Jahrgang 
22 (1828)
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Boden fuͤr die Beſtellung faͤhig gemacht haͤtten. Aus Oſtfriesland iſt uns geſchrieben worden, daß die Raps⸗, uͤberhaupt die Herbſtbeſtellung um mehrere Wochen hinausgeſchoben werden mußte, und daß man in den ſchoͤnen Tagen des Septembers noch viel Raps geſaͤet hat, deſſen Durchkommen durch den Winter nun vorzuͤglich von der Witterung des kom⸗ menden Winters abhaͤngt. Wie hier, ſo iſt es ge⸗ wiß an ſehr vielen Orten geweſen, und dennoch hat ſich der Boden nicht nach Wunſche geartet. Auf Guͤtern mit ſchwerem Boden, wo noch Brache ge⸗ halten wird, klagt man ſehr uͤber die unvollkommene Brachbearbeitung, die man des Wetters wegen ge⸗ zwungen geweſen iſt dem Acker zu geben. Man fuͤrchtet deshalb ſehr fuͤr die kuͤnftige Ernte. So viel iſt gewiß, daß wohl auf den wenigſten Guͤtern die ſogenannte Gahre des Bodens abgewartet werden konnte, indem man jeden der Beſtellung guͤnſtigen Augenblick wahrnehmen mußte, wenn man die Saat, wie man zu ſagen pflegt, nicht einſchmieren, ſondern ſie unter den moͤglichſi guͤnſtigſten Umſtaͤnden ein⸗ bringen wollte. In Sand⸗ oder uͤberhaupt leichten Boden iſt dieſes weniger der Fall geweſen, daher auch in ſolchen die Beſtellung viel ungeſtoͤrter betrie⸗ ben werden konnte. Der im Allgemeinen nicht ganz guͤnſtigen Beſtellung ungeachtet ſtehen die Saaten, ſo viel uns bekannt geworden iſt, bis jetzt gut, worauf doch uͤbrigens fuͤr die kuͤnftige Ernte nicht viel zu