geſetzt, und dieſe war es auch, die ſo manche Aus⸗ faͤlle ihrer Wirthſchaft deckte, und die uͤbrigen fuͤr den Landbau und fuͤr ſie ſchlimmen Conjunkturen ſo ziemlich unſchaͤdlich machte. Nachdem aber, be⸗ ſonders dieſes Jahr, die Preiſe der Wolle ſo auf⸗ fallend herunter gegangen ſind, daß die ordinaire wieder auf dem Werthe ſteht, den ſie vor etwa 30 Jahren hatte, und auch die feine meiſt um den fuͤnften Theil wohlfeiler wegging, als dies noch vo⸗ riges Jahr geſchah; ſo ſtieg die Bedenklichkeit faſt aller Landwirthe uͤber das fernere Beſtehen der Landwirthſchaft immer mehr, und die Verlegenheit derſelben wurde immer groͤßer. Ein nicht geringer Theil derſelben glaubte nun, es werde auch die hochfeine Wolle gar bald bis zu einem Preiſe herab⸗ gedruͤckt werden, wo es den Koſtenaufwand und die Muͤhe und Sorgfalt ſie zu erzeugen, nicht mehr lohnen wuͤrde. Mit einem Worte, die feine Schaaf⸗ zucht wuͤrde hiedurch einen ſehr empfindlichen Stoß bekommen, und ihre weitere Verbreitung und Ver⸗ vollkommnung ſehr merklich gehemmt werden.
Ob die Sache nun wirklich ſo gefaͤhrlich und ob das Sinken der Wollpreiſe fuͤr den deutſchen Schaafzuͤchter wirklich ein ſo großes Ungluͤck ſey, wie ſo viele glauben, dies zu unterſuchen und zu widerlegen iſt, wenn man die Sache aus dem rich⸗ tigen Geſichtspunkte betrachtet, meines Beduͤnkens keine ſo gar ſchwierige Sache.
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