2)
Vermehrung deſſelben mit ſolchen hohen Zahlen zu bezeich⸗ nen, daß, wenn jener durch die Thätigkeit dividirt wird, die dadurch ermittelte Ertragsfähigkeit durch Pfunde Rog⸗ genkörnerwerth ausgeſprochen wird, anſtatt daß nach den ſtatiſchen Sätzen Anderer die Ertragsfähigkeit in Centnern oder Scheffeln verſchiedenen Getreides berechnet wird. Sind die Ernte⸗Erträge ſämmtlicher Früchte auf Roggen⸗ körnerwerth reducirt, weil die Früchte, im Verhältniſſe ihrer Nahrungsfähigkeit, welche durch Reducirung auf Roggenkörnerwerth ausgeſprochen wird, den Acker zu er⸗ ſchöpfen ſcheinen, und weil dadurch die Berechnungen viel gleichmäßiger und zu Vergleichungen geſchickter werden.
3) Auf einen, durch die Witterung bewirkten höheren oder
geringeren Ernte⸗Ertrag kann bei Berechnung der Auszie⸗ hung keine Rückſicht genommen werden. Die Erfahrung lehrt, daß beſſere Ernten den Acker weniger erſchöpfen, als geringere, und daß es daher falſch iſt zu ſagen, ein Centner oder ein Scheffel Getreide erfordert ſo und ſo viel Dünger. Nach meiner Meinung richtet ſich die durch die Früchte bewirkte Auszeichnung des Reichthums keineswe⸗ ges nach der Größe des Ernte⸗Ertrages, ſondern nach der Eigenthümlichkeit der erbaueten Frucht, nach der Zu⸗ und Vorbereitung des Ackers und nach der Einwirkung der zu⸗ letzt gegebenen Düngung.
4) Gewöhnlich wird der Dünger, entweder nach ſeinem Vo⸗
lumen oder nach ſeinem Gewichte, alſo bloß quantitativ berechnet; da aber eine zugleich ſtattfindende Berückſich⸗ tigung der Qualität treffender ſeyn muß, ſo rechne ich den Dünger nach ſeinem Roggenkörnerwerth. Da ferner der Dünger in ſeinen Wirkungen ſich ſo ſehr verſchieden ver⸗ hält, je nachdem der gedüngte Acker mehr oder weniger Reichthum beſitzt, ſo erleichtert es die Berechnung ſehr, wenn anſtatt den Dünger ſelbſt in Anſatz zu bringen, die Wirkung deſſelben, alſo ſo viel als Vermehrung des Reichthums berechnet wird, wie durch den gegebenen Dün⸗ ger in mehreren Jahren an Ernte⸗Erträgen, nach Roggen⸗ körnerwerth berechnet, hervorgebracht wird.


