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delnden Höhe„welche ſie erreicht haben, uns nun auch ihrer⸗ ſeits zu dem einfältigen Kinderglauben zurückführen wollen, welcher uns an der goldenen Schwelle des Lebens Alles in ſo wunderbarer Zauber⸗ und Mährchen⸗Herrlichkeit erſchauen. läßt! „Es ſei uns alſo geſtattet, unſern Leſern das Wunder der Ver⸗ wandlung des Hafers in den ſchönſten Roggen durch ein ganz ähnliches aus der animaliſchen Welt, welches wir verbürgen können, wenigſtens zugänglicher zu machen.
Verwandlung des Pudelhundes in einen Ziegenbock. Ich mochte etwa 3 Jahre, alt ſein, als ich von meinem Vater zu einem Freunde auf dem Lande mitgenommen ward, deſſen Kin⸗ der einen ſtattlichen, hörnerloſen Ziegenbock hatten, welcher vor ein allerliebſtes Wägelchen geſpannt, in welches man mich ſetzte, meine Stunden mit unendlichem Vergnügen erfüllte. Nach der Rückkehr in's elterliche Haus ſchien mein Steckenpferd, bis da⸗ hin mir ſo unendlich werth, mir ſo todt, ſo läppiſch, daß ich nur immer an den prächtigen Ziegenbock denken mußte, welcher mich, ohne daß ich meiner Beine dazu bedurfte, ſo wunderherr⸗
lich uͤber den Hof und in's Feld hinaus kutſchirte. Meine
Sehnſucht nach einem ſolchen ergötzlichen Geſpielen hatte ſich bis zu wirklichem Seelenleiden hinaufgeſteigert, als ein unver⸗
geßlicher geiſtreicher Freund unſers Hauſes mir ein kleines Pu⸗
delhündchen brachte:„Hier, mein Junge!“ ſprach er,„ſei gu⸗ ter Dinge. Wenn dieſer kleine Hund, ſorgſam von Dir gepflegt, größer wird, ſo wird er ein Ziegenbock. Du mußt nur dahin ſehen, daß, wenn Du ihn erſt mit Milch und Semmel groß gefüttert haſt, Du ihn allmählig an Grünfutter gewöhnſt; auch mußt Du ihm alle Jahre die Pudelhaare abſchneiden, damit man ihm das Bockshaar anſehen kann. Du wirſt bald genug be⸗ merken, daß ſeine kurzen Beine länger werden, und wie er bald von ſelbſt anfangen wird, zuweilen Gras zu freſſen; ſobald Du das bemerkſt, mußt Du ihm ſo oft, wie möglich, allerlei Grü⸗
nes vorhalten. Ehe Du Dich verſiehſt, wird er heimlich Grü⸗ 3 nes freſſen, dann mußt Du ihn des Nachts ſorgfältig im Stalle
halten, beſonders gegen das Frühjahr hin, da wird er. freilich ſehr ungeberdig ſein, und viel bellen und heulen, weil ihm nun die Milch nicht mehr gut bekömmt!— Emes Morgens kommſt
du in de iin klane dunhen Hund,ih dir e d hiſcheib Morgend vahtha
Männen werden. D
öft, we Winſch nicht g Jiegen anima auch e ben, i F für derbwc raſche welt,


