— 13—
darauf all unſer Streben und Trachten gerichtet. Eine gefaͤhrliche Neigung einer Zeit, die nur aus dem Grunde ſich ihrer nicht bewußt iſt, weil ſie ganz in dieſer Idee befangen iſt, auf die aber nicht aufmerkſam genug gemacht werden kann, um die verſteckte Urſache, welche einen ſo nachtheili⸗ gen Einfluß auf die Induſtie ausuͤbt, ans Licht zu ziehen, damit ihm entgegen gewirkt werden koͤnne. Das Streben, verderblicherweiſe die Kon⸗ kurrenz bis zur Uebertreibung zu vermehren, wo⸗ von die uͤblen Folgen nicht wohl ausbleiben koͤn⸗ nen, hat darin ſeinen Urſprung.
Es iſt eine ſo gaͤng und gaͤbe Meinung, Wohl⸗ feilheit unbedingt fuͤr eine Wohlthat und folglich fuͤr ein zu erſtrebendes Ziel zu halten, ſie ſcheiut nach der gewoͤhnlichen Anſicht eine ſo ausgemachte ſelbſt verſtandene Wahrheit, daß es oft kaum fuͤr moͤglich gehalten wird, daß man ſie ernſtlich in Zweifel ziehen koͤnne. Wenn Vorſchlaͤge zu dem Zwecke gemacht werden, die einheimiſche Induſtrie vor der auslaͤndiſchen zu beguͤnſtigen, dieſe mit Auflagen zu belaſten, ſo iſt gemeiniglich der erſte Einwand der, daß gerade die entgegengeſetzte Maß⸗ regel das Mittel ſei, wohlfeile Preiſe zu erzwin⸗ gen, und man glaubt damit ſiegend einen ſchla⸗ genden Beweis geliefert zu haben; ſo feſt iſt die⸗ ſes Vorurtheil eingewurzelt. Ich fuͤhre dies nur als Beiſpiel an, um daran auf eine uͤberredende


