Jahrgang 
1-6 (1810)
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Ich glaube, daß ſehr viele Gegenden bei uns nach und nach in eben ſo gute Bergwieſen und Wei⸗ den verwandelt, mithin beſſer genutzt werden koͤnnten.

Der Nutzen fuͤr den Verpäͤchter iſt um ſo groͤ⸗ ßer, weil der Pächter auch das Vieh ſelber halten muß, mithin auch das darin ſteckende Kapital und Riſiko des Viehſterbens. 4

Aber warum koͤnnen denn nicht die Marſch⸗ weiden eben ſo hoch wenigſtens genutzt werden? Dieſes, glaube ich, liegt an der Benutzung der Milch, denn mir ſcheint es, daß dieſe durch die Limburger Kaͤſe ſo hoch, wie es irgend moͤglich iſt, und inſonderheit durch die halb fetten und ma⸗ gern Kaͤſe im Winter ausgebracht wird.

Auf einen fetten oder halb fetten Kaͤſe rechnen ſie 3 Maaß Milch à 3 Pfund, mithin 9 Pfund Milch. Der fette Kaͤſe ſoll davon Pfund wie⸗ gen, wenn er eßbar iſt. Zu einem magern Kaͤſe nehmen ſie nur 2 Maaß Milch. Sie rechnen taͤg⸗ lich 3 Kaͤſe von einer in voller Milch ſtehenden Kuh

zu erhalten.

Wenn ich nun nur 18 Kaͤſe die Woche rechne, und 9 Stuͤck fuͤr einen Rthlr. in Louisd'or à 5 Rthlr., ſo thut dieſes 2 Rthlr. Nutzung die Woche, und