Jahrgang 
4 (1809)
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ſchen Alpen im Suͤden gegen uns liegen haben, die uns den milden Einfluß des warmen, uns ſo na⸗ hen Italiens hindern. Ueberhaupt ſcheint der Boden nur mehr inſtrumental zu wirken, und es liegt wohl nicht viel daran, ob er außer einer be⸗ ſtimmten Menge von Thon, die zum Zuſammen⸗ halten der ſandigen Theile unumgaͤnglich noth⸗ wendig iſt, noch mehr von dieſer Erdart oder vom Kalk enthalte, oder nicht. Ich analyſirte meinen beſten Weizenacker, auf dem dieſe Frucht allezeit in einer vorzuͤglichen Vollkommenheit ſtand, und fand in 100 Theilen der Ackererde:

Verbrennliche Stoffe.= O0, 5,70 Steine und ſehr groben Sand= O,10,47 Groben gemeinen Bachſand= O0,57,33 Feinen Sand.... 0,13,12 Thonerde......= 0,11,47 Kalkerde... O0, 1,22

Die Thonerde war aber nicht durch Saͤuren ge⸗ ſchieden, man kann alſo fuͤglich von dieſen 11,42 noch zwei Drittheile fuͤr Kieſelerde abſchlagen, und 4 Prozent reiner Thonerde waͤren demnach hin⸗ laͤnglich einen ſehr guten Weizenacker zu konſtitui⸗ ren, wenn nur die uͤbrigen Bedingniſſe nicht mangeln.(1)