Jahrgang 
20 (1827)
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Einhalt geſchieht der Krankheit durch kraͤftige Nah⸗ rung neben der verbeſſerten Weide, als Hafer, Ger⸗ ſtenmalz, trockene Gerſte, die jedoch nur durch einen Zuſatz von angemiſchtem Branntwein leicht aufnehm⸗ bar fuͤr die Koͤrper der ſchwachen Thiere wird.

Blutſchlag bei den ſtaͤrkeren Thieren zu vermei⸗ den, muͤſſen dieſe zuruͤckgeſetzt werden. Eine Aufloͤ⸗ ſung von Terpentinoͤl in Spiritus iſt ein allerdings wirkſames Mittel, aber die Vertheilung der ange⸗ meſſenen Gabe fuͤr jedes Thier iſt umſtaͤndlicher zu vollfuͤhren, und wird ſelten gut ins Werk geſetzt.

Daß ich mit Branntwein benetztes Getreide mit groͤßtem Vortheil zur Staͤrkung des an Bleichſucht leidenden Rindviehes und Schweinen anwandte, halte ich nicht fuͤr unnuͤtz beilaͤufig zu bemerken.

Nachſchrift der Redaction.

Ein rheumatiſches Uebel, an welchem unſer ge⸗ liebter Vater ſchon ſeit laͤnger als einem halben Jahre bedeutend gelitten hat, und welches leider in den letzten Wochen nicht nur den Kopf, ſondern auch das Geſicht afficirte, hat es ihm unmoͤglich gemachr, den Quartalbericht fuͤr dieſes Stuͤck zu ſchreiben. Seit einigen Tagen hat das Kopf⸗ und Augenleiden bedeutend nachgelaſſen, ſo wie uͤberhaupt ſein Befin⸗ den ſich gebeſſert und die ſchoͤne Hoffnung, daß der geliebte Vater, nach uͤberſtandener Krankheit, uns,