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wenn er das Gerſtland nicht fruͤh umſtuͤrzt, die Ger⸗ ſtenernte gefaͤhrdet iſt. Die Haferſtoppel wird alſo ganz ſpaͤt geſtuͤrzt, ja oft bleibt dazu keine Zeit, wie z. B. voriges Jahr. Angenommen aber, es geſchieht, ſo kann davon gar nicht die Rede ſeyn, dem Hafer⸗ lande, worauf der Miſt im Winter gefahren worden, im Fruͤhjahr einige Furchen zu geben, ſondern man muß hier mit der Erbſenſaat eilen, d. h. die Erbſen werden auf eine Furche geſaͤet. Nach der Ernte der Erbſen fehlt es aber an Zeit, dem Acker eine gehoͤ⸗ rige Bearbeitung zu geben; die Temperatur iſt um dieſe Zeit zu niedrig, die Zeit der Saat zu rar, der Acker in einem unguͤnſtigen Zuſtande: die Folge da⸗ von iſt eine ſchlechte Winterung. Daß die Kartoffeln nirgend, ſelbſt nicht in jenen
Gegenden jenſeit der Elbe, als Vorfrucht vor dem Wintergetreide taugen, iſt bekannt: was ſoll alſo fuͤr Futter in der Brache des Dreifelderwirths gebauet wer⸗ den, wenn er einmal ſo ungluͤcklich iſt, feine Schaafe zu haben? Wenn alſo irgendwo eine vernuͤnftige Frucht⸗ wechſel⸗Weidewirthſchaft noͤthig iſt, ſo iſt es hier bei uns, indeſſen nicht nach ſo konfuſen Muſtern, wie z. B. einer der Herren hier eingefuͤhrt:
Brache,
Raps,
Weitzen,
Gerſte, Moglinſche Annalen XXV. Bd. 1. St..· B 1


