7 8 3— lich zu übertreffen seyn dürfte. Herr Hofrath D'osg fährt
fort sie zu beweisen; er giebt seinen Virgil und Horaz in abermaliger Verbesserung und in vollendeter Gestalt; den Aristofanes, an welchem er zwölf Jahre arbeitete, mit erläuternden Anmerkungen seines Sohnes, und scheute- die Mühe nicht, die letzte Korrektur dieser Werke selbst zu übernehmen.
Von Livius Geschichtsbuche erscheint eine deutsche Ubersetzung vom Professor Heusinger, einem Manne, der mit der Sprache des Römers und der seinigen gleich vertraut war, und sein Werk mit vielen kritischen und historischen Erläuterungen begleitete: Philologen vom er- sten Range, denen die Handschrift vorgelegt worden, wett- eifern in der Anerkennung ihrer Vorzüge. Aber sie ist auch die Frucht zwanzigjähriger unablässiger Anstrengung!
Auf diese vier Werke, welche zur nächsten Leipziger Oster-Messe erscheinen, wird in allen Buchhandlungen die Subscription bis Ende April d. J. angenommen und eine ausfülrlichere Ankündigung ausgegeben.
Vorsteher und Lehrer an Gymnasien und Schulen, so wie andere Beförderer wissenschaftlicher Unternehmun-
gen, welche Sechs Subscribenten sammeln und mir selbst den Betrag einsenden, bitte ich, das siebente Exemplar für ihre gefällige Bemühung anzunehmen. Vorzugsweise erhalten die Herren Subscribenten ilre Exemplare auf besserem Papier und dennoch um ein VWiertel wohlfeiler, als sie nachher im Buchhandel zu haben seyn werden.
„Den Eltern, auch wenn sie ihre Söhne nicht dem gelehrten Stande bestimmten, können diese Werke, zu wahrer Bildung fürs Leben, empfohlen werden, mit Ausnahme des Aristofanes, den Göthe einen ungezoge-
nen Liebling der Grazien» nannte, und der also wohl das männliche Alter fodert.
Braunschweig, im Januar 1821.
Friedrich Vieweg-


