Jahrgang 
22 (1828)
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bauen iſt, da unguͤnſtige Witterung im Winter und Fruͤhjahr ſehr leicht alles verderben und die gerech⸗ teſte Hoffnung vernichten kann. So viel iſt indeß ausgemacht, daß wir nach einer Herbſtbeſtellung, wie die diesjaͤhrige war, viel beſcheidener in unſern Hoff⸗ nungen ſeyn muͤſſen, als wenn dieſelbe guͤnſtig ge weſen waͤre, und daß die Wahrſcheinlichkeit mehr fuͤr, wo nicht fuͤr eine ſchlechte, doch fuͤr eine mittelmaͤ⸗ ßige kuͤnftigjaͤhrige Ernte iſt, als fuͤr eine gute. Was uͤbrigens in dieſem Herbſte noch zu der Fruͤhjahrbe⸗ ſtellung zu pfluͤgen iſt, konnte und kann noch ſehr wohl gepfluͤgt werden, da die Witterung ſeit eini⸗ gen Wochen ſehr mild und ziemlich trocken iſt,

Preiſe landwirthſchaftlicher Produkte.

Die Getreidepreiſe haͤngen in Deutſchland vor⸗ zuͤglich von dem augenblicklichen Beduͤrfniſſe anderer Nationen, und der Wahrſcheinlichkeit deſſelben fuͤr die Zukunft, d. h. von der augenblicklichen Nachfrage nach Getreide im Auslande, und von Speculation ab. England hat ſeit langer Zeit in dieſer Bezie⸗ hung den Ausſchlag gegeben, und eine Ueberſicht des Getreidehandels daſelbſt, waͤhrend der Zeitperiode, welche dieſer Quartals⸗Bericht umfaßt, iſt daher ohne allen Zweifel die ſicherſte Baſis, auf welche wir unſere Hoffnung fuͤr die naͤchſte Zukunft bauen koͤn⸗ nen. Schon am Ende Juli ſtiegen die Preiſe faſt aller Getreidearten in London; der Handel mit die⸗

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