nicht irre), hat ganz recht, wenn er uͤber die Irratio⸗ nalitaͤt unſerer Preußen klagt, und ich ſtimme dieſem urtheil uͤber die Mehrzahl bei; indeſſen muͤßte er ſich in ſeinem Aufſatze nicht ſo weitlaͤufig daruͤber aus⸗ gelaſſen haben, wie man hier Guͤter an ſich bringen muͤſſe(Obligationen⸗Forderungen an ſich kaufen): den Juden giebt's uͤberall— waͤhrend er Nichts, gar Niche üͤber die ſchwierigen Verhaͤltniſſe ſagt, unter denen w. hier zu wirthſchaften haben, und die dem rationellen Ltriebe uͤberall entgegenſtehn.— So leicht als Herr Avezarius die Sache vorſtellt, hier Guͤ⸗ ter zu acquiriren, und ſie zu bedeutend hoͤherem Er⸗ trage zu bringen, iſt Re nicht; er irrt ſich ſehr, und ich halte es daher fuͤr meine Pflicht, darauf aufmerk⸗ ſam zu machen, daß es vor allen Dingen noͤthig iſt, wenn man ſich in einem neuen Lande ankaufen will, die dortigen Verhaͤltniſſe jeder Art erſt genauer zu ſtudiren, wozu mehr gehoͤrt, als die tabellariſchen Ueber⸗ ſichten der Behoͤrden durchzuſehen. Vor allen Dingen, glaube ich, muß man diejenigen Landwirthe aufſuchen und zu Rathe ziehen, die bereits zu einem intenſivern Wirthſchafts⸗Syſtem uͤbergegangen ſind, und deren Entgegnungen in Ueberlegung nehmen. So hat es denn auch neuerdings ein ehrlicher guter Sachſe ge⸗ macht; er iſt erſtaunt, eben ſowohl uͤber das Schlechte als auch uͤber das Gute, was er hier geſehen, und hat uns aufgefordert, eine Warnung an alle Diejenigen ergehen zu laſſen, die, namentlich in Folge des Ave⸗
Jahrgang
25 (1830)
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