Jahrgang 
17 (1826)
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perimentaliſch betrieben, hinſichtlich der Haltung ſo⸗ wohl als der Zucht und den Erfolg der Paarungen; manche Gelegenheit gehabt und moͤglichſt benutzt, von Fabrikanten und Wollhaͤndlern das Genauere der Wollkenntniß und des Sortirungs⸗Geſchaͤfts zu er⸗ lernen. Die klarſten Begriffe von der Mannigfal⸗ tigkeit der Merino-Abarten habe ich durch die aus den erſten, rein aus Spanien abſtammenden franzoͤ⸗ ſiſchen Heerden erhalten, die der Koͤnig in Paris, im Jahre 1815, ankaufen ließ, und deren Ober⸗Auf⸗ ſicht und Leitung Se. Majeſtaͤt mir allergnaͤdigſt uͤbergab. Eine ſolche Verſchiedenheit der Staͤmme und Individuen iſt vielleicht nie zuſammengeſtellt wor⸗ den. Manche Ideen, auf welche ich hierdurch ge⸗ leitet wurde, erhielten ihre Beſtaͤtigung und Feſtig⸗ keit durch den Leipziger Wollconvent, wo die erſten Wollkenner von Europa, groͤßtentheils Sachſen, ſich daruͤber freimuͤthig ausſprachen.

„Derlei und noch feinere Offenbarungen,“ ſagt der V. S. 596,„ergeben ſich nicht Jedem, und Kei⸗ nem vor langer Erfahrung. Nicht gleichguͤltigen Einlaß in ihre geheimſte Werkſtaͤtte, die Zeugung, giebt die Natur, und bevor man ſich hier ſicherer Erfah⸗ rung ruͤhmen darf, muß man die Sonne ein Vier⸗ tel⸗Jahrhundert unter edlen Schaafheerden auf⸗ und niedergehen ſehen.“

Den Einzelnen wird ſeine Erfahrung nicht weit bringen, und wenn er Jahrhunderte hinter den

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