(150)
ſuchte alſo, da ich mich bei niemandem Raths er⸗ holen konnte, alle uͤber dieſen Gegenſtand han⸗ delnden Buͤcher, die ich beſitze; ich fand aber nur im erſten Theile des großen Degeerſchen Werkes S. 85 eine Beſchreibung einer Raupe, die der hier in Rede ſtehenden aͤhnlich, aber doch nicht die⸗ ſelbe iſt.
Die, von der ich rede, iſt etwa 1½ Zoll lang
und ſehr dick, ſie hat 16 Fuͤße, und ihre Farbe iſt
gruͤnlich⸗grau, ungefaͤhr wie die Hoͤrner des Rind⸗
viehes insgemein. Die Haut iſt ſehr dick, denn man muß auf geackertem Boden ſehr feſt auftre⸗ ten, und den Fuß hin⸗ und herſchieben, um ſie zu zerquetſchen. Bei mir wurde ich dieſe Raupen zu⸗ erſt auf einem Kartoffelſtuͤcke gewahr, wo ſie mir 10 Berliner Scheffel Ausſaat beinahe ganz ver⸗ nichteten. Sie verzehrten zuerſt die Blaͤtter, dann griffen ſie die Stengel, zuletzt die Kartoffel ſelbſt an. In die harten Stengel fraßen ſie große Loͤ⸗ cher, krochen durch dieſe in den hohlen Stengel hinein, und fraßen ihn auch von inwendig an. Die Knollen ſelbſt hoͤhlten die Raupen mehr oder weniger aus, und es waren derer ſo viele, daß ich bis 8 Stuͤck in einer Kartoffel fand. Meine Leute, welche zur Saat in der Gegend dieſes Kartoffel⸗ ſtuͤckes pfluͤgten, hatten dieſe Raupen zwar in Menge auf dem Felde herumkriechen geſehen, auch
— opy 2


