Jahrgang 
16 (1825)
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wiſſenſchaftlicher Bildung ab, ſich derſelben zu wid⸗ men durch welche jener Wunſch in Erfuͤllung zu brin⸗ gen waͤre. Andere welche bereits ausuͤbende Land⸗ wirthe ſind, werden mißmuͤthig, um den ſo wenig lohnenden Gewerbe beſondere Anfmerkſamkeit zu ſchen⸗ ken. Viele folgen dem gewohnten Schlendrian, welche ſich ſonſt wohl bemuͤht haͤtten, ſich nach Verbeſſerun⸗ gen umzuſehen. Von Reformen mag Niemand hö⸗ ren; am wenigſten, wenn nicht unumſtoͤßlich zu er⸗ weiſen iſt, daß erhoͤheter Gewinn in demſelben Au⸗ genblicke, ſondern erſt nach einiger Zeit erfolgt.

Und dennoch erheiſcht gerade eine ſolche Zeit wie die Jetzige, daß die Landwirthe nicht laͤſſig wer⸗ den duͤrfen Mittel ausfindig zu machen, um ihr Ge⸗ werbe fortwaͤhrend nutzbar zu betreiben. Sie ſind nicht ſo leicht zu finden, das iſt nicht zu verkennen; ſie ſind fuͤr viele Landwirthe nicht eher zu öͤffnen, als bis allgemein das zerruͤttete Gleichgewicht zwi⸗ ſchen Geben und Nehmen hergeſtellt iſt. Aber fuͤr viele Landwirthe liegen ſolche naͤher als ſie ahnden. Sie beſtehen im Koſten erſparenden Wirth⸗ ſchafts⸗Syſteme. Wer die Aufgabe geloͤſet hat mit wenigen Koſten eben ſo viel und noch mehr Pro⸗ dukten⸗Ertrag zu erzielen, als fruͤher mit groͤßeren Koſten, bei den hat ſich das durch die niedrigen Preiſe der landwirthſchaftlichen Erzeugniſſe entſtandene Mißverhaͤltniß zwiſchen Einnahme und Ausgabe auf⸗ gehoben, und er wird im Stande ſeyn, fortwaͤhrend

Möglinſche Annalen XVI. Bd. 1. St. B