Jahrgang 
8 (1821)
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eine und mehrere, ob ſich der Maͤller nicht end⸗ lich aus Nord, Nordoſt und Oſten in den Abend, wenigſtens in den Mittag wenden wird. Das erſte

Fruͤhjahr iſt gewoͤhnlich ſehr kalt, aber auch mehr

durch ſeine Winde; denn ſeltner bleibt der Froſt bis uͤber Maͤrz tief in der Erde, gewoͤhnlich koͤn⸗ nen wir unſere Luſt, Ende Maͤrz Erbſen zu ſaͤen, befriedigen, Reif und Nachtfroͤſte verfolgen uns indeß bis tief in den Mai; im Jahre 1818 erfror ein großer Theil Winterung Ende Mai; fruͤhe Buchweitzenſaat ſchlaͤgt jedesmal fehl. Die Vege⸗ tation entſcheidet ſich in acht Tagen, nicht ſelten ſichtbar in 24 bis 48 Stunden. Auf einmal liegt die Natur gruͤn vor uns da, nur daß ſie ſich frei⸗ lich oft in der zweiten Haͤlfte des Aprils auf einige Stunden wieder weiß kleidet. Selten iſt die Erde im Winter drei Monde hintereinander feſt zu und mit Schnee bedeckt: dieſe ſichere Vorbedeutung ei⸗ nes ausgezeichnet fruchtbaren Jahres haben wir nicht oft. Thauen und Frieren wechſeln zu zwei⸗ bis dreimal im Tage, hypochondriſchen Reiſenden werden unſere Wege zur Kur, und wer die Waſ⸗ ſerfurchen nicht zweckmaͤßig zog, hat ſeinen gewiſ⸗ ſen Schaden. Auf ganz geſegnete Sommererndten

wuͤrden wir verzichten muͤſſen, wenn uns nicht die

ſich hier auffallend fruͤh einſtellenden Gewitter zu Huͤlfe kämen. Einer warmen Stunde folgt nicht ſelten das Gewitter. Sie ſind bis zum Juli we⸗

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