Kornland in Deutſchland ſeyn moͤchte,— hat ſo lange unter Ertrags⸗Armuth geſeufzt, bis im An⸗ fange des vorigen Jahrhunderts das Beiſpiel von einem ſ
Koſten erſparenden Wirthſchafts⸗Syſteme gegeben wurde*).
Des Landes Wohlſtand hat ſich ſeit der Zeit ge⸗ hoben. Die Privatbeſitzungen haben,— die Schwin⸗ deleien mit dem Guͤterhandel abgerechnet,— einen nie geahndeten Werth bekommen, der ſich durch reelle
*) Bei dieſer Gelegenheit berichtige ich einen Irrthum, welcher hinſichtlich der Einfuͤhrung der mecklenbur⸗ giſchen Schlagwirthſchaft obwaltet. Man haͤlt naͤm⸗ lich allgemein den Landdroſten v. d. Luͤhe fuͤr den er⸗ ſten Uebertrager dieſer, in den daͤniſchen Herzogthuͤ⸗ mern uralten Wirthſchaftsweiſe, nach Mecklenburg, und den Anfang der 1730ger Jahre fuͤr den Beginn dieſer merkwuͤrdigen Reform. Vorher habe in ganz Mecklenburg ſteife Dreifelderwirthſchaft beſtanden.
Aber nicht v. d. Luͤhe hat ſich dieſes Verdienſt er⸗ worben, ſondern es gebuͤhrt dem damaligen hannoͤ⸗ verſchen Staatsminiſter Grafen v. Bernſtorff, welcher nach Ausweis der, im Bernſtorffſchen Familienarchiv zu Gartow, befindlichen Nachrichten, bereits im Jahre 1705 auf ſeinen ſaͤmmtlichen Guͤtern in Meck⸗ lenburg und dem Hannoͤverſchen diejenige Schlagord⸗ nung eingefuͤhrt hat, welche noch immer als Heilig⸗ thum aufrecht erhalten wird.
Der jetzige Beſitzer derſelben, Herr Graf v. Bern⸗


