Jahrgang 
16 (1825)
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legen iſt, oder unter unguͤnſtigen klimatiſchen Einfluͤſ⸗ ſen ſteht, oder ſehr großen Culturaufwand erfordert.

Hat nicht vielfache Erfahrung gelehrt, daß ſelbſt anſehnlich große Beſitzungen dieſer Art in den letzt verfloſſenen guͤnſtigen Zeiten nur unbedeutenden Er⸗ trag abgeworfen, ja ihre Beſitzer ſelbſt ſchulden⸗ freie Eigenthuͤmer, in Armuth geſtuͤrzt haben, wenn ſie hartnaͤckig darauf beſtanden, den Ertrag er⸗ zwingen zu wollen??

Kleine Beſitzungen der Art koͤnnen gar nicht in Betracht kommen, weil ſolche unter ungleich guͤnſti⸗ gern Verhaͤltniſſen dennoch nicht im Stande ſind, neben dem Abtrage der Culturkoſten noch eine ſolche Boden⸗Rente abzuwerfen, wie ſie die Erhaltung ei⸗ ner Familie erfordert, die ſich nicht durch die eigen⸗ haͤndige Cultur des Bodens ein Tagelohn und die Culturkoſten ſelbſt verdient und damit zufrieden iſt.

Wem iſt es unbekannt, daß die oben angefuͤhrte Erſcheinung in mehreren Staaten Mittel⸗ und Suͤd⸗ Deutſchlandes den allgemeinen Glauben verbreitet hat, daß der Acker nur den ernaͤhre, der ihn ſelbſt baue und dabei ſich mit gepfefferten Suppen begnuͤge. Zu wie vielen Guͤter⸗Zerſchlagungen hat nicht dieſerhalb der, uͤbrigens hoͤchſt verehrungswerthe Pfarrer Mayer zu Kupferzell, die Veranlaſſung gege⸗ ben?!.

Mecklenburg, das jetzt wohl nach Ver⸗ haͤltniß der Guͤte des dortigen Bodens das reichſte