Jahrgang 
4 (1819)
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Wool-stablers(Provinzial⸗Wollhaͤndler) in Deutſchland auf's Gerathewohl gemachten Ein⸗ kaͤufe von unſortirte Wolle viele reiche Ma⸗ . nufakturiſten im Jahr 1818 vor der Schur ent⸗ weder ſelbſt nach Deutſchland reiſeten, oder in Gemeinſchaft Jemand abſchickten, um ſehr be⸗ deutende Einkaͤufe von roher Wolle machen zu laſſen. Nun trafen dieſe ungluͤcklicherweiſe auf den Deutſchen Schaͤfereien und Wollmaͤrkten ein, als die Wollpreiſe dort bereits eine noch nie ge⸗ ſehene Hoͤhe erreicht hatten. Unkundig mit die⸗ ſem ganzen Geſchaͤft und ohne genaue Kenntniß der rohen Wolle und ihres innern Gehalts nach den daraus zu nehmenden Sorten, kauften ſie blind hinein jede ihnen vorkommende Parthie, und bezahlten enorm hohe Preiſe, worunter ſich ſehr viel befand, was ſich gar nicht fuͤr England eignete. Alles wurde ſchnell, wie es gekauft

war, eingepackt und heruͤbergeſchickt. Die na⸗

tuͤrliche Folge davou war, daß dergleichen blind zuſammengeraffte Parthien den erwarteten guten Erfolg auf den Engliſchen Maͤrkten nicht fanden und hier die Preiſe druͤckten, welches auf Deutſch⸗ land zuruͤckwirken mußte. Faſt noch ehe unſere Spekulanten den Continent verließen, fanden ſie daher, daß ſie viel zu theuer und zu ſchlecht ge⸗ kauft hatten, und wie nun vollends mit ihnen

die Nachricht eintraf, daß die Wollpreiſe in Deutſch⸗