den das Ueberwachſen der Saat vor Winter noch ſcheuet. 1
In vielen weſtlichen Gegenden, ſchon jenſeits der Elbe, und noch mehr zwiſchen der Weſer und dem Rhein, wird man in dieſem Herbſte um ſo mehr zur Verſpaͤtung der Ausſaat veranlaßt, da ſich die Maͤuſe in ganz unheheurer Menge einge⸗ funden, dem verſpaͤteten Sommergetreide, Kar⸗ toffeln und Nuͤben, ſchon ſehr großen Schaden ge⸗ than haben und nun auf die Saat fallen moͤgten. Ja man verſichert, daß Landwirthe und Gemeinden in bedeutenden Diſtrikten entſchloſſen waͤren, die Winterungsſaat ganz zu unterlaſſen. In unſern oͤſt⸗ lichen Gegenden finden ſich zwar auch viele Maͤuſe, doch kaum ſo viele, wie im vorigen Herbſt, wo ſie doch nicht bedeutenden Schaden angerichtet haben. Ein alter Spruch ſagt: eine Maus im Fruͤhjahr iſt ſchlimmer wie taufend im Herbſt.
Sehr verſchieden lauten die Nachrichten uͤber den Futtergewinn. In manchen Gegenden aͤußert man große Beſorgniſſe daruͤber, in andern glaubt man ungewöoͤhnlichen Ueberfluß daran zu haben. Nach der Grunderde und Lage der Wieſen muͤſſen allerdings die trockenen und naſſen Perioden dieſes Jahrs eine ſehr verſchiedene Einwirkung gehabt haben und der im Juli erfolgte Regen iſt den ſchwammigen beim zweiten Graswuchſe mehr zu ſtatten gekommen, als den thonigen, die große Spal⸗


