Jahrgang 
20 (1827)
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Aufmerkſamkeit der Leſer auf einige Augenblicke feſ⸗ ſeln wuͤrde. Als ich nach Roville kam, fuͤhlte ich mich noch nicht genug, um mich mit der Schaaf⸗ zucht zu beſchaͤftigen, um ſo mehr, da mir in die⸗ ſem wichtigen Zweige der Landwirthſchaft die Erfah⸗ rung gaͤnzlich mangelte. Ich war zwar mit Allem, was uͤber dieſen Gegenſtand geſchrieben worden war, bekannt, und hatte ſelbſt auch einige einzeln ſtehende Beobachtungen gemacht, die aber doch gegen das, was man ſich durch Praxis, durch das taͤgliche Stu⸗ dium, und durch Beobachtung der Thatſachen er⸗ wirbt, noch viel zu unbedeutend waren. Jetzt, nach⸗ dem ich ſeit drei Jahren mit ausdauernder Sorgfalt die Zucht und Veredlung dieſer Thiere betrieben habe, kann man mir wohl erlauben, wenigſtens eine Mei⸗ nung bekannt zu machen. Ich werde hier meine Ideen uͤber den Geſichtspunkt mittheilen, welchen man bei der Veredlung der Merinos aufſtellen ſollte, dann den gegenwaͤrtigen Zuſtand der Roviller Heerde, und endlich den Weg anzeigen, den zu verfolgen ich gedenke, um nach und nach den Grad von Vollkom⸗ menheit zu erreichen, welchen zu erreichen man wohl erwarten darf.

Die klare Darſtellung des Verhaͤltniſſes, worin der, aus der Qualitaͤt und dem Gewichte des Vließes hervorgehende Werth, zu dem Koͤrpergewicht, mithin zum Nahrungsbedarf des Thieres ſteht, iſt neu und beachtungswerth.