Jahrgang 
8 (1821)
Einzelbild herunterladen

Dem Großherzogthum Poſen, dieſem klein⸗ ſten Theile eines der der groͤßten vormaligen Rei⸗ che Europa's, iſt die Aufmerkſamkeit der Leſer wohl kaum mit mehr Sicherheit zuzufuͤhren, als wenn ſie zugleich neugierig ſeyn wollen, was wohl unter Preußens Scepter daraus werden moͤgte? nebenbei mit der Gewißheit, daß die diesfaͤlligen Ergebniſſe von der kuͤnftigen Geſchichte um ſo we⸗ niger außer Acht gelaſſen werden koͤnnen, als das Großherzogthum Poſen den Bewohnern des Koͤ⸗ nigreichs Polen ein Spiegel ſeyn und bleiben wird, in welchen ſie von Zeit zu Zeit, gern oder ungern, wiſſentlich oder unwillkuͤhrlich ſehen werden, ein Spiegel, uͤber den Preußens Regierung keinen Schleier haͤngen mag, weil, welche Kluft auch zwi⸗ ſchen Polen und Deutſchen liegen ſoll, dennoch der Werth der Letztern von den Erſtern anerkannt wird. Poſen iſt ein Theil des vormaligen S uͤdpreußens, aus dem waͤhrend ſeines dreizehnjaͤhrigen Seyns wirklich ſchon recht viel geworden war, das, waͤre es ſo geblieben, heute vielleicht mit den ge⸗

ſegneteſten Provinzen der preußiſchen Monarchie wetteifern koͤnnte. Waͤre es ſo geblieben! Ich

verſichre nach ſechsundzwanzigjaͤhriger Erfahrung, daß, wenige Brauſekoͤpfe ausgenommen, die Na⸗ tion dieſen Wunſch ausſpricht, ohne ihn einem an⸗ dern, als dem einzigen der Wiederherſtellung des Vaterlandes, zu unterwerfen.