gewiß gute Preiſe holen, ſobald ſie hereinkommen. Fuͤr Stuͤckwolle iſt auch Begehr; doch fuͤrchten wir, daß die Preiſe dafuͤr in Deutſchland und den Niederlanden beſſere Rechnung liefern, als die hier zu erreichenden. Hat es eine Periode gegeben, in welcher wir uns gerechtfertigt fuͤhlten, unſere Freunde zu Einſendungen von Wolle aufzufordern, ſo iſt es die jetzige.