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gen begegnen muß. So große Vortheile und An⸗ nehmlichkeiten es verurſacht, wenn jedes Beſitzthum ſeine Grundſtuͤcke von denen anderer Beſitzer abge⸗ ſondert hat, und man damit frei nach beſter Einſicht ſchalten und walten kann; je mehr dadurch die Ein⸗ fuͤhrung eines von der gewohnten Weiſe abweichen⸗ den Wirthſchafts⸗Syſtem erleichtert wird, ſo iſt ſie doch auch da nicht ganz unthunlich, wo die eben ge⸗ nannten Widerwaͤrtigkeiten ſtatt finden.
Vor allen Dingen iſt dazu erforderlich, daß die Feld⸗Intereſſenten ſich uͤber eine andere Feld⸗Ein⸗ theilung einigen, und dann die betreffenden Fluren in Uebereinſtimmung mit Getreide benutzen, und nach Ablauf der feſtgeſetzten Jahre zum Grasbau nieder⸗ legen. Da an den Orten, wo jene Beſchraͤnkungen ſtatt finden, gemeiniglich auch gemeinſchaftlicher Wei⸗ degang ſtatt findet, ſo muß ſelbiger auf den Gras⸗ ſchlaͤgen leider beibehalten, aber durch zu treffende Regulative dem Mißbrauche vorgebeugt werden.
Die Fremden, welchen etwa Huͤtungsberechti⸗ gungen zuſtehen, ſind bei ſolchen veraͤnderten Wirth⸗ ſchafts⸗Syſtemen das groͤßte Hinderniß, weil ſie oft unbillig ſind, und aller Orten die Benutzung der Weide verlangen, wo kein Getreide waͤchſt, demzu⸗ folge ein Recht zu haben glauben auf den Dreeſch⸗ koppeln eben ſo die Viehweide ausuͤben zu duͤrfen, als es ihnen vielleicht auf den Brach⸗ und Stoppel⸗ feldern zuſteht. Da nun die Fremden oft mehr
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