gewaͤhrt, ſcheint ihnen druͤckend und langweilig. Fuͤr dieſe, wiewohl ſie ſchwerlich zu beſſern ſeyn moͤchten, will ich uͤber die erſte Art zu wirthſchaf⸗ ten— nämlich auf einen dauernden Gewinn fuͤr ſteten Markt zu ſehen— noch ein Wort ſagen. Es begegnet zugleich einem oft vorkommenden Ein⸗ wurf. Ein großer Theil des Publikums ſteht in der Meinung, gerade weil die Theorie nur ſelten vorſchreitet, erreiche die Landwirthſchaft praktiſch gar leicht ihre Vollkommenheit. Dies iſt falſch. Jeder, dem von der menſchlichen Geſellſchaft, odee wenn man will, vom Staate, eine Ackerflaͤche zur Benutzung anvertraut iſt, hat dafuͤr zu ſorgen, daß dieſes Stuͤck Land zur groͤßtmoͤglichen Fruchtbar⸗ keit gelange. Irrigerweiſe glaubt man aber, dies haͤnge von der Witterung ab, damit entſchuldigend Traͤgheit, Ungeduld, oft auch Unkunde. Solchen Irrthum beguͤnſtigen ſogar zuweilen okonomiſche Geſellſchaften, wenn ſie z. B. die Frage aufwer⸗ fen, was wohl kuͤnftighin fuͤr Fruͤchte angebaut werden duͤrften, falls vom Getreidebaue und von der Viehzucht nicht mehr hinreichender Gewinn einkaͤme? Antwort: in alle Ewigkeit wird die Land⸗ wirthſchaft gutes, ſchweres Korn und treffliche animaliſche Produkte zu liefern haben. Die Frucht⸗ barkeit eines Bodens kann ins Unbegrenzte zuneh⸗ men, und es iſt eben die ſtete Aufgabe fuͤr den Agricolen, ſelbſt bei allgemein nachtheiliger Witte⸗
Jahrgang
6 (1820)
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