Jahrgang 
2+3 (1809)
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(151)

wahrgenommen, daß ſie viele auspfluͤgten; allein da ich ihre Gefraͤßigkeit noch nicht kannte, ſo ach⸗ tete ich nicht darauf. Am 10ten September, als eben auf vorgedachtem Lande, neben dem verheer⸗ ten Kartoffelſtuͤcke, 67 Berliner Scheffel ausgeſaͤet waren, erhielt ich von einem meiner Freunde aus der Nachbarſchaft, die ſehr unangenehme Nach⸗ richt, daß ſeine fruͤheſte, ſeit dem 19ten Auguſt ge⸗ ſäete, ſchon uͤberaus ſchoͤn ſtehende Saat von Rau⸗ pen verzehrt werde; er ſchickte mir ein paar zur Probe mit, und fragte mich, ob ſie ſich auch bei mir befaͤnden. Es waren eben ſolche Raupen, wie die, welche meine Kartoffeln heimſuchten, und nun wurde mir bange vor meiner herrlich ſtehen⸗ den, in den letzten Tagen des Auguſt geſaͤete Rok⸗ kenſaat. Ich veranſtaltete den folgenden Tag, als am Sonntage, den I1ten, eine allgemeine Re⸗ oiſion aller Saatfelder, wo ſich dann folgendes ausmittelte.

Auf den in Kleeſtoppel einfaͤhrig geſaͤeten Schlaͤ⸗ gen, auf Lindenau, Hennenberg und Strauben, fanden ſich noch gar keine Raupen, auch konnte man an der Saat nicht merken, daß ſie irgend ei⸗ nigen Schaden gethan hatten. Auf dem Vorwerk Grunenfeld hatten ſie ein Stuͤck, etwa Magdeb. Morgen groß, welches an ein Kartoffelfeld ſtieß,

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