— 647—
Mauer auf, ſo, daß die Fruͤchte gegen kalte Winde geſchuͤtzt ſind. Sie gedeihen hinter den Mauern al⸗ lerdings beſſer, als im Freien, allein gegen das Er⸗ frieren ſind ſie dadurch keinesweges geſichert. Viets⸗ bohnen und Gurken leiden durch Nachtfroͤſte insbe⸗
ſondere; erſtere hat man an einigen Orten dadurch
geſchuͤtzt, daß man in ihre Naͤhe Gefaͤße mit Waſſer ſtellte.— Hier haͤtten wir demnach wirklich einen Beweis, daß die Verdunſtung der Feuchtigkeit des Bodens, oder der Pflanzen, das Erfrieren derſelben bewirkt; durch das aus den Gefaͤßen verdunſtende Waſſer wurde naͤmlich die Atmoſphaͤre mit Waſſer⸗ duͤnſten geſaͤttigt, welches zur Folge hatte, daß der Boden und die Pflanzen nun weniger Feuchtigkeit verloren und folglich auch weniger Waͤrme.
Die Vietsbohnen und Gurken gedeihen auf dem Moorboden, auch ohne daß er mit Sand vermiſcht iſt, vortrefflich; daſſelbe gilt vom weißen Kohle.—
Moͤhren wollen dagegen auf dem eigentlichen
Hochmoorboden niemals wachſen.
Kuͤrbiſſe gedeihen im Hochmoorboden ohne Sand⸗ duͤngung außerordentlich, nur Schade, daß ſie ſo haͤufig vom Froſte getoͤdtet werden. Man fuͤttert ſie ge⸗ woͤhnlich mit den Schweinen.—
Obſibaͤume, welche man auf den Hochmoorbo⸗
den pflanzt, erreichen hoͤchſtens ein Alter von 20 bis
25 Jahren.— Sie leiden ſehr viel durch die Win⸗


