Jahrgang 
8 (1821)
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Indem wir die Beſchreibung dieſer Provinz, beſonders in landwirthſchaftlicher Hinſicht, verſu⸗ chen, gilt es die Unterhaltung der Leſer uͤber die Pulsadern des Wohlſeyns dieſes Landes, weil, waͤre eine diesfaͤllige chemiſche Unterſuchung moͤglich, ſelbſt mit Huͤlfe der empſindlichſten Reagentien kein andres Reſultat herauszubringen ſeyn duͤrfte, als daß die Hauptquelle ſeiner Erhaltung in dem Be⸗ triebe der Landwirthſchaft geſucht werden muß. Dazu fordert ſeine ſtatiſtiſche und klimatiſche Lage auf, welche letztere dem Ackerbaue guͤnſtig iſt, waͤh⸗ rend erſtere dem Wohlwollen der Regierung kein unuͤberwindliches Hinderniß in den Weg legt; da⸗ fuͤr ſtimmen die Neigungen ſeiner Bewohner, das macht die Unzahl ſeiner Juden am unſchaͤdlichſten, dabei kann die große Menge ſeiner kleinen, groͤß⸗ tentheils Mediatſtaͤdte noch am erſten beſtehen, das mildert den Druck des Reichthums einzelner Familien, der, in Grund und Boden beſtehend, gewiß nicht die Eiferſucht weckt, die den Geld⸗ Reichthum zu verfolgen pflegt; das heilt endlich die angeborne, oder anerzogne Unruhe des Volks⸗ geiſtes in den ruhigen Furchen, die der Pflug zieht, Furchen, die man ſich doch nie in den Strudel der Conſtitution verlieren laſſen moͤgte.

Kann ſo auf der einen Seite nicht verkannt werden, daß unſre Regierung am wenigſten der Landwirthſchaft ſtoͤrend in den Weg treten darf, ſo

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