Jahrgang 
19 (1827)
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656 ſtauendes Waſſer zu lange daruͤber ſtand. Mehren⸗ theils zog das Waſſer ſchnell ein, aber doch blieb der Acker dieſen Monat unzugaͤnglich.

Der April brachte warmes, windſtilles und uͤberaus angenehmes Wetter. Die Temperatur er⸗ hob ſich ſo ſchnell, daß es dem an die Kaͤlte ge⸗ woͤhnten Koͤrper heiß ſchein, auch zeigte das Ther⸗ mometer am 10ten wirklich+ 20 in der Sonne. Es erfolgten dann haͤufige Gewitter mit mehr oder minder ſtarkem Regen. Hierbei kam ein maͤchtiger Trieb in die Vegetation, und eine ploͤtzlichere Ver⸗ aͤnderung, als in den erſten drei Wochen dieſes Mo⸗ nats erfolgte, hatte man in unſerem Klima viel⸗ leicht nie erfahren. Dies war aber auch hoͤchſt er⸗ wuͤnſcht, denn der Futtermangel war in vielen Wirth⸗ ſchaften aufs aͤußerſte geſtiegen, obwohl mehr Vieh ſchon fruͤher losgeſchlagen war, als ſonſt zu geſche⸗ hen pflegt. Dieſe Noth ward nun ſchon vor der Mitte Aprils gehoben, und die Weide war reichli⸗ cher als oft im Mai. So geſchah es, daß nun eine ploͤtzliche Veraͤnderung im Viehpreiſe eintrat, indem man mit dem Verkaufe anhielt, um ſo mehr, da vorſichtige Wirthe, die auf vier Wochen laͤngere Fuͤt⸗

terung ihre Einrichtung gemacht hatten, einen Ueber⸗

fluß, beſonders an Kartoffeln, behielten, die deshalb auch unerwartet noch zum Verkauf ausgeboten wur⸗ den, nachdem an manchen Orten ſchon Mangel daran fuͤr die Menſchen geweſen war. Die Beſtel⸗

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